Zur Jahresmitte 2011 waren rund 6.500 Personen in Bildungskarenz
Wien - Die Bildungskarenz wird nun Dauerrecht. Das derzeitige Modell wäre eigentlich mit Ende 2011 befristet gewesen, wurde aber im Ministerrat am Dienstag als dauerhafte Regelung beschlossen. Einen entsprechenden Bericht des "Kurier" bestätigte ein Sprecher von Sozialminister Hundstorfer. Nach Angaben des Ministerium waren zur Jahresmitte 2011 rund 6.500 Personen in Bildungskarenz.
2009 war die Bildungskarenz attraktiver gestaltet worden, indem unter anderem die Anwartschaftszeit auf sechs Monate Beschäftigung (davor ein Jahr, bis 2008 drei Jahre) im selben Betrieb verkürzt wurde. Zudem war bereits 2008 statt einem fixen Weiterbildungsgeld-Betrag, der bei 14,53 Euro pro Tag lag, ein fiktives Arbeitslosengeld eingeführt worden. Die Reform 2009 sei als "Krisenmodell" gedacht gewesen, erläutert man im Sozialministerium, habe dann aber dazu geführt, dass sich die Bildungskarenz erst "so richtig etabliert" habe. Arbeitsmarktexperten hatten die Regelung gelobt, da sie Unternehmen dabei helfe, in wirtschaftlichen Krisenzeiten ihren Personalstand zu halten.
Bildungskarenz kann für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis maximal einem Jahr vereinbart werden. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme von mindestens 20 Wochenstunden - für Personen, die Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr betreuen müssen, 16 Wochenstunden. (APA)