Schul-Reform

Länder für strafferen Ablauf bei Direktorenbestellungen

11. Oktober 2011, 14:29

Neues Dienstrecht rasch umsetzen - Burgstaller: Arbeitsplatz der Lehrer ist die Schule

Kaprun - Die Länder wollen wieder einmal Schwung in die Debatte um die Bildungsreform bringen. "Noch nie war der Zeitpunkt für eine Reform so günstig wie jetzt", sagte die Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), am Dienstag nach dem Treffen der Länderchefs in Kaprun bei einem Pressegespräch. Ein Wunsch der Länder: ein strafferer Ablauf bei Direktorenbestellungen.

"Wir erwarten uns, dass der Bund die gesetzlichen Voraussetzungen für die Direktorenbestellungen ändert. Es muss schneller gehen und in der Qualität besser werden", meinte Burgstaller. Derzeit sind mehrere Ebenen wie Bezirks- und Landesschulräte in die Bestellung eingebunden.

Höhere Einstiegsgehälter

Der Bund müsse rasch ein neues Lehrerdienstrecht ausverhandeln. "Es hat noch nie ein Zeitfenster gegeben, wo so viele Lehrer in Pension gegangen sind", meinte Burgstaller. Diese Gelegenheit, dass viele besserverdienende Lehrer ausscheiden, müsse man für die Reform nützen. Junglehrer sollten höhere Einstiegsgehälter erhalten. Gleichzeitig müsse aber auch die Anwesenheit in der Schule erhöht werden. "Der Arbeitsplatz der Lehrer ist die Schule", sagte Burgstaller.

Was die Zukunft der Landesschulverwaltungen betrifft, so müsse der Bund die entsprechende Verfassungsbestimmung reparieren, um eine saubere Lösung zu ermöglichen, meinte die Salzburger Politikerin.

"Knoten lösen"

Insgesamt müsse in der Diskussion um die Bildungsreform in Österreich endlich etwas weitergehen, forderte der steirische Landeshauptmann Franz Voves: "Wenn wir den Knoten nicht lösen, dann verhindern wir die Zukunftschancen unserer Kinder. Das ist unverantwortlich." (APA)

Karl L.
00
21.10.2011, 00:07
Bastion korrupter Landespolitiker

JEDE Direktorenbestellung in JEDEM österreichischen Bundesland wir von den Seilschaften des Cartellverbandes / des Bundes Sozialistischer Akademiker / der FPK "unter der Hand" ausgehandelt.

Der Mantel der "Objektivierung" wird spätestens in dem - nach dem Landtagswahlergebnis zusammengesetzen - Kollegium des Landes- oder Stadtschulrates abgelegt.

Das Unterrichtsministerium ist - eh nur mehr bei den Bundesschulen - manchmal aber dennoch ein Störfaktor, der aus Landessicht rasch beseitigt werden muss!

Murmelchen1
00
12.10.2011, 07:14
Haha - und weil ja alles so transparent ist,

ist der Direktorenposten an der HAK-Tamsweg noch nicht einmal ausgeschrieben. Ja liebe Frau Landeshauptfrau, Tamsweg liegt im Bundesland Salzburg und ist ihr Zuständigkeitsbereich.
Was ist der Grund?? Zementierung des Prov. Leiters, um in 2 Jahren dann sagen zu können: "Er hat jetzt ja schon soooo viel Erfahrung sammeln können???"

D/E
02
11.10.2011, 23:55
Liebe Gabi,

wenn Ihr endlich eure Finger von der Schule lasst und Leute entscheiden lasst, die etwas von der Sache verstehen, aber solange in deinem Bundesland 2 Schulbehörden einander auf die Zehen steigen und -- wenn ihnen sonst nichts mehr einfällt -- Lehrer quälen oder Direktoren mit konstruierten Strafanzewigen quälen, können wir weiterreden.

Vorerst kannst du ja einmal deiner Kollegin im Ministeramt beibringen, dass von einer Reform reden gar nichts ist und dass Lehrer/innen an sich gutwillig reagieren, wenn sie das Gefühl haben wenigstens von ihrer Chefin für voll genommen zu werden.

Dass wir in der Schule arbeiten, wussten wir bereits.

stall
00
12.10.2011, 06:33
bravo

vielleicht bewirkt steter tropfen doch etwas, obwohl ich bei dieser vernunftresistenten kaste so meine zweifel habe.

lehrer
00
11.10.2011, 19:00
die botschaft hör ich wohl allein..

seit mehr als 25 jahren im dienst.. höre ich seit damals
^direktorenbestellung neu, effizient, unabhängig
^bessere einstiegsgehälter, neues dienstrecht..
in wirklichkeit kein änderungswunsch schließlich werden alle! bezirksschulinspektoren nach parteizugehörigkeit (steiermark z.b.) und nahezu! alle direktoren rot bzw schwarz besetzt...!

Erz-Schelm
02
11.10.2011, 18:39
Nur als Hinweis...

Es ist hinlänglich bekannt, dass die Mindestfläche für Zuchtschweine größer ist als der durchschnittliche LehrerInnenarbeitsplatz.
Arbeitsrechtliche Bestimmungen gelten in der Schule nicht (auch nicht für SchülerInnen übrigens, die in Klassen gepfercht werden, bei denen die Mindestkubatur nicht ausreicht), denn sonst könnte das Arbeitsinspektorat eingreifen. Das würde aber den Bund, die Länder und die Gemeinden massive belasten.
Ja, liebe Frau Burgstaller, darüber sollten Sie sich auch einmal Gedanken machen. Wenn der Arbeitsplatz der LehrerInnen die Schule ist, dann sind auch diese Punkte umzusetzen.
Oder ging es wieder einmal um billigen Aktionismus?

soisteshalt
03
11.10.2011, 16:12
Der Arbeitsplatz der Lehrer ist die Schule

ARBEITSPLATZ????....hahahahuhuhihii...noch nie so gelacht.

Ich bin schon ein Zeiterl weg, aber der Platz ist nicht mehr sondern immer weniger geworden, da nun an meiner Schule mehr Lehrer erbeiten wegen gestiegenen Schüler- und Klassenzahlen.

Bevor ihr Witzfiguren von Politiker das fordert baut endlich die Arbeitsplätze! Aber selbst bei Neu. und Umbauten kommt ein uralten Schulbaugesetz zur anwendung, und somit keine modernen arbeitsplätze, Aufenthaltsräume usw.

tes5
02
11.10.2011, 16:21
Vermutlich meint sie das wörtlich

"Der Arbeitsplatz ist die Schule." Z.B. die Aula, die Klasse, der Turnsaal, wo halt gerade Platz ist. Muss schon gehen ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.