Bayerns Innenminister sieht keine Verstöße bei Computer-Ausspähung

11. Oktober 2011, 07:57
2 Postings

Unterstellt dem Chaos Computer Club Verbreitung falscher Behauptungen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kann die Aufregung um den bayerischen Computer-Trojaner nicht verstehen: "Hier werden zum einen Missverständnisse verbreitet und zum anderen vom Chaos Computer Club (CCC) falsche Behauptungen in die Welt gesetzt, sagte Herrmann in einem Interview der "Passauer Neuen Presse" (Dienstagsausgabe). "Soweit es Bayern angeht, ist klar, dass das Landeskriminalamt ausschließlich rechtlich zulässige, von Ermittlungsrichtern angeordnete Maßnahmen durchgeführt hat."

Verteidigung

Herrmann räumte ein, dass im Zuge der Ermittlungen sogenannte Screenshots - Aufnahmen des Bildschirms - gemacht worden seien, "aber darüber ist in den letzten Monaten im Landtag wiederholt berichtet worden. Das ist nichts Neues und kein Geheimnis." Die von bayerischen Beamten ergriffenen Maßnahmen habe das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich für die Verfolgung schwerer Verbrechen für zulässig erklärt. Die Behörden hätten "nichts zu verbergen".

Betonung

In dem Interview versicherte der bayerische Innenminister, "für uns gilt ganz klar das Rechtsstaatsprinzip. Wir wollen Verbrechern auf die Spur kommen. Aber die bayerische Polizei und die Justiz tun nur das, wozu sie durch entsprechende Gesetze ausdrücklich ermächtigt sind. Verstöße kann ich keine erkennen." (APA)

Share if you care.