Videocast von Robert Misik - Folge 202

Schon wieder Steuerkohle für die Banker

9. Oktober 2011, 21:27

Plus: Ist die Occupy Wall Street Bewegung ein Wendepunkt?

Europas Banken sind bedrohlich wackelig. Sie werden wieder Geld vom Staat brauchen. Wahrscheinlich ist das unumgänglich. Aber eines darf nicht wieder passieren: Dass die Banken das Geld der Steuerzahler nehmen und dann weiter nach ihren Spielregeln spielen - also das Gemeinswesen ausplündern und in die Tasche der Investoren und der Banker schaufeln. Banken, die Geld vom Staat erhalten, müssen in das Eigentum des Staates übergehen. Und der muss ihnen gesellschaftlich akzeptierte Regeln diktieren.

Vielleicht ist die Occupy Wall Street Bewegung ja ein Wendepunkt. Kaum jemand dachte, dass da etwas Größeres draus wird. Und drei Wochen später sind alle überrascht. "Möglicherweise sehen wir gerade den Aufstieg einer Volksbewegung, die, anders als die Tea Party, auf die richtigen Leute zornig ist", sagt Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman.

Ja, und man soll ja nie etwas ausschließen: Vielleicht erleben wir mit den am 15. Oktober geplanten "Occupy-Austria"-Aktionen eine ähnliche Überraschung. Mehr dazu hier: http://www.facebook.com/OccupyAustria

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Posting 1 bis 25 von 111
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Peter W01
00
2.11.2011, 13:28
AndiBacher1985
00
15.10.2011, 18:42
Was ich mich frage:

1) Warum übernimmt der Staat nicht die Aufgaben der Banken, die der Grund sind, warum man sie nicht pleite gehen lässt?

2) Mit dem Geld für Bankenrettung, würde sich das mathematisch nicht auszahlen?

MBR
10
14.10.2011, 23:56

madig

(°)(°)
03
13.10.2011, 00:36
Too big

to fail is too big to allow!

Cuchullain
00
11.10.2011, 11:56
15. Oktober:

Nasse Fetzendemo und Bankenkristalltag!

Räuber Hotzenplotz wäre heute Bankster
02
11.10.2011, 10:09
Das Problem ist, dass wir zum Zeitpunkt der Krise keine konstruktiven Konzepte bereit hatten (haben). Wir haben vor uns hingeschlummert und uns einlullen lassen, kreative und alternative Denker haben wir nicht nur ausgelacht,

sondern sogar bekämpft.

Dann, als sich herausstellte, dass sich hinter der imposanten Fassade der Kommerzeinrichtungen eigentlich nur faules Holz und Unmoral befindet, waren wir nicht gewappnet.

Dabei böten solche Situation immer eine goldene Chance, um wieder faire Spielregeln herzustellen.

Banken und/oder Konzerne wackeln und brauchen Staatshilfe? Gut, meinetwegen, aber gefördert werden jene, welche sich zu einer nachhaltigen, ökologie- und sozialverträglichen Wirtschftsweise verpflichten. Die rein profit- bzw. ausbeutungsorientierten Institute müssten so hohe steuerliche/ zinsliche Nachteile in Kauf nehmen, dass sich ihre Art nicht mehr rentiert.
Das Gleiche bei den Bauern etc.

Es wäre ganz leicht. Es ist nur eine Frage des Willens.

Uttar(44)
00
11.10.2011, 06:02
Banken retten?

ach ja, welche Überraschung
******** ******* *** ****** *********!

MBR
02
11.10.2011, 00:20

raffeisenwerbung
wie passend

Moritz Geremus
00
10.10.2011, 22:09
Wen der Staat sich selber in die komplette Machtlosigkeit verschulde hatt

wie sollte er dann die verantwortung uebernehmen koennen den richtigen Menschen Geld zukommen zu lassen?

exander
03
10.10.2011, 22:09
Knochenmann
01
10.10.2011, 21:30

Es dürfen einfach keine großen Banken mehr existieren. In zehn Jahren müssen die alle WEG sein, entweder weil sich die Politik darum kümmert oder weil sich die Leute drum kümmern (siehe: Ende von "Fight Club").

Räuber Hotzenplotz wäre heute Bankster
04
10.10.2011, 21:22
In den Banken herrscht Pissbuden- und Admiral-Spielhöllenklima.

Ich häng' meinen Banksterjob an den Nagel und werd' wieder Räuber. Das ist ein ungleich ehrlicherer Beruf.

Isegrim1
71
10.10.2011, 20:27
Misik träumt von der Utopie

Und dann so lapidar zu sagen "na wenns nicht klappt, dann nicht".
Da wird das Schlaraffenland gezaubert lang und breit und dann quasi nebenbei das "naja wenns schief geht dann ist die Welt hin" kurz anschneiden ist schon etwas erschreckend.

Uttar(44)
03
11.10.2011, 06:03

Ja, diese heile Welt riskieren ist ein Hazard sondergleichen. Guten Morgen!

teifl eini
03
10.10.2011, 19:58
misik spricht mir aus der seele

teifl eini
06
10.10.2011, 19:58
misik spricht mir aus der seele!

wie haben banker 2008 gegen mögliche hilfen an kreditnehmer argumentiert? mit dem moral hazard! würde man den kreditnehmern helfen, so ihr argumentation, dann würden die mit der rückzahlung von krediten komplett aufhören, weil ja alles der staat übernehmen würde.

und wo war das moral-hazard-argument, als es um die milliardenhilfen für banken ging? na das war natürlich kein moral hazard. das berechtigte gleich wieder zum auszahlen von milliardenbonis!

ich bin ein bwler und pro marktwirtschaft aber das, was seit drei jahren abgeht, ist schlicht eine katastrophe! eine konterrevolution, eine gegenaufklärung, eine vermafiasierung der welt.

Europa geht pleite, wer geht mit?
 
01
10.10.2011, 19:44
Regulierung? Das Pferd von hinten aufgezäumt!

Hauptproblem der Misere sind die unglaublichen Geldmengen, mit denen die ZB's die Welt überflutet haben. Die Aufblähung des Finanzsektors und der Banken zu "systemrelevanten" Institutionen sowie die enorme Spekulation wurden mit einer Flut von Dollars, Euros etc. befeuert.
Durch die Abschaffung des Goldstandards 1971 wurde das Weltwährungssystem von der einzigen Verbindung zur Realität abgeschnitten, was Banken und Staaten als Freibrief für Verschuldungsorgien auffassten.

Nach erfolgter Währungsreform wird wieder gedecktes Geld kommen, nur so ist solides Wirtschaften möglich.

your mother
12
10.10.2011, 20:18

Die Staaten waren vor der Krise garnicht so schlimm verschuldet. Aber die Bankenkrise hat sie so viel gekostet, daß sie in schwierigkeiten sind. Wievile Milliarden waren das noch, um die Banken zu stützen??

Gedecktes Geld ist unrealistisch. banken leben doch davon Werte in Wertpapieren so zu verschachteln, daß am ende keiner mehr durchblickt, was eigentlich dahintersteht, bis sich herausstellt, daß diese Wertpapiere lediglich Konstrukt sind. sie können sich ja gern die leeren Siedlungen ansehen, deren Wert irgendwo gehandelt wird. Warum sollen die etwas wert sein, wenn sie keiner haben will?
Der Handel gehört überwacht und strenge Strafen eingeführt.

Hautflügler
33
10.10.2011, 18:50

Das Problem kann ich erkennen, die Alternativen nicht.
Verstaatlichte Banken? Naja...dann werden die Bonibezieher eben nicht mehr vom ach so wunderbaren freien Markt eingesetzt, sondern vom jeweiligen Politbüro. Hatten wir ja auch schon mal an verschiedensten Orten. Ob das so zur großen Verbesserung der Gesamtsituation führt wage ich doch stark zu bezweifeln.

Thomas Höbelt
 
20
11.10.2011, 12:48
Hat mich auch gewundert,

daß Misik Treichl durch Personen wie KHG ersetzten will.

your mother
03
10.10.2011, 20:10

Nein. Das nicht aber Regeln für den Handel und satte Strafen für Verstösse.
Alternative wäre auch ein gerechteres und vereinfachtes Steuersystem.
Verbot von Lobbying. Transparenz der Parteispenden und Politikerfinanzen.
Einrichtung von unabhängigen Ratingagenturen. Eine Weltwirtschaftregierung oder zumindest ein Rat mit juristischen Kompetenzen.
Es gäbe einiges zu verbessern.

Vseckojedno von Jednovsek
02
10.10.2011, 18:33
Passend

Dass dieser FS Misik mit einer Raiffeisen Werbung eingeleitet wird ist echt treffend!!!

marstl
11
10.10.2011, 17:43
Jean Claude Juncker

Ich habe heute einen Vortrag des Euro-Gruppen-Vorsitzenden gehört, der ja bekanntlich der EVP angehört und doch stimmt er mit Ihnen in vielen Punkten überein: zB über den Umgang mit verstaatlichten Banken (was ja tatsächlich in Luxemburg etwas anders gelaufen ist als in Österreich)

doch gibt es einen entscheidenden Punkt den er anders sieht und in dem ich mich ihm anschließe: es gibt keine EuroKrise! die USA, Japan... sind stärker verschuldet und in schwierigeren Situation deshalb schimpfen sie so laut über den Euro und hoffen, dass sie damit von ihren Probl ablenken können und wie es scheint funktioniert es

natürlich gibt es ein griech. Schuldenproblem das ist aber <> Eurokrise

ps: glaubt iwer wirklich, dass es dem ös besser gehen würde

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