Weitere Teuerung für Studierende im Kielwasser der Familienbeihilfekürzung
Wien - Seit diesem Semester kommen erhebliche Mehrkosten auf Studierende zu. Davon betroffen ist auch die studentische Selbstversicherung.
Sabine W. studiert Jus in Wien und kann sich ihren Studienabschluss durch ein Stipendium finanzieren. Um in dieser Zeit krankenversichert zu sein, ist sie auf die Selbstversicherung angewiesen. Mitte Juni flatterte ein unerwartetes Schreiben ihrer Sozialversicherung, der Wiener Gebietskrankenkasse, ins Haus: Der monatliche Versicherungsbeitrag sei ab Juli doppelt so teuer.
In der Aufregung um die Kürzung der Höchstbezugsdauer der Familienbeihilfe blieb eine weitere Teuerung weitgehend unbeachtet: Still und leise wurde auch der Zuschuss zur studentischen Selbstversicherung gestrichen, die bisher zur Hälfte das Wissenschaftsministerium übernahm. Der betreffende Vertrag wurde schon letzten Oktober gekündigt.
Nach Angaben der Gebietskrankenkasse sind von der Erhöhung alleine in Wien über 16.000 selbstversicherte Studierende betroffen, die nun exakt doppelt so viel zahlen müssen: 49,85 Euro monatlich. Kein geringer Betrag. Besonders dann nicht, wenn ein Stipendium das einzige Einkommen bilden darf. Sabine W. hat nun einen Antrag gestellt, ob die Mehrkosten der Versicherung durch eine weitere Studienförderung übernommen werden können. Die Antwort darauf steht seit Juli aus. (Stefanie Preiner, UniStandard, Oktober 2011)