"Unbreakable Linux 2": Oracle geht zunehmend eigene Wege

Andreas Proschofsky, 9. Oktober 2011, 15:33
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    grafik: archiv

Kernel soll deutlich schneller als jener von Red Hat sein - Dtrace wird auf Linux portiert

Im Rahmen der Oracle Open World 2011 hat der veranstaltende Konzern aktuelle Details zu seiner weiteren Softwarestrategie gegeben. Dabei betont man nicht zuletzt die Aufrechterhaltung der Zweigleisigkeit in Betriebssystemfragen, neben dem eigenen Solaris soll also auch Linux weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Zu diesem Zweck arbeitet man ja schon seit einiger Zeit mit Unbreakable Linux an einer eigenen Abart von Red Hats Enterprise Linux (RHEL), für eine neue Version der Distribution verspricht man signifikante Performanceverbesserungen.

Tests

So soll Unbreakable Linux 2 dank einem speziell optimierten Kernel in einigen Tests um bis zu 75 Prozent schneller arbeiten als RHEL. Leider bleibt Oracle bei diesen Behauptungen recht vage, Details zur Frage, um welche Tests es sich dabei konkret handelt, lässt man offen. Zu den Bereichen, deren Optimierung man sich im Besonderen angenommen hat, soll unter anderem der Scheduler gehören, dies in Hinblick auf den Umgang mit vielen Threads. Auch bei den Netzwerklatenzzeiten will man signifikante Verbesserungen erzielt haben.

Ausrichtung

Das Ziel ist dabei ein simples: Eine optimale Basis für die eigene Datenbanksoftware zu schaffen. Und diese sieht man nun offenbar gegeben, so verkündet das Unternehmen, dass man die eigene Software künftig auch nur mehr auf der eigenen Linux-Basis Kompatibilitätstests unterzieht - anderer Distributionen also in dieser Hinsicht vollständig ignoriert.

DTrace

Neben dem eigenen Dateisystem ZFS hat der ehemalige Solaris-Entwickler, Sun, jahrelang mit den Vorteilen des Tracing-Frameworks DTrace geworben. Unter dem neuen Dach findet dies nun den Eingang in Linux-Welt, eine Portierung soll laut dem Hersteller bereits in Entwicklung sein. Dabei bleibt allerdings fraglich, ob es in der weiteren Linux-Community tatsächlich noch relevantes Interesse gibt, hat man dort doc h selbst längst ähnlich umfangreiche Tracing-Möglichkeiten für den Kernel implementiert.  (apo, derStandard.at, 09.10.11)

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10 Postings
Die freie Welt interessiert doch schon lange nicht mehr

was Oracle so verzapft. Die haben's sich gründlich verscherzt ... ;)

Das schöne an der GPL ist, dass Oracle die Änderungen am Scheduler veröffentlichen muss und damit auch anderen davon profitieren. Man stelle sich vor, alles wäre unter BSD und so ein unsympathischer Verein wie Oracle würde einfach nehmen, aber nichts geben.

Dass der 2.6er, 3.0er

und erst recht der 3.1er Kernel (blockierfreie Unterstützung für nahezu beliebig viele Cores) die besseren Scheduler als der 2.4er haben, der noch immer bei Red Hat im Einsatz ist, ist allgemein bekannt.

Was soll die Veröffentlichung also "Revolutionäres" bringen?

Vielleicht solltest mal von RHEL 3.x upgraden. :P

Also in RHEL 5.x und 6.x werden Kernel der 2.6er Reihe eingesetzt, in 5.x der 2.6.18er und in 6.x der 2.6.32er.

Was dann passiert, kann man an Mac OS X sehen.

das bild oben sieht das logo der telekom austria aber sehr ähnlich

ammetsreiter in rüstung?

die gibts ja eh nicht mehr oder?

eigentlich schon

selber blödsinn, neue verpackung.

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