SMS-Rivalen

Der "Horror" der Mobilfunker: iMessage, Skype und Co

Analyse | Birgit Riegler, 10. Oktober 2011, 10:40
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    foto: dapd

    Apple fischt mit iMessage bald im Kerngeschäft der Mobilfunker mit SMS

Apples iMessage und Apps wie Skype oder WhatsApp fischen im Kerngeschäft der Mobilfunker

Die zunehmende Verbreitung von Smartphones beschert den Mobilfunkern zwar wachsende Einnahmen bei mobilen Internetzugängen, doch gleichzeitig bedeuten diese eine Bedrohung für das klassische Mobilfunk-Geschäft. Immer mehr VoIP- und Messenger-Apps bieten eine günstigere oder sogar kostenlose Alternative zu Telefonie und SMS. Ab 12. Oktober kommt ein neuer Player hinzu: mit dem Update auf iOS 5 führt Apple iMessage ein, mit dem Nutzer untereinander kostenlos Nachrichten versenden können.

iMessage

Die direkte Integration in das Betriebssystem könnte iMessage schnell zur ersten Wahl für iOS-User machen. Damit erhalten ab Mittwoch alle Nutzer von iPhone 3GS, 4 und später 4S, iPad und iPad 2 sowie dem iPod touch der dritten und vierten Generation die Möglichkeit kostenlose Nachrichten, Fotos und Videos untereinander zu versenden. Außerdem müssen Nutzer den Dienst nicht erst konfigurieren. Aber auch Google und Microsoft - nicht zuletzt mit der Übernahme von Skype - arbeiten für ihre Plattformen Android und Windows Phone an ähnlichen Diensten.

Cross-Plattform-Apps

Während iMessage ähnliche wie der Blackberry Messenger die Nutzer enger an die Plattform binden soll, funktionieren Drittanbieter-Apps Plattform-übergreifend. Einer der bekanntesten VoIP-Dienste ist Skype, das Telefonate über das Internet nicht nur am PC, sondern mittlerweile auch auf iPhone/iPad, Android- und Symbian-Geräten ermöglicht. Telefonate und Textnachrichten zwischen Skype-Nutzern sind kostenlos. Spannend wird hier vor allem, wie Microsoft Skype in Windows Phone integriert. Alternativen zu Skype bilden Apps wie Viber, das unter iPhone und Android ebenfalls kostenlose Telefonate und Nachrichten bietet, oder der Messenger WhatsApp für Android, iPhone, Symbian und Blackberry.

Kerngeschäft bedroht

Doch egal ob die Dienste nun in das Betriebssystem integriert sind, oder als Stand-alone-Apps aus diversen App Stores und Markets heruntergeladen werden können, sie untergraben das Kerngeschäft der Mobilfunker. Für SMS müssen Kunden extra zahlen, sei es nun auf Basis einzeln verschickter Nachrichten oder mit einer eigenen SMS-Pauschale. Messenger-Dienste nutzen jedoch die Internetverbindung, die Mobilfunker über eigene Tarife abrechnet. Bei Zugang über kostenlose WLAN-Hotspots entgehen den Providern die Einnahmen komplett.

30 Prozent des Endkundenumsatzes

In Österreich wurden 2010 6,4 Milliarden SMS verschickt (der WebStandard berichtete). Dabei machen SMS und MMS mit rund 756 Millionen Euro knapp 30 Prozent der gesamten Endkundenumsätze am Mobilfunkmarkt aus. Mobiles Breitband ist jedoch rasant am Vormarsch und konnte eine Zuwachsrate von 30 Prozent verzeichnen. In einigen Märkten wird aufgrund der wachsenden Popularität von Messaging Apps aber auch der Nachrichtenfunktionen von Social Networks bereits ein Rückgang beim SMS-Aufkommen verzeichnet, berichtet die New York Times. Das sei etwa in den Niederlanden der Fall.

Teufelskreis iPhone?

Speziell mit dem iPhone scheinen die Mobilfunker in einen Teufelskreis geraten zu sein. Einerseits hat es die Verbreitung von mobilen Internetzugängen angekurbelt, beschert den Mobilfunkern Einnahmen aus den teilweise teuren Datentarifen, und erfreut sich am Markt immer noch großer Beliebtheit. Andererseits zahlen die Mobilfunker auf jedes iPhone drauf. Vor kurzem beklagte erst Orange-Chef Michael Krammer, dass das Apple-Handy pro Stück mit 400 US-Dollar gestützt sei. 30 Prozent des Apple-Umsatzes im zweiten Quartal sei somit von den Mobilfunkern gekommen. "Wir sind feste Trottel", kommentierte Krammer. "Die meisten von uns sind börsennotierte Unternehmen, die zweimal jährlich durchschnittlich zehn Prozent Rendite an unsere Aktionäre ausschütten, um diese zufrieden zu halten. Würden wir diese nur zweimal einbehalten, könnte sich beispielsweise die Telekom France Skype leisten, aber nein, das tun wir nicht." Nun bleibt abzuwarten wie sich iMessage auf den SMS- und MMS-Markt auswirkt und wie die Branche auf eventuelle Umsatzrückgänge reagieren wird. (br/derStandard.at, 10. Oktober 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 170
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ChilliPalmer
00
11.10.2011, 21:35
Zuerst helfen Sie Apple an die Macht, indem sie iPhones für lau verschleudern,

und dann beklagen sie sich, dass Apple ihnen in den Rücken fällt.

Ironischerweise haben den selben Fehler die Zeitungsfritzen auch schon gemacht.

Kein Heute ohne Morgen
01
11.10.2011, 11:44
Sg. Standardredaktion,

irgendwie hab ich den Eindruck, dass Sie Apple hofiert.

Da schreibt Ihr einen Artikel über SMS-Rivalen und dann fangt Ihr GENAU mit einer proprietäten App von Apple an.

SMS ist HEUTE schon Plattform- UND Providerunabhängig. Ein Ersatz MUSS das daher ebenfalls sein, sonst IST es eben kein Ersatz.

Oder wie stellt ihr Euch vor, wie die Kids mit dem i-Phone sonst mit den Kids mit Android-Handys Nachrichten austauschen können?

Ihr werdet aber schon wissen, warum Ihr daher nicht als Aufmacher gleich die Cross-Plattform-Apps nehmt ;-)

Hagbard.Celine
00
11.10.2011, 12:56

Hmmmmmm WhatsApp machts auf 4 Plattformen gleichzeitig!!!1einself.

Blanca Hohn
01
11.10.2011, 11:34
Bei den derzeitigen Tarifen Blödsinn.

Der Engpass sind die Daten - 1 GB ist im Nullkommanix verbraucht. Ein bisserl Surfen, Apps oder Musik downloaden, ein wenig Google Maps. Sense.

1000 SMS? Bin ich 13? Brauch ich kein einziges. Sprachminuten reichen bei normalem Mitteilungsbedürfnis auch 100 oder 150.

Und da werd ich ausgerechnet mit den knappen Daten auch noch skypen??

Alkolix
00
11.10.2011, 12:47
bei drei bekommt man

um 12€/monat unbegrenzt inet (mit drosselung ab 5GB) und 1000 sprachminuten/sms ohne bindung

Kein Heute ohne Morgen
00
11.10.2011, 11:47
1GB um 4 EUR

und jedes weitere angefangene wieder 4 EUR,

Wer mehr zahlt ist wohl selber schuld.
;-)

Übrigens mit 1GB kommt man super durch, vor allem bei Kurznachrichten, die fressen ja nicht viel UND wer kein WLan zu Hause nutzt, ist übrigens auch selber schuld ;-)

Blanca Hohn
00
11.10.2011, 12:15
"UND wer kein WLan zu Hause nutzt"

Tja, mit voller Hose ist gut stinken... ;-)

Hab ich seit 2 Wochen eh - nach einem Jahr. Leider sind unsere Anschlüsse im Parterre und auch mit zwei verschiedenen Routern und einem Repeater haben wir es nicht geschafft, ins Obergeschoss durchzudringen.

Jetzt haben wir DLan über die Steckdose, dem ich mich lange verwehrt habe, weil es so sauteuer ist. Aber es wirkt! ;-)

AlBundyFan
 
00
11.10.2011, 13:16
warum nicht?

wenn die wände so dick sind, daß man sie nicht mit wlan durchdringen kann... was hst du mit deinen routern gemacht.

bei den anschlüssen im paterre einen router und dann ein netzwerkkabel durch die decke in den oberen stock udn dort ein wlan-modem aufstellen.

was war dein problem?

Blanca Hohn
00
11.10.2011, 14:57
"dann ein netzwerkkabel durch die decke"

Scherzerl. :-) In einer Wohnung, in der ich einmal wohne, werden keine Kabel verlegt und ganz sicher, sicher nie, Löcher gebohrt.

Lärm, Schmutz und Staub sind das Problem. :-)

AlBundyFan
 
00
11.10.2011, 15:12
na dann hol dir halt einen profi oder einen befreundeten heimwerker

und lass dir das kabel unterputz legen....

wenns gut gemacht ist, dann sieht man nichtmal, daß da ein kabel mehr in der mauer ist.

Blanca Hohn
00
11.10.2011, 17:27

....ja, aber wie gesagt, das dLAN übers Stromnetz funktioniert jetzt sehr gut. Kann ich nur empfehlen!

Auto Bus
00
11.10.2011, 11:13
Schon bloed....

wenn die Kunden die Datenpakete fuer die sie zahlen auch oooh Horror!!! auch benutzen.......

Es wird Zeit haenderingend einen Spendenaufruf fuer die armen Telekomkonzerne zu starten!

P.S. Die staendige Jaemmerei der Telekoms beweist nur, dass sie in der Vergangenheit die Kunden wohl maximal geschroepft haben, da sie heutzutage bei den fuer die Kunden ertraeglicheren Preisen so "wenig" verdienen.

Ob wohl auch die gemeinen Mitarbeiter fuer ihre Arbeit so grosszuegig entlohnt werden wie die Aktionaere?

*.*
00
11.10.2011, 10:41

ähem

sms: sender zahlt (eine übertrieben hohe gebühr im verhältnis zum übertragenen datenvolumen)

mail/chat/instant messenger: sender UND emfänger zahlen (eine vom tel.anbieter festgelegte "faire" gebühr im verhältnis zum datenvolumen)

tel: sender zahlt (eine inzwischen "angemessene" gebür im verhältnis zum datenvolumen)

voip: anrufer UND angerufener zahlen (eine vom tel.anbieter festgelegte "faire" gebühr im verhältnis zum datenvolumen)

ergo: bei den "neuen" methoden langen die provider doppelt zu (sender und empfänger).
evtl. sogar 3mal, der server für die messenger dienste bzw voip muss ja auch gebühren zahlen.

die veraltete sms technologie wurde und wird zu hoch berechnet.

Cesarus55
00
11.10.2011, 09:33
normalerweise

schreibt man sich ja heute mails. Von einem handy zum anderen. Weil da kann ich auch 5.000 im monat schreiben und es kostet keinen Cent mehr.

weil dass man von jedem smartphone aus auch mails verschicken kann dürfte hier irgendwie untergehen.

Alkolix
02
11.10.2011, 12:48
ach

e-mail ist doch total veraltet, warten wir mal auf das i-mail dann ist es wieder in ;)

Pat Conley
20
11.10.2011, 10:26

Normalerweise schreibt man heute längst keine E-Mails mehr, sondern Statusmeldungen oder Nachrichten per Facebook, Google+ oder Skype.

Fondueesser
01
11.10.2011, 09:30
iMessage in iOS 5

Anhand einiger Kommentare scheint mir, dass nicht alle die Funktionsweise von iMessage begriffen haben. Man braucht sich keine Gedanken machen, dass das Gegenüber die Nachricht vielleicht nicht erhalten könnte, weil er kein iMessage hat.
iMessage ist im neuen iOS5 in der Nachrichten-App integriert. Man schreibt wie bisher eine Kurznachricht. Hat das Gegenüber kein iOS 5, ist das Nachrichtenfenster grün und es wird eine kostenpflichtige SMS verschickt. Hat das Gegenüber iOS 5, ist das Nachrichtenfenster blau und es wird eine kostenlose iMessage verschickt. Das macht die Nachrichten-App in iOS 5 automatisch. Ich muss also nicht entscheiden, schreibe ich jetzt eine iMessage oder muss ich eine SMS schreiben.

the lazy crazy
02
11.10.2011, 10:19
Woher weiß mein iPhone...

...daß der Adressat ein iPhone hat?

Seltsam, sehr seltsam.

Bernd Liefert
00
11.10.2011, 12:50

Handshakeversuch.

awsd
00
11.10.2011, 11:49

für das würd ich gern gleich mehrere grün geben..

ROFL LOL
01
11.10.2011, 08:25

omg da schenkens 1000 gratis-sms her und regen sich dann auf wenn die Leute mit Blackberry Messenger oder iMessage Nachrichten versenden ....

iMessage und BBM funktioniert ja sowieso nur mit apple bzw. Blackberry Geraeten ... und wer hat schon Freunde, die alle das Gleiche Handy haben .....

wird wieder heisse Luft produziert .... :)

Meine Meinung passiert einfach
 
00
11.10.2011, 10:00
1000 SMS mit Pauschale zu verkaufen

ist denke ich eher eine Möglichkeit, überhaupt
Geld mit diesen Diensten zu verdienen, von Leuten die eigentlich nur Daten-Dienste konsumieren

Otto Normalnichtraucher
00
11.10.2011, 09:21
dann können sie schreien ...

"Unlimitiert SMS senden! Jetzt!"
Und sie werden nix verlieren, da kaum mehr SMS versendet werden. Sehr schön.

Cepheus
01
11.10.2011, 08:03
Apple hats wieder mal erfunden, oder doch nicht?

Siehe Google Talk. Ist auf jedem Android Handy drauf.

QUANTUM
00
11.10.2011, 02:30

also hr krammer, dann verdient ihr sowieso gut, wenn die mobilfunker soviel icash für das iphone abtreten können. die berechnung möchte ich mal sehen, das unternehmen etwas herschenken.

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