Stockholm

Wirtschaftsnobelpreis an US-Ökonomen

10. Oktober 2011, 14:13
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    Christopher A. Sims

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    Thomas J. Sargent

Die Volkswirtschafter erforschen Zusammenhänge zwischen politischen Entscheidungen und ihren makroökonomischen Folgen

Wien - Die Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2011 heißen Thomas J. Sargent (New York Universität, geb. 1943) und Christopher A. Sims (Princeton-Universität, geb. 1942). Die US-Wissenschaftler werden für Methoden ausgezeichnet, die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftspolitik und volkswirtschaftlichen Rahmendaten wie Inflation, Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt (BIP) untersuchen.

Ein Sprecher des Nobelkomitees sagte, die beiden Wissenschaftler hätten Methoden entwickelt, um die praktischen Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen zu überprüfen. Als Beispiel nannte er Nationalbanken, die aufgrund der Arbeitsergebnisse von Sims und Sargent bessere Prognosen erstellen könnten.

Ursache und Wirkung in der Makroökonomie

Das Komitee begründete seine Entscheidung für 2011 damit, dass Sargent und Sims bahnbrechende Forschungsergebnisse bei ihrer empirischen Forschung "zu Ursache und Wirkung in der Makroökonomie" (Volkswirtschaft) erzielt hätten.

Sims sagte am Telefon, er freue sich und sei überrascht von der Mitteilung über den Stockholmer Preis. Auf die Frage, wie er seine Hälfte der Dotierung angesichts der derzeitigen Krise auf den Finanzmärkten zu investieren gedenke, sagte er: "Ich werde es wohl eine Weile in Cash behalten und dabei über die Verwendung nachdenken."

Nachzügler unter den Auszeichnungen

Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 verliehen. Er wurde von der schwedischen Reichsbank gestiftet, um der wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Fragen Rechnung zu tragen. Es ist nund bereits das zwölfte Mal in Folge, dass mindestens einer der Preisträger aus den USA kommt. Im 2009 wurde erstmals auch eine Frau, die Ökonomin Elinor Ostrom, mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

Die Verleihung der Nobelpreise erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. Die Nobelpreise sind derzeit mit jeweils zehn Millionen schwedischer Kronen (1,07 Millionen Euro) dotiert. Der Wirtschaftsnobelpreis ist ein "Nachzügler" unter den Auszeichnungen: Im Gegensatz zu allen anderen Nobelpreisen wurde der Preis für Wirtschaftswissenschaften nicht 1895 von dem Unternehmer Alfred Nobel, sondern erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet. Die Auszeichnung "in Gedenken an Alfred Nobel" soll an Wissenschafter vergeben werden, die dazu beitragen, die wirtschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart zu bewältigen.

Erste Preisträger waren 1969 der Norweger Ragnar Frisch und der Niederländer Jan Tinbergen. Der Preis wurde bisher an 67 Wirtschaftswissenschaftler vergeben - die meisten von ihnen sind Amerikaner. Als bisher einziger Österreicher wurde 1974 Friedrich August von Hayek (1899-1992) gemeinsam mit Gunnar Myrdal (Schweden) mit dem Wirtschaftsnobelpreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie und seine Analysen der wechselseitigen Abhängigkeit von wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Verhältnissen ausgezeichnet. (APA/red)

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11
11.10.2011, 09:06
Mir gefällt das standard-forum weil:

Leute, die zu Beginn der Wirtschaftskrise zum ersten Mal den Wirtschaftsteil einer Zeitung gelesen haben, sind jetzt schon Wirtschafts-Experten und können lustige Zoten über die Wirtschaftswissenschaft reissen.

oblomow II
10
11.10.2011, 14:57
Sie haben

mehr recht, als Sie glauben.... seufz

Taji Soron
00
11.10.2011, 09:45

Ist doch schön, dasss es manchmal auch noch etwas zu lachen gibt, wenn es ums Thema Wirtschaft geht. Dass dem derzeit im Allgemeinen nicht so ist liegt zu keinem geringen Teil an denen, die Sie wahrscheinlich als "echte Experten" bezeichnen würden...

bauchidgw
33
10.10.2011, 18:18
wirtschaftsnobelpreis gibts ned

"Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel"

... Und Nobel rotiert im Grab ....

Taji Soron
08
10.10.2011, 17:55
Alt, aber gut

Ein Mathematiker, ein Statistiker und ein Ökonom bewerben sich um denselben Job.

Beim Bewerbungsgespräch wird zuerst der Mathematiker hineingerufen. Der Personalchef sagt: "Ich stelle ihnen zunächst eine einfache Frage: Wieviel ist 2+2?"
Der Mathematiker antwortet: "4"
Personalchef: "Genau 4?"
Mathematiker: "Ja, exakt 4"

Auf die gleiche Frage antwortet der der Statistiker: "Im Durchschnitt 4, mit einer Standardabweichung von 10%."

Als der Ökonom gefragt wird, steht er auf, versperrt die Tür, rückt ganz nah ans Ohr des Personalchefs und fragt: "Was soll denn rauskommen?"

Elron Abarth
00
11.10.2011, 09:17

wenn ich den erzähle, ist es ein Buchhalter

chrilly donninger1
11
10.10.2011, 17:32
Auszeichnung eines Zombies

Im Buch
http://www.amazon.de/Zombie-Ec... r-mr-title
sind die Rationalen Erwartungen eine der Ökonomischen Zombie-Theorien.
Selbst in der Mainstream-Ökonomie ist das Schnee von gestern.
Wenn man sich auch nur 1 Woche mit der Börse beschäftigt, kommt einem die Vorstellung, die Akteure würden gemäss den Rationalen Erwartungen agieren, vollkommen absurd vor. Man muss schon sehr ideologisch verblendet sein um sowas zu glauben. Es ist in meinen Augen auf dem Niveau des Dogmas von der Jungfräulichen Geburt Mariens.
Aber gut, die Ökonomie ist keine seriöse Wissenschaft. Es gibt keinerlei anerkannten Kriterien ob etwas richtig oder falsch ist. Es ist wie bei der Literatur Geschmacksfrage der Juroren.

aceFruchtsaft
00
10.10.2011, 18:08

Ein Kriterium, ob etwas wahr oder falsch ist, gibt es in den Sozialwissenschaften allgemein nicht. Ist also kein rein ökonomisches Problem.

Mostbluzza
00
11.10.2011, 09:38
sobald sie in die tiefen der

finanzmathematik eintauchen, danach modelle entwickeln, mit schönen formeln und tollen computern, haben sie jede interpretierbare "freiheit" verloren und bekommen ergebnisse.
je nach lust und laune, können sie diese ignorieren oder milliardenfonds danach managen.

seit ich benoit mandelbrot las, weiss ich, dass diese dilettanten auch statistisch-mathematisch falsch liegen und von sozio-ökonomischen dingen überhaupt keine ahnung haben.

kurioserweise sagen sie die sogar selbst, dass massnahmen nicht mehr wirken, wenn die leute sie erwarten usw ... na nona. aber mit einer recht primitiven annahmen, schön mathem. verpackt, haben schon viele amis ihre preise abgeholt und viele "banker" ihre schecks. von wirtschaft aber keine tau.

siu
01
10.10.2011, 17:53

wenn du meinst, dass die zwei den preis für rationale erwartungen bekommen haben, dann liegst du allerdings ziemlich falsch.

oblomow II
20
10.10.2011, 17:52
Sie glauben also

die untersuchung makroökonomischer folgen politischen handelns, wäre kaffeesudlesen wegen der börse?
Sie haben schon mal was von der jungfräulichen geburt marias gehört? (was selbst die verbortesten katholen nicht glauben).

Sie sind ein scherzbold ...
entlarvendes posting. aber passt gut da herein ...

knievel
02
10.10.2011, 17:21

die haben das sicher nicht erwartet oder?

chrilly donninger1
00
10.10.2011, 17:36
Nein, sie sind ja nicht der liebe Gott

Der ist der einzige Akteur der gemäss der Rationalen Erwartungen agieren könnte. Ich vermute aber, dass Gott das Marktgeschehen und die Börse nicht so interessiert. Das Spiel ist für Gott zu einfach.
Er gewinnt auch gegen Schachspieler, aber da muss er zumindest schon aufpassen.
Leider ist vom Match W.Steinitz gegen L.Gott weder die Partienotation noch das Resultat bekannt.

1116er
31
10.10.2011, 16:53
der korrekte nobelpreis für die 'leistungen' dieser kaffeesudleser

wäre eine dynamitpatrone unterm bürostuhl!

oblomow II
20
10.10.2011, 18:03
ah

Sie kennen die arbeit dieser herrn? interessant
hams an link oder eine kurzbrschreibung?

Pyros
54
10.10.2011, 16:17
Man sollte den wirtschaftsnobelpreis höher dotierten

Und dafür die unnötigen Preise für Physik oder Chemie abschaffen.

Taji Soron
03
10.10.2011, 17:34

Man könnte auch einen für Astrologie und Kaffeesudlesen einführen, da hätten die Ökonomen auch gute Chancen, berücksichtigt zu werden.

Nik M
02
10.10.2011, 17:31

Aber die Auswahl sollte transparenter werden. Ich versteh z.B. nicht, wieso auch diesmal wieder nicht einer der Herren, die mir immer in ihrem Taxi auf dem Weg zum Flughafen eine Kostprobe ihres Wissens geben, auch nur nominiert wurde.

Tan S. Taafl
02
10.10.2011, 19:16
Genau das ist das größte Problem auf der Welt ..

.. diejenigen, die wüßten, wie es besser geht sind mit Taxifahren und Haareschneiden beschäftigt!

Für Doping im österreichischen Fußball
02
10.10.2011, 17:16

Zusätzlich sollte man einen Esoterik-Nobelpreis schaffen

DThl
02
10.10.2011, 16:31
Für so viel Hintergründiges

gibt es von mir grün!

Gegenflieger
00
10.10.2011, 16:30

Kann man euch Trolle nicht irgendwie abschalten?

?und
00
10.10.2011, 17:40
sagns einfach, "troll dich" ironimus

Michel Berger
00
10.10.2011, 16:04
US - Ökonomen, weils die Besten sind.

Anton Szanya
 
32
10.10.2011, 16:02
Zur Richtigstellung

Es gibt keinen Wirtschaftsnobelpreis, sondern nur einen Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften.
Angesichtes der immer wiederkehrenden wirtschaftlichen Turbiuenzen fragt es sich, wo auf dem Gebiet der Wirtschaft die Wissenschaftlichkeit und der Nutzen für die Menschheit, den Alfred Nobel fürdie Träger des von ihm gestifteten Preises verlangt hat, sind und daher auch, welchen Sinn dieser Preis haben soll. Den Intentionen Nobels entspricht er jedenfalls nicht.

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