Invalide drücken Pensionsalter

Sie gelten als hauptverantwortlich für das niedrige Pensionsalter in Österreich: 28.700 Menschen gingen im Vorjahr unter dem Titel der Invalidität in den Ruhestand, das ist ein Drittel aller Neopensionisten. Beim Antritt waren sie im Schnitt 53 (Männer) beziehungsweise 49 Jahre (Frauen) alt.

Fidele Frühpensionisten, die der Arbeit müde sind? Das vermeintliche Ruhekissen ist hart: Der durchschnittliche Monatsbezug liegt bei 1080 (Männer) und 700 Euro (Frauen). Die aktuelle Generation der Invaliditätsrentner stirbt im Durchschnitt um elf Jahre früher als normale Alterspensionisten. Oft haben sie lange Krankengeschichten und Arbeitslosigkeit hinter sich: 72 Prozent der Männer und 80 Prozent der Frauen zwischen 50 und 59 Jahren treten aus dem Status der Arbeitslosigkeit heraus die Invaliditätspension an. 30 Prozent bezogen zuletzt Krankengeld.

Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die Hauptursache für Invalidität: Ein Drittel aller Betroffenen macht derartige Leiden geltend - das sind dreimal so viel wie noch vor 15 Jahren. (jo, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.10.2011)

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