Nach Protesten: Regierung billigt mehr Sozialausgaben

9. Oktober 2011, 18:30

Weitere Großkundgebung geplant, weil Änderungen nicht weit genug gehen

Jerusalem - Die israelische Regierung hat am Sonntag mit großer Mehrheit die umstrittenen Empfehlungen eines Wirtschaftsgremiums für mehr soziale Gerechtigkeit gebilligt. Demnach sollen unter anderem die Ausgabe für das Militär gekürzt und Hunderttausende neue Wohnungen gebaut werden, um die hohen Mietpreise zu senken. Die Führer der sozialen Proteste in Israel haben die Empfehlungen allerdings abgelehnt, weil sie ihnen nicht weit genug gehen. Sie planen noch in diesem Monat die nächste Großkundgebung.

Das Expertenteam unter Leitung von Manuel Trajtenberg hatte außerdem Steuererhöhungen für Reiche, strengere Kartellvorschriften sowie Reformen im Bildungsbereich empfohlen. Kinder sollen etwa ab drei Jahren gratis einen Platz im staatlichen Kindergarten bekommen. Für Kinder im Alter bis zu neun Jahren soll es eine Ganztagsschule geben. Binnen fünf Jahren sollen insgesamt 60 Milliarden Schekel (etwa 12 Milliarden Euro) in den soziale Bereiche fließen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte den Ausschuss ins Leben gerufen, nachdem Mitte Juli in Israel die größten sozialen Proteste der Geschichte begonnen hatten. "Ich habe mein Versprechen gehalten, der Bericht ist gut für die Bürger", sagte Netanyahu nach Angaben der Zeitung "Haaretz" während der Kabinettssitzung am Sonntag. Vergangene Woche war der Regierungschef im ersten Anlauf bei dem Versuch gescheitert, eine Mehrheit im Kabinett für die Empfehlungen zu sichern. (APA)

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11 Postings
Peacefaktor
04
10.10.2011, 17:49
Israel ist eigentlich ein sehr interessantes Land

Immerhin schaffen es dort die Menschen aller Kurturen und aus allen Weltgegenden friedlich miteinander zu leben.
Ich hoffe, dass "Israel" sich bald von den USA emanzitpieren können um eigenständige und friedliche Politik praktiziert werden kann. Nichts wäre für Israel selbst besser als ein friedliches und freundschaftliches Miteinander mit den Nachbarn.
Die Menschen dort auf allen Seiten hätten das verdient, und das ist auch das, was neben den Protesten für mehr finanzielle Sicherheit vor allem die jungen Israelis fordern und verdient haben.

3dGeist
23
10.10.2011, 19:52

Das friedliche und freundschaftliche Miteinander scheitert leider an den Nachbarn.
Besonders die Hamas und die Hisbollah haben da etwas dagegen. Unter anderem tausende Raketen.

Der Waehlerwille
 
12
10.10.2011, 18:23
Friese wäre sicherlich fein. Aber solange Israel von den umliegenden Staaten mit der Endlösung "Auslöschung" Bedroht wird und mit diesen seit 48 faktisch im Kriegszustand ist (Sonderrolle Ägypten und Jordanien)

wird das sehr sehr schwer umzusetzen sein.

Der Waehlerwille
 
00
10.10.2011, 20:25
Friede*

Adam Markus
02
10.10.2011, 02:44

Na geht doch!

Macht's nur weiter und kämpft für soziale Gerechtigkeit!

Der Waehlerwille
 
00
10.10.2011, 12:56
exakt.

Sehr erfreulich dass die Demonstrationen tatsächlich etwas bewirken können.

Makronaut
10
10.10.2011, 16:44

ich hoffe halt, dass es auch echte strukturelle veränderungen gibt.

einmal-aktionen wie die wohnungen bewirken auf dauer eher wenig.

Der Waehlerwille
 
00
10.10.2011, 18:22
und würde, so es denn echte einmalaktionen bleiben sollten, umgehend als ebendiese entlarvt.

Die Leut sind nicht blöd und können Gerechtigkeit durchaus von Zuckerbrot unterscheiden.

Und das ist gut so.

Lieber zynisch als hysterisch.
 
53
9.10.2011, 18:38
Die Demonstranten haben noch die falschen Ziele

Die Siedler müssen eine Übergangsregierung bilden und diesen Ungläubigen die richtige Revolution bringen. Nach ein paar angezündeten Wachtstuben und Angriffen auf Kasernen ist die NATO gerne bereit, die illegitime Regierung aus dem Luftraum fernzuhalten und die Siedler beim Schutze der Zivilisten zu unterstützen.

Der Waehlerwille
 
02
10.10.2011, 12:56
alles ok bei Ihnen?

Soll ich den Apotheker Ihres Vertrauens rufen?

Timagoras
 
13
10.10.2011, 11:48

klingt eher hysterisch als zynisch ...

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