Finanzen

Mozilla steckt (fast) alles in den Browser

11. Oktober 2011, 14:51

Zwei Drittel der Einnahmen gehen in Softwareentwicklung - 18 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr

Auch wenn sich Mozilla mit seinem Firefox einer deutlich schwierigeren Marktposition als noch vor nicht all zu langer Zeit gegenüber sieht - immerhin knabbert Googles Chrome mittlerweile auch an der Position des Mozilla-Browsers - die Finanzen stimmen noch. Im Vergleich zum Jahr zuvor hat Mozilla ein deutliches Plus von 18 Prozent bei den Einnahmen erzielt, dies zeigt der Jahresbericht 2010 der Mozilla-Stiftung.

Aufgeschlüsselt

Konkret weist man Einnahmen in der Höhe von 123 Millionen US-Dollar aus, fast alles davon über diverse Abkommen mit Suchmaschinenanbietern, und hier wiederum vor allem von Google kommend. Ausgabenseitig hat man 87,3 Millionen US-Dollar verbraucht, ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Auffällig ist dabei auch der hohe Anteil der Softwareentwicklung an diese Kosten, gut zwei Drittel wurden direkt zur Verbesserung des Browser und anderer Mozilla-Projekt - wie den Mail-Client Thunderbird - aufgewandt.

Mobile Zukunft

In dem Bericht geht man auch auf künftige Herausforderungen ein, besondere Bedeutung misst man hier dem mobilen Bereich zu. Gerade in diesem bestehe laut Mozilla die Gefahr, dass sowohl Privatsphäre als auch Entscheidungsfreiheit der NutzerInnen eingeschränkt würden. Mit eigenen Entwicklung will man dem entgegenwirken. Gerade rund um Android ist Mozilla ja derzeit besonders aktiv, arbeitet neben einer Smartphone- auch einer speziell auf Tablets optimierten Ausgabe des Browsers. (red, derStandard.at, 11.10.11)

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