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Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat den Gedanken an einen Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag noch nicht aufgegeben. Sollten sich Korruptionsvorwürfe gegen seinen Vorgänger Herbert Scheibner bewahrheiten, würde ein entsprechender Passus die Kündigung des Geschäfts möglich machen, sagte er am Sonntag in der ORF-"Pressestunde". Sein Modell zur Bundesheerreform verteidigte der Minister, er wünscht sich nach wie vor eine Volksabstimmung rund um die kommende Nationalratswahl.
"Grundsätzlich möglich"
Im Vertrag befindet sich laut Darabos ein Passus, der das Geschäft als "obsolet" ansieht, sollte Bestechung im Zusammenhang mit der Eurofighter Jagdflug GmbH nachgewiesen werden. Der Minister will nun einmal ein entsprechendes Gerichtsurteil abwarten, Scheibner ist bekanntlich bereits vom Parlament "ausgeliefert" worden. Wie ein Ausstieg aus dem Eurofighter-Deal konkret aussehen könnte und welche Alternative bereitstehen würde, weiß auch Darabos noch nicht genau: "Wir müssen das prüfen." Aber: "Grundsätzlich ist ein Ausstieg möglich."
"Bewegung" bei Wehrdienstreform
Der von der SPÖ angestrebte Reformprozess beim Bundesheer samt Abschaffung der Wehrpflicht ist für Darabos "unumkehrbar". Er versucht weiter, den Koalitionspartner ÖVP von einem Volksentscheid zu "überzeugen" und hat diesbezüglich Hoffnung: "Ich sehe schon Bewegung." Auf seiner Seite sieht der Minister zumindest "sechs von neun Landesparteichefs der ÖVP". Überstimmen werde man den Koalitionspartner bei einem Volksentscheid jedenfalls nicht, aber: "Ich verstehe nicht, warum man sich vor einem Volksentscheid fürchtet. Wer sich davor fürchtet, hat schon verloren."
Als "schmerzlichen Schritt" bezeichnete Darabos die Absetzung des Generalstabschefs Edmund Entacher. Nach wie vor begründete er diesen Schritt mit mangelnder Loyalität. In einer ersten Entscheidung der Berufungskommission des Bundeskanzleramts sieht er sich weiter im recht, die Absetzung sei demnach rechtens gewesen. "Man kann davon ausgehen, dass es bis Ende des Jahres entschieden wird." Kritik, dass der Verteidigungsminister dem Generalstabschef eine neue Verwendung zuweisen hätte müssen, nimmt Darabos "zur Kenntnis". Das sei aber "kein Präjudiz für dieses Verfahren".
Inserate: Kein Problem
Abseits der Verteidigungsagenden nahm Darabos auch zum Thema Regierungsinserate Stellung. Er sieht kein Problem darin, dass politische Verantwortungsträger Themen derart über die Medien kommunizieren. Zum Weggang von drei hochrangigen Mitarbeitern aus der SPÖ-Zentrale meinte er, er habe diese "sehr geschätzt", sei aber in den Umstrukturierungsprozess nicht eingebunden gewesen.
ÖVP: "Weiteres Chaos"
Nicht nur die Opposition hat kein gutes Haar am Auftritt von Darabos in der "Pressestunde" am Sonntag gelassen - auch der Koalitionspartner fuhr mit verbalen Geschützen auf. "Statt echter Reformvorschläge kommt nur weiteres Chaos", befürchtete ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits in einer Aussendung. FPÖ-Wehrsprecher Peter Fichtenbauer ortet bei allen Themen "Erklärungsbedarf" des Ressortchefs, der Grüne Peter Pilz warf dem Minister vor "die zahlreichen Korruptionshinweise im Bundesheer" zu ignorieren. BZÖ-Verteidigungssprecher Kurt List warf Darabos "Unkenntnis und Nichtwissen" vor.
"Keine einzige Ansage ist schlüssig, weder die Finanzierung, noch die Organisation seiner Vorschläge", attackierte ÖVP-Mann Klikovits den Minister. Die "hervorragenden Leistungen der Grundwehrdiener" würden schlechtgeredet, ständiges Misstrauen gegen eigene Beamte trage zudem nicht gerade zur Motivation der Truppe bei. "Die ÖVP will eine grundlegende Reform des Bundesheeres und greift dem Minister dabei gerne unter die Arme", lautet das Angebot der ÖVP an Darabos.
FPÖ: Minister in der Defensive
Für Fichtenbauer scheint "der angeblich große Sieg" des Ministers in der Reform des Bundesheeres "sehr hinterfragenswürdig", vor allem da das Ergebnis drei Pilotversuche seien. "Der FPÖ ist die Landesverteidigung und das Österreichische Bundesheer ein zu wichtiges Anliegen, als diese zum Versuchskaninchen der 'Heeresversuchsanstalt Rossau' von Darabos verkommen zu lassen", so Fichtenbauer. Das Interview habe gezeigt, dass Darabos an vielen Themenfronten in der Defensive stehe.
Grüne: "Verteidiger des Eurofightersystems"
"Minister Darabos weigert sich bis heute, seinen Eurofightervertrag dem Parlament vorzulegen - sein diesbezügliches Versprechen hat er bis heute gebrochen", warf Pilz Darabos vor. Dieser sei zudem "einer der letzten Verteidiger des Eurofightersystems". Aufklärung werde aber auch auch ohne den Minister stattfinden. "Es ist bedauerlich, dass Jahre nach den Reformvorschlägen das Verteidigungsministerium in einem Sumpf von Korruption, Parteibuchwirtschaft und Unfähigkeit versinkt", so Pilz.
BZÖ: Mangelnde Führungskompetenz
"Chaotische Zustände im Verteidigungsressort" hielt das BZÖ dem Minister vor. "Verteidigungsminister Darabos bietet ein katastrophales Erscheinungsbild und das Heer ist de facto kaputt", so List. In nur fünf Jahren habe er es beinahe geschafft, die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres abzuschaffen. "Darabos ist orientierungslos und mit mangelnder Führungskompetenz ausgestattet und sollte längst abgelöst werden", befand List.
Unterstützend zur Seite stand Darabos SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. Als "Reformminister" arbeite dieser "engagiert daran, die Strukturen im Österreichischen Bundesheer effizient und modern zu gestalten". (APA)
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Langsam wäre zu überlegen, den Herrn Sportminister einer psychologischen Untersuchung zu unterziehen. Der Verdacht drängt sich auf, dass er vollends den Bezug zur Realität verloren hat. Vom Rest seiner Aussagen in der Pressestunde ganz zu schweigen.
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... Vertrag hineinschreiben lassen, wenn er vorhat, sie zu brechen? Nichts wäre leichter gewesen als diese Formulierung einfach wegzulassen.
Es macht also keinen Sinn und steht im Widerspruch zum hysterischen EF-Korruptionsgeplärre der Mehrheit in diesem Forum. Aber vielleicht kann es mir jemand erklären oder wenigstens konkrete Fakten argumentieren anstatt der lachhaften Nebelgranaten.
und den Grichen die Luftraumüberwachung überlassen.
Griechenland hat nun mal eine riesige Armee - man könnte also Dienstleistungen zukaufen.
http://tinyurl.com/3qrv7oy
im Geschäftsverkehr. Herr Darabos - Ihnen fehlt einfach Alles - wirtschaftsliches Denken und Handeln, das geordnete Mass an Handschlagqualität etc. etc. Eas machen wir mit Euch rund um und mit Faymann - Nachschulung ?
Es ist doch offensichtlich, dass Minister D. und die gesamte SPÖ darauf hinarbeitet das ÖBH abzuschaffen. Dann werden fremde Soldaten bei uns eingesetzt und die sind eher bereit auf die österreichische Bevölkerung zu schießen als eigene Leute. Der weg zur perfekten Demokratie ist offen.
Es gibt keinen miltärfreien Raum auf der Welt. Selbst wenn nur wer seine Macht hinprojiziert. In Falle Österreich wären wir ohne eigenes Heer zur Verfügung unserer Nachbarn: Das ist im wesentlichen die NATO, also auch die USA. Erfahrungsgemäß sind Staaten beim Gebrauch fremdem Territoriums wenig zimperlich.
Ich persönlich seh das sehr eng: Ich will nicht einmal, dass die Amerikaner über Österreich drüberfliegen, wenn inhen einmal der Iran zu lästig wird.
Nur dass es eben noch keine EU-Geschlossenheit gibt in militärischen Dingen. Die ist auch nicht in Sicht. Und solange das nicht gelöst ist, sind militärisch gesehen die USA unsere Nachbarn.
Außerdem gilt: Historisch gesehen war ein Land noch nie dadurch geschützt, dass es zu einem Zeitpunkt von Freunden umgeben ist. Diese Ansicht ist geradezu megapeinlich. Weshalb ich sie Ihnen nicht unterstelle. Das hieße nämlich den ganzen 2. WK ignorieren.
... man kann sich diesbezüglich natürlich auch in Angstneurosen versteigen (mein ich jetzt allgemein) und ein Proformaheer halten. Realistisch gesehen kann so ein Heer einem "bösen" Nachbarn weder Abschreckung noch tatsächliche Gegenwehr entgegen halten. Auf der anderen Seite könnten wir uns mit einem professionellen Katastrophenschutz ja nicht nur in A sondern auch als Helfer in allen anderen Staaten profilieren.
Aber wir werden sehen.
militärisch für Österreich zuständig?
Und sagen Sie bloß nicht: k eines.
Man kann es sich ohne eigens Heer nämlich nicht aussuchen, außer man macht es wie Island und tritt ohne eigene Streikräfte einem Bündnis bei. Aber ich glaub nicht, dass Sie NATO-Fan sind.
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