Protest

"Occupy Wall Street" erreicht Österreich

10. Oktober 2011, 15:41

Im Zuge eines globalen Protesttags am Samstag, 15. Oktober, finden auch in Österreich Aktionen statt

Die Protestbewegung "Occupy Wall Street" erreicht Österreich. Im Internet hat sich auf Facebook die Gruppe "occupy austria" gebildet. Im Zuge eines globalen Protesttags am Samstag, 15. Oktober, finden auch in Österreich Aktionen statt. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac plant gemeinsam mit anderen Organisationen Veranstaltungen in mehreren Städten.

Motto "Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren"

"Wir erklären uns solidarisch mit den Protestierenden an der Wall Street und verstehen uns als Teil einer internationalen Demokratiebewegung", teilte Attac am Montag mit. Unter dem Motto "Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren" plant Attac gemeinsam mit anderen Organisationen der Allianz "Wege aus der Krise" Aktionen in Steyr, Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck, Salzburg und Wien. Diese reichen von Kundgebungen über Speakers-Corners, Straßentheater bis zu Straßenbefragungen "Was empört Sie?" Der Allianz gehören u.a. die Armutskonferenz, Greenpeace, SOS Mitmensch und mehrere Gewerkschaften an.

Alternativen zu Sparpaketen

In immer mehr Ländern Europas sei die Antwort der Regierungen auf die Finanzkrise, die sich in eine Schuldenkrise entwickelt hat: sparen, sparen und nochmals sparen - bei Löhnen, Pensionen, sozialen Dienstleistungen, kritisiert die Allianz auf der eigenen Homepage. Doch das führe zu Rezension. "Alternative Antworten, wie z.B. höhere Steuern auf Vermögen und Kapitaleinkommen oder ein Ende des EU-weiten Steuerwettbewerbs bei Unternehmenssteuern werden nicht oder nur halbherzig diskutiert". Zum Protesttag wurde die Homepage www.15october.net eingerichtet.

Ursprung in New York

Die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") nahm in den USA ihren Ursprung. Eine Handvoll Studenten hatte im September begonnen, im New Yorker Finanzdistrikt im Süden Manhattans gegen die Macht der Banken zu demonstrieren. Die Bewegung breitete sich auf zahlreiche Städte aus. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 42
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He du, nicht einschlafen!
00
14.10.2011, 16:04
Es geht wohl darum, ein Gespür zu bekommen, ob genug Menschen unzufrieden mit Politik, Finanzwelt, etc..

Das mit Attac ist mir unsympathisch, aber glücklicherweise sind viele Einzelne (Gruppierungen) aktiv und bringen Vielfalt und verhindern hoffentlich Instrumentalisierung.

Ich geh hin und schau mal, ob mir die Anzahl der Menschen groß genug erscheint für Veränderungen.

Dann können ja weitere Schritte folgen.

...and miles to go before I scream
20
13.10.2011, 00:37

Grundsätzlich eine gute Sache, ABER:

1. Wie immer fehlen die Lösungsvorschläge. Immer nur dagegen sein bringt auch nix.

2. Werden das am Samstag wieder nur die üblichen 300 Berufsdemonstranten sein und sonst niemand.

He du, nicht einschlafen!
00
14.10.2011, 15:57
Ich bin dabei und habe seit 1994 keine Straßenkundgebungen besucht.

Meine Brötchen bezahle ich selbst.
Lösungsvorschläge gibt es zuhauf, aber zuerst muss man Entscheiden, ob man eine Veränderung überhaupt will.

Salz Burger
20
13.10.2011, 12:25

natürlich sind es nur die Berufsdemonstranten. Die anderen Leute kümmern sich darum, dass sie eben nicht auf der Straße demonstrieren müssen sondern genug verdienen.

Ralf Rotzlöffel
01
12.10.2011, 17:00
Wieder mal ein klassisches Beispiel...

dafür, wie eine urpsprünglich gute Idee durch globale Eigendynamik sich von der Ursprungsidee entfernt und ad absurum geführt wird. Eigentlich Schade

warlock
00
11.10.2011, 23:28
grundsätzlich gute Sache ..

.. wenn ich auch auf die Gefahr hinweisen möchte, dass die Massen mit einem kleinen Entgegenkommen abgespeist werden könnte, der Hype damit stillgelegt wäre, und nur ein Symptom abgeschwächt wäre. Die Bösen sind nicht diejenigen die das system für sich zu nutzen wissen und an der entsprechenden Position sind das tun zu können. Das Böse ist das System selbst, welches genau das fördert. Also wehrt euch gegen den echten Feind. Wehrt euch gegen das System, denn die Nutznießer werden euch immer nur hinhalten.

bernhardjenny
 
11
11.10.2011, 16:31
occupyaustria. occupyworld.

ich halte es für wichtig, dass wir endlich schritte setzen!

http://bernhardjenny.wordpress.com/2011/10/1... cupyworld/

Salz Burger
10
13.10.2011, 12:51

naja, wenn man Zeit hat.
Ich arbeite lieber zu der Zeit und kümmere mich darum, genug zu verdienen.

Raphae1
01
14.10.2011, 00:12

Tut mir leid, dass du auch Samstag abend noch arbeiten musst um genug zu haben. Falls es sich doch ausgeht: 19h Heldenplatz

Salz Burger
00
14.10.2011, 09:51

Ja, es tut mir auch leid, dass ich arbeiten muss, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Aber ich finde, das führt sicherer zum Erfolg, als Demonstrieren.

Raphae1
00
14.10.2011, 12:01

Wir müssen alle arbeiten, aber zum Glück nicht mehr Samstag abends. Mit welchem Erfolg rechnest du? Mehr Geld für dich?

Salz Burger
20
14.10.2011, 12:42

Wenn ich mehr arbeite, verdiene ich mehr. Das ist ein recht einfacher Zusammenhang.

Ich verdiene aber ohnehin genug. Es muss nicht mehr sein. Dass ich am Samstag auch arbeite hängt einfach damit zusammen, dass ich mir meine Zeit frei einteile. Dafür arbeite ich an anderen Tagen nicht so viel. Viel mehr als 40 Stunden pro Woche kommen bei mir auch nicht zusammen, außer bei ganz dringenden Aufträgen.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich arbeiten für besser halte, als zu meinen, mit Demonstrationen würde irgend etwas besser.

Raphae1
00
14.10.2011, 12:55

Allzu frei dürftest du dir deine Zeit aber nicht einteilen können, wenn du es nicht einmal schaffst dein Grundrecht auf öffentliche Demonstration nutzen zu können. Und Solidarität kennst du offenbar nur aus dem Fremdwörterbuch.

Salz Burger
00
14.10.2011, 13:14

Ich glaube, Sie verwechseln da etwas: Natürlich halte ich das Recht zu demonstrieren für ein Grundrecht und Solidarität kenne ich auch.
Aber: Das bedeutet nicht, dass man bei jeder Demo dabei sein muss, schon gar nicht, wenn die Ziele mir nicht sinnvoll erscheinen. Ich nehme mir das Recht heraus, selber zu entscheiden, was ich gut und was ich schlecht finde. Ich brauche dazu keine Vereine oder globalisierungskritische Netzwerke. Die sind was für Leute, die gerne das Denken anderen überlassen.

Also nochmal: Ich halte diese Demos am Samstag für dumm, weil ich die Ziele für falsch halte.

Aber vermutlich gehen da viele Leute hin, denen es recht egal ist, wofür oder wogegen demonstriert wird. Hauptsache es ist was los. Kann ein Ziel sein.

Raphae1
00
14.10.2011, 13:53

Welche Ziele hältst Du für falsch?

Salz Burger
00
14.10.2011, 14:16

Außerdem denke ich, dass es bei diesen Demos vor allem darum geht, Netzwerken wie attac und anderen wieder mal Gelegenheit für ein identitätsstiftendes Ereignis zu geben. Solche Vereine brauchen ja ständig etwas. Weil wo nichts los ist, da geht niemand hin.

Ändern wird sich nichts, es ist eh ohnehin fast alles in Ordnung. Und den Rest, der nicht passt, der wird vom Markt weggefegt.

Raphae1
00
16.10.2011, 15:07
weggefegt

Genau um dieses wegfegen geht es. Niemand will weggefegt werden und viele wollen auch nicht, dass andere benachteiligte Gruppen weggefegt werden.

Salz Burger
00
16.10.2011, 15:24

der Markt entfernt keine benachteiligten Gruppen aus Menschen.

Er entfernt beispielsweise Unternehmen die nicht das erzeugen, was der Kunde will. Oder Produkte, die nicht mehr verkauft werden können. Und vergebene Kredite, die nicht mehr zurückzahlbar sind.

Raphae1
00
16.10.2011, 23:55

Natürlich "entfernt" der Markt auch Menschen, nämlich jene die sich nicht kapitalistisch ausbeuten lassen. Diese sind für den Markt wertlos. Nein, sie sind sogar ein Kostenfaktor. Früher oder später wird dieser dann "entfernt".

Salz Burger
00
17.10.2011, 09:41

Das stimmt nicht. Der Markt nutzt jede Ressource, auch Menschen die hilfsbedürftig sind. Da hat sich ein relativ großer Markt entwickelt, der sich auf diese Mitmenschen spezialisert hat.
Von Seniorenheimen, wo viele Leute arbeiten, bis zu Hilfsorganisationen, die von den Spenden gutläubiger Mitmenschen leben. Nicht zu vergessen, die Kirchen, die im Abzocken alter und kranker Leute viele Jahrhunderte lang Erfahrung gesammelt haben.

Raphae1
00
17.10.2011, 15:03
Menschen eine Ressource?

Doch das stimmt. Hilfsbedürftige Menschen sind keine Ressource, deshalb wurden sie in den USA auch aus den Krankenhäusern geworfen, wenn sie keine ausreichende Privatversicherung hatten. Ja sogar die Versicherung hatten sich - vor Obamas Gesundheitsreform - geweigert kranke Menschen überhaupt zu versichern.

Salz Burger
00
17.10.2011, 16:23

Sie werden auch bei uns keine Versicherung finden, die freiwillig kranke Menschen versichert. Außer sie müssen, wie es eben bei den Sozialversicherungen hier üblich ist.

Raphae1
00
17.10.2011, 17:21

Dann hat also der "freie Markt" doch nichts übrig für kranke Menschen, wie? Die würden dann einfach weggefegt, wenn es keine Gesetze mehr gibt, die das verhindern.

Salz Burger
00
17.10.2011, 17:43

Falsch. Kranke Menschen haben einen hohen Aufwand an Pflege und anderen Dingen, die ein Gesunder nicht hat. Dafür hat der Markt genauso ein Angebot. Und die Menschen nutzen es.

Raphae1
00
17.10.2011, 19:47

... solange sie bezahlen können. Sonst ...

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