New-York-Times-Autor sieht klare Parallelen - Beide hatten immensen Einfluss aber auch gefürchtete Launen
Viel ist in den letzten Tagen über die Spuren, die Apple-Boss Steve Jobs hinterlassen hat, geschrieben, sein Lebenswerk ausführlich gewürdigt worden. Selbst die altehrwürdige New York Times ist in den Tagen seit dem Ableben des Mac von zahlreichen entsprechenden Beiträgen gekennzeichnet, und zieht daraus wiederum eigene Schlüsse und Analogien. So sieht NYT-Autor Randall Stross klare Parallelen zwischen Steve Jobs und einem der wohl bedeutsamsten Erfinder aller Zeiten - Thomas Alva Edison.
Vision
Wie Jobs war Edisons große Stärke äußerst langfristig zu denken, folgte dabei einer Art innerem Antrieb, der für Außenstehende logisch nicht immer gleich nachzuvollziehen war. Gleichzeitig waren beide auch für ihre Wutausbrüche bei den eigenen Angestellten gleichermaßen bekannt und gefürchtet. Oder erlaubten sich in ihrer Biographie auch langfristige, weniger erfolgreiche Ausflüge, etwa Steve Jobs' weniger erfolgreiche Episode mit NeXT-Computern - ließen sich davon aber in keiner Weise von ihrem Weg abbringen.
Würdigung
Was die beiden ebenfalls verbindet: Sowohl Edison als auch Jobs hatten rein formal deutlich "niedrigere" Schulabschlüsse als praktisch alle, die sie umgaben. Und nicht zuletzt waren auch die Reaktionen auf ihre Ableben sehr ähnlich, eine öffentliche Beschäftigung und vorgetragene Trauer, die selbst weit jenseits derer der meisten Staatschefs liegt. So beschäftigte sich eben auch bei Edisons Tod die Zeitungen tagelang mit Würdigungen, auf Vorschlag des damaligen US-Präsidenten Herbert Hoover drehten viele AmerikanerInnen am Abend von dessen Beerdigung im Oktober 1931 sogar zur gleichen Zeit eine Minute lang alle elektrischen Lichter ab. (red, derStandard.at, 09.10.11)