Heimische Kommunikationsprofis als Heavy User im Social Web

10. Oktober 2011, 11:17
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Studie zur Social Web-Nutzung in der Kommunikationsbranche von ikp und 3MfB

"Das Social Web ist und bleibt ein Thema, das die Kommunikationsbranche beschäftigt", sagt Peter Hörschinger, Geschäftsführer von ikp. Die PR-Agentur hat gemeinsam mit dem Markt-, Meinungs- und Medienforschungsinstitut 3MfB rund 80 PR-Agenturen und Unternehmen, allesamt Mitglieder des PRVA, sowie 138 PR-Praktikerinnen und -Praktiker zur Nutzung von Social Media befragt.

94 Prozent der PR-Expertinnen und -Experten gaben, an Social Media-Plattformen persönlich zu nutzen. 88 Prozent sind dabei im Business-Netzwerk Xing, 85 Prozent bei Facebook vertreten, wesentlich weniger Beteiligung herrscht bei Twitter (36 Prozent) und Youtube (31 Youtube). "Ein ganz anderes Bild zeichnet sich allerdings bei der Betrachtung der Nutzungsfrequenz ab. Hier gibt Facebook ganz klar den Ton an, dort sind 72 Prozent der Befragten fast täglich anzutreffen, während Xing von 76 Prozent einmal pro Woche oder seltener aufgerufen wird. Das ist ganz klar auf die Art der Nutzung zurückzuführen, mehr als die Hälfte der PR-Profis nutzen Xing ausschließlich beruflich, bei Facebook verschwimmen diese Grenzen", erklärt Günther Brandstetter, Gründer von 3MfB.

Den Nutzen von Social Networks sehen die PR-Fachleute in erster Linie in der Kontaktpflege zu Branchenkolleginnen und -kollegen (50 Prozent), danach folgen Recherche mit 37 Prozent und Kontakt zu Auftraggebern/Kunden (36 Prozent). Die größte Bedeutung messen die PR-Profis dem Social Web in den Bereichen B2C-Kommunikation, Krisenkommunikation und Reputations-Management bei. "Social Media gewinnt offenbar vor allem in der Kommunikation zum Endkunden an Bedeutung - verdrängt werden andere Kommunikationskanäle in den PR deshalb freilich nicht. Obwohl die Nutzerzahlen des Social Web für sich sprechen: Ein Allzweck-Kommunikationmittel werden Facebook und Co. auch in Zukunft nicht werden", so Hörschinger.

Eigene Social Web-Strategie

"Social Web ist kein kurzzeitiges Phänomen, sondern vielmehr eine neue Denkweise und ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskommunikation. Die Studie zeigt, dass sich viele PR-Agenturen und Kommunikationsabteilungen dieser Tatsache bewusst sind - Raum nach oben ist aber trotzdem noch da", resümiert Brandstetter. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Agenturen und PR-Abteilungen verfügen über eine eigene Social Web-Strategie. Dabei setzen PR-Agenturen häufiger auf intern vorhandenes Know-How (61 Prozent) als Kommunikationsabteilungen von Unternehmen, Organisationen bzw. Institutionen (32 Prozent). Das Zurückgreifen auf interne Ressourcen ermögliche einen Zeitvorteil, die Zeitspanne von der Idee bis zur Umsetzung bei Agenturen sei geringer: Durchschnittlich ein Monat brauchen Agenturen, um Social Web Aktivitäten zu implementieren, Kommunikationsabteilungen nehmen sich hier im Schnitt rund drei Monate Zeit.

PR-Agenturen, die über eine eigene Social Web-Strategie haben (ca. 75 Prozent), verfügen auch über einen Social Media Manager, also eine Person, die für alle Aufgaben rund um das Social Web verantwortlich ist. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der PR-Agenturen haben das Erstellen von Social Web-Strategien für Kunden in ihr Leistungsportfolio aufgenommen. "Social Networks haben die B2C-Kommunikation und den direkten Dialog mit Konsumenten revolutioniert. Daher verwundert es wenig, dass die befragten PR-Profis in diesem Bereich die Zukunft sehen und 76 Prozent die Bedeutung in drei Jahren hoch oder sehr hoch einschätzen", so Hörschinger. (red)

  • Auszüge aus den Ergebnissen der Studie "PR & Social Web Relations" von ikp und 3MfB

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