Soziapartner-Vorschlag

ÖVP will Nachschärfungen für spätere Pension

11. Oktober 2011, 11:13

Sozialminister Hundstorfer weist Kritik zurück

Wien - Die von den Sozialpartnern vorgeschlagenen Maßnahmen zur Erhöhung des faktischen Pensionsalters stoßen innerhalb der Koalition weiterhin auf geteilte Meinungen. Während sich die SPÖ optimistisch zeigt, spricht die ÖVP von Nachschärfungen. So meinte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), dass die angepeilte Erhöhung um zwei Jahre "in der Praxis" weniger sein werde. Deswegen werde man "nachschärfen müssen".

Am Dienstag beurteilte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) die Vorschläge der Sozialpartner skeptisch. Sie lasse im Ressort durchrechnen, ob die Vorschläge nicht mehr kosten als sie bringen. Sie kritisierte die Idee, dass der Steuerzahler für Frühpensionen zahlen solle: Das gesetzliche Pensionsalter liege bei 65, wenn der Staat Prämien dafür zahle, dass jemand bis 62 arbeite, sei das schon "sehr eigenartig".

"Gibt immer Menschen, denen das zu wenig ist"

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zeigte sich da weit optimistischer als Mitterlehner. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden für eine Erhöhung um zwei Jahre reichen. "Dass es immer Menschen gibt, die sagen, das ist zu wenig, damit muss man leben", so Hundstorfer in Richtung ÖVP. Er möchte jedenfalls demnächst die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen angehen. Nächste Woche soll es eine erste Runde mit Experten geben und ein Zeitplan erstellt werden. Der Sozialminister geht davon aus, dass ein Teil der Maßnahmen rasch umgesetzt werden könne, ein anderer Teil dagegen längere Vorlaufzeiten brauche. (APA)

Kommentar posten
24 Postings
jane doe2
00
12.10.2011, 12:40

Habe ich das nicht richtig verstandnen oder etwas überlesen. Ich entnehme den ganzen Pensionsdebatten wieder nur, das bei den zukünftigen Pensionisten verschelchterungen eingeführt werden sollen, bei den jetzt schon in die priveligierten Frühpensionisten (Hackler oder ÖBBler) wird gar nichts gemacht. Ich bin dafür dass alle, die die letzten 3 Jahre in die Frühpension gegangen sind zumindest Abschläge bis zum 65 Lebensjahr zahlen sollen, und auch für alle zukünftigen priveligierten Hackler (die die es noch können) Abschläge herangezogen werden müssen. Wieso soll das "Privileg" länger arbeiten und weniger bekommen (Abschläge) nur die zukünftigen Pensionisten ("Trotteln") treffen?

anyuser
 
14
12.10.2011, 07:53
der völlig kontraproduktive und rational nicht begründbare

entzug von bürgerrechten für iv-pensionsantragsteller/innen wird von niemanden kritisiert ? das ist unfassbar !
es ist allen egal wenn menschen zwangspsychiatriert werden und leuten die schon immer autofahren auf einmal der führerschein entzogen wird, was eine reine bösartigkeit ist.
mann kann sich ja ausmalen was ein typ wie der kopf sonst noch denkt aber nicht sagt. es sagt alles über die politische ausrichtung der ÖVP aus, diese partei ist eine gefahr und zwar für jeden österreicher auch für jene die noch gesund sind und eine arbeit haben.
die haben offensichtlich noch viel schlimmere schweinereien vor, weßwegen sie annehmen daß man das enteignete volk der mobilität berauben und "entwaffnen" muß.

WDA !

Harry Y.
 
01
20.10.2011, 21:30

Gott sei's gedankt, wenigstens eine/r. Ich bin sehr erleichtert; thx very much.
Weiter so.
Stimmt es tatsächlich, dass die Grünen und die restl. SPÖ das alles nicht von Belang fand?? Kann das noch wahr sein?

benutzer0
54
11.10.2011, 23:30
wo die fekter recht hat, da hat sie recht.

das kann man auch sagen ohne ein fan von der fekter zu sein

ravenna
01
12.10.2011, 13:54

Aber bitte, doch nicht in diesem Forum!!! Als nächstes geben Sie noch irgendwo dem Schüssel recht....

WAKU
06
11.10.2011, 18:03
Die ÖVP und die Unschärfe

Die wehrte "Volkspartei" möge Ihrer Klientell doch eher nahelegen die ach so arbeitsscheuen älteren Mitarbeiter nicht aus den Betrieben in die "Frühpension" rauszudrängen um Kosten auszulagern an den Staat.

WAKU
01
11.10.2011, 17:58
Falsche Gewürze.

naihoit
01
11.10.2011, 14:58
Nachschärfungen?

Heißt das, daß Firmen, die ältere MitarbeiterInnen nicht bis zur Pension behalten, einen Beitrag leisten müssen.
Oder, daß sich DG-Beiträge zur Sozialversicherung am Durchschnittsalter der Belegschaft orientieren?
Oder, daß Firmen, die ältere BewerberInnen einstellen, geringere Abgaben zahlen müssen?
Wäre ja schön, leider kann ich aber nicht glauben, daß aus dieser Ecke solch vernünftige, also für die Gemeinschaft günstige Vorschläge kommen.
Vermutlich geht es ja wieder nur darum, die "Manövriermassen Arbeitslose vs. Frührentner" parteipolitisch nutzbar zu machen.

ravenna
00
12.10.2011, 14:03

Schon merkwürdig. Die letzten Frühpensionisten in meiner Firma gingen alle freiwillig. Die hatten schlicht und einfach keine Lust mehr, zu arbeiten.

blablabla blablabla
01
11.10.2011, 13:51
bei solchen Sozialpartnern,

braucht man keine Feinde mehr.

Selbständiger
56
11.10.2011, 13:41
Deswegen werde man "nachschärfen müssen".

Ganz eindeutig ja, n a c h s c h ä r f e n.

Auch und vor allem bei jenen, die sich schon in die Frühpension (alle vor dem gesetzlichen Antrittsalter)vertschüsst haben.

Solidarität kann und darf keine Einbahnstrasse sein. Jene, die sich bereits in die Frühpension abgeseilt haben ungeschoren zu lassen und nur wiederum die Jungen zur Kasse zu bitten ist eine Sauerei.

Jeder Einschnitt (Reduzierung) künftiger Pensionen m u s s sich im gleichen Ausmaß auf die bestehenden Pensionen auswirken.

Sonst ist dies kein Umlagesystem sondern ein großer Betrug der ALTEN an den JUNGEN.

Diese Frühpensionisten sollen gefälligst ihren Anteil an der Schuldenpolitik der vergangenen Jahrzehnte mit tragen.

jane doe2
10
12.10.2011, 12:46

Danke, super Posting! Da ist nichts hinzuzufügen. Das wäre einfach nur eine logische Konsequenz und gerecht, aber unser Politiker (ich kann gar nicht mehr sagen was ich von denen halte wegen der Zensur) haben halt Angst vor den aktuellen Wahlen (später sind sie auch schon in ihren Privilegienpensionen) und hängen die ganze läst den zukünftigen Pensionisten um! Es ist nur noch zum Kotzen, abe man darf ja nichts mehr sagen sonst bekommt man mit dem neuen Terroristenparagraph zu tun!

maria maria
03
11.10.2011, 22:12

sie haben noch nicht kapiert, dass die Älteren von den Unternehmen abserviert und in die Frühpension gedrängt werden.Immer wieder geht es nur um die ASVG Pensionisten. Wann werden endlich die hohen Beamten- sowie poltiischen Pensionen, vor allem die bestehenden, an das ASVG herangeführt. Das würde etwas bringen. Es kann doch nicht sein, dass es Leute gibt, die mit Nettopensionen von über 3.000,-- belohnt werden.!!!!

BarbaBianco
 
04
11.10.2011, 20:30
Gehört auch dazu,

dass so manches Unternehmen den etwas älteren Mitarbeiter nahe gelegt hat, möglichst bald eine Invalidenpension zu beantragen. Das gehört auch zum Thema. So mancher Frühpensionist wäre ganz gerne noch im Berufsleben.

Und wie war das, da gab es doch eine Regierung, die der Lehererschaft ein lukratives Angebot zur vorzeitigen Pensionierung gemacht hat - und gpassig wie das leben so spielt, gerade diese Partei meutert am meisten gegen die Frühpensionierung...

system1
61
11.10.2011, 11:58
warum wird den menschen nicht endlich gesagt, dass es in 20 jahren

ÜBERHAUPT KEINE pensionen mehr geben wird?!!! das ist die wahrheit, wir zahlen derzeit völlig sinnlos unsere sozialversicherung ein! es wird nix mehr geben!

wer?
12
11.10.2011, 18:03

warum soll es keine Pensionen mehr geben ?

das einzige was sicher ist ist das staatliche umlagesystem und da wird es immer pensionen geben
seit jahren ist der staatliche zuschuss an pensionen fast gleichbleibend.
vielleicht werden die pensionen etwas weniger
vielleicht müssen wir etwas länger arbeiten
um dem demographische problem entgegen zu wirken
aber pensionen im umlagesystem sind sicher!!!

ob die pensionen im kapital anlagesystem sicher sind ist fraglich

franz fröhlich
01
12.10.2011, 01:05
Die Zuschüsse zum Pensionssystem

waren im ganzen vorigem Jahrhundert prozentuell zum BIP höher als jetzt.

lieschen müller4
15
11.10.2011, 11:33

Es ist zu hoffen,dass viele dieser Maßnahmen auch für die Beamten eingeführt werden,aber halt wir sind ja in Österreich,wo sich ein Beamtenstaat ein ganzes Volk von ASVG Versicherten zur Sicherung der eigenen Privilegien hält....

Mario Ahner
17
11.10.2011, 13:19

Der Gehaltsrechner, der seit Tagen beworben wird, ist ja in einer Hinsicht besonders interessant: Wenn man alle Parameter gleich lässt (Ausbildung, Betriebszugehörigkeit etc.), verdienen pragmatisierte Beamte bis zu 500 Euro brutto mehr als Angestellte. DAS ist ein wahrer Skandal, der von unserer Frauen- und Beamtenministerin überhaupt nicht thematisiert wird.

lieschen müller4
00
11.10.2011, 14:52

Die weiß das vielleicht gar nicht...

Leider Öffifahrer
00
11.10.2011, 15:57
Genau,

und alles Schreckliche wäre niiee passiert, wenn es der Führer gewußt hätte!
/sarcasme off/

lieschen müller4
00
11.10.2011, 16:12
?

Leider Öffifahrer
00
11.10.2011, 18:20
Soll heissen:

"die weiß das vielleicht gar nicht" kanns nicht geben, oder sie ignoriert es - in beiden Fällen ist es ihre Verantwortung, Ausreden gibts keine!!!

lieschen müller4
00
11.10.2011, 19:15

Ich meinte das eher ironisch!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.