Kopf des Tages

Pragmatischer Theologe, der rotsehen kann

10. Oktober 2011, 19:26
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    foto: apa

    Heinrich Schmidinger ist neuer Sprecher der Uni-Rektoren.

Der 57-jährige Heinrich Schmidinger rückt an die Spitze der Universitätenkonferenz

Seit zehn Jahren ist Heinrich Schmidinger Rektor der Universität Salzburg und somit der längstdienende Rektor in Salzburg. Nun steht er auch an der Spitze der Universitätenkonferenz (Uniko). Meist wird Schmidinger als ruhig und ausgeglichen beschrieben. Und auch die Aufgabe als Sprecher der Rektoren will er mit Harmonie und konstruktivem Handeln meistern. Das Konzept des Kompromisses habe sich bewährt, aber man dürfe ihn nicht unterschätzen: "Ich kann auch rotsehen", sagt Schmidinger über sich selbst.

Der 57-Jährige ist ein Pragmatiker, der auch an der Salzburger Universität in Zeiten von knappen Uni-Budgets und zunehmenden Studierendenzahlen lieber handelt als jammert. Trotz der Finanzierungsprobleme konnte Schmidinger in den vergangenen Jahren in Salzburg mit einer sehr offensiven Berufungspolitik und neuen Bauvorhaben, wie etwa dem Unipark Nonntal, punkten. Sein größtes Ziel als Uniko-Chef ist es, die Kommunikationskultur in der Hochschulpolitik zu verbessern. Er werde Gespräche mit Geduld führen und dem jetzigen Stillstand und der gegenseitigen Blockade mit Sachlichkeit kontern. Es müsse untereinander ein vertrauensvolles Klima geschaffen werden.

Schmidinger wurde in Wien geboren, maturierte in Vorarlberg und studierte Theologie und Philosophie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Die universitäre Laufbahn war seit jeher sein Wunsch, da auch beide Eltern Historiker waren. Schon 1980 arbeitete Schmidinger als Uni-Assistent im Internationalen Forschungszentrum in Salzburg. 1987 ging er nach Innsbruck, wo er Lektor und stellvertretender Leiter des Tyrolia-Verlages war. Damals lernte er den nunmehrigen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle kennen. Schmidinger lektorierte ein Buch von Töchterle über das Stubaital, das im Tyrolia-Verlag erschien. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute hält.

1993 wurde Schmidinger als Professor für Christliche Philosophie an die Universität Salzburg berufen. Schon zwei Jahre später wurde er Dekan der Theologischen Fakultät und Vorsitzender der Dekanekonferenz. Seit 2001 ist er Rektor der Paris-Lodron-Universität Salzburg.

Nach Tirol pendelt der Uni-Rektor auch heute noch, weil seine Familie in Innsbruck lebt. Schmidinger ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder - und eine Modelleisenbahn, an der an den Wochenenden leidenschaftlich herumgebastelt wird. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, Printausgabe, 11.10.2011)

sennowise
52
11.10.2011, 08:35
Ein Theologe?

Fantastisch. Jetzt haben wirs geschafft.
Sein Forschungsgebiet ist der große gasförmige im Himmel.
Das ist keine Wissenschaft sondern Hokus Pokus. Nächstens präsentieren sie uns Granderwasser Ingenieure.

Aber immer noch besser als solche Jammergestalten wie Gertrude Brinek.

Pacco
02
11.10.2011, 11:00
wenn gasförmig,

... dann wissen Sie mehr als die Wissenschafter (speziell die Naturwissenschafter) - so "einen gasförmigen, da oben" könnte man schon erforschen :-)

mühsam, Ihr Posting

Hosenträgerträger
12
11.10.2011, 00:19
Klingt fast nach einem klugen Mann...

... andrerseits hab ich das von einem gewissen Töchterle auch mal gedacht...

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