Analogien

Steve Jobs und Thomas Edison: Zwei Visionäre

9. Oktober 2011, 13:22

New-York-Times-Autor sieht klare Parallelen - Beide hatten immensen Einfluss aber auch gefürchtete Launen

Viel ist in den letzten Tagen über die Spuren, die Apple-Boss Steve Jobs hinterlassen hat, geschrieben, sein Lebenswerk ausführlich gewürdigt worden. Selbst die altehrwürdige New York Times ist in den Tagen seit dem Ableben des Mac von zahlreichen entsprechenden Beiträgen gekennzeichnet, und zieht daraus wiederum eigene Schlüsse und Analogien. So sieht NYT-Autor Randall Stross klare Parallelen zwischen Steve Jobs und einem der wohl bedeutsamsten Erfinder aller Zeiten - Thomas Alva Edison.

Vision

Wie Jobs war Edisons große Stärke äußerst langfristig zu denken, folgte dabei einer Art innerem Antrieb, der für Außenstehende logisch nicht immer gleich nachzuvollziehen war. Gleichzeitig waren beide auch für ihre Wutausbrüche bei den eigenen Angestellten gleichermaßen bekannt und gefürchtet. Oder erlaubten sich in ihrer Biographie auch langfristige, weniger erfolgreiche Ausflüge, etwa Steve Jobs' weniger erfolgreiche Episode mit NeXT-Computern - ließen sich davon aber in keiner Weise von ihrem Weg abbringen.

Würdigung

Was die beiden ebenfalls verbindet: Sowohl Edison als auch Jobs hatten rein formal deutlich "niedrigere" Schulabschlüsse als praktisch alle, die sie umgaben. Und nicht zuletzt waren auch die Reaktionen auf ihre Ableben sehr ähnlich, eine öffentliche Beschäftigung und vorgetragene Trauer, die selbst weit jenseits derer der meisten Staatschefs liegt. So beschäftigte sich eben auch bei Edisons Tod die Zeitungen tagelang mit Würdigungen, auf Vorschlag des damaligen US-Präsidenten Herbert Hoover drehten viele AmerikanerInnen am Abend von dessen Beerdigung im Oktober 1931 sogar zur gleichen Zeit eine Minute lang alle elektrischen Lichter ab. (red, derStandard.at, 09.10.11)

Kommentar posten
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M. Jagger
13
11.10.2011, 20:28

Idiotischer Vergleich, Universalgenie vs. genialen Verkäufer, man sollte ihn lieber mit Jesus vergleichen (beide Sektenführer), sowas würde aber in den USA gar nicht gut ankommen (s. John Lennon 1966).

computermaster
00
11.10.2011, 22:26
100% richtig

Jobs war kein Ingenieur. Der konnte, wenn schon die Gedanken anderer Benutzen/Verkaufen - und handelte dabei ohne moralische Grundsätze (siehe Wozniak Break Out). Mac war eine technologische Gegenbewegung gegen Windows in den späten 90ern. Die Leute waren sehr komisch, ähnlich wie religiöse Anhäger. Zur Zeit sind es hochpreis Designer Elektronik. Dafür ein Bravo! Danke Jobs

tignosa
21
11.10.2011, 11:47
@Edison

thank you for the electric chair???

Michael Aires
20
11.10.2011, 11:20
Beide immens finanziell erfolgreich

und das nicht nur mit eigenen Ideen, der Vergleich drängt sich auf.

joow
32
11.10.2011, 09:39
Frage....

Was hat Apple für so einen hanebüchenen Vergleich bezahlt?

Erzpiefke
 
59
10.10.2011, 15:50
Lächerlicher Vergleich

An Steve Jobs wird sich im Gegensatz zu Edison in 20 Jahren keiner mehr erinnern. Der Lifetyle-Hype wird schneller vorbei sein als man denkt und dann wird auch Jobs endgültig in der Versenkung verschwinden.

C. J.
00
10.10.2011, 15:19

Da fällt mir das Thema "Stromkrieg" ein (Edison war für Gleichstrom). Die Parallele haben sie vergessen...

Michael Aires
00
11.10.2011, 11:29
Jobs war bekanntermassen ein Wechselstrom-Fan

Mathias Steinlaus
 
30
10.10.2011, 15:11
Steve Jobs und Thomas Edison: Zwei Visionäre

Ach, die beiden sind wie tausende andere Entwickler gleich bedeutend ... keiner kommt dabei an die Größe des wirklichen Visionärs Leonardo da Vinci!

Erzpiefke
 
12
10.10.2011, 19:57

Leonardo wurde ich sicherlich tausend mal über Steve Jobs stellen, aber sein Genie hat auf die Menschheit fast überhaupt keine Wirkung gehabt.

Kluger Hans
40
10.10.2011, 17:15

Interessant; Leonardo sehe ich. Als größten allrounder, aber visionär? Wie wäre das zu verstehen?

Nerdrage
04
10.10.2011, 22:12

bildung hilft

Kluger Hans
20
11.10.2011, 00:57

Weißt du, was du bist?

i binsda heini
00
10.10.2011, 15:04
sowas aber auch

Carl Auer von Welsbach

erwarb sich Verdienste als Entdecker der vier chemischen Elemente Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium und als Erfinder des Glühstrumpfs im Gaslicht, der Metallfadenlampe und des Zündsteins im Feuerzeug.

Voronwe
23
10.10.2011, 13:59

Noch keine Woche unter der Erde, und schon werden solche Vergleiche gezogen?

Edison, der andere Erfinder regelrecht in Schmutzkübelkampagnen diffamierte, weil deren Entwürfe technisch bessere Lösungen darstellten?

Edison, der mit seinem Hass auf Tesla der Erfinder des elektrischen Stuhls wurde?

Wo viel Licht ist, da ist viel Schatten, schon klar, aber so schwarze Seiten findet man bei Jobs nicht.

tignosa
00
11.10.2011, 11:47
das mit Tesla wußt ich gar nicht

wollte er Tesla grillen?

koko10
11
10.10.2011, 15:13

stimmt... man denke nur mal an foxconn. von anderen produktionsstätten ganz zu schweigen.
sich selbst als heiland zu präsentieren macht diese dinge noch lange nicht wett. und soweit ich weiß ist es edison nicht gelungen zigtausende menschen auszunutzen...
wann hören diese glorifizierungen endlich auf?

Keli Orange
 
01
10.10.2011, 16:46

Und Dein Samsung Galaxy wurde natürlich von hochbezahlten Koreanern mit 35 Stunden Woche in Handarbeit ohne Zeitdruck erzeugt.

koko10
10
11.10.2011, 00:21

das nicht, aber da behauptet auch keiner dass er der welt freiheit bringen will.

Keli Orange
 
00
11.10.2011, 14:49

Freiheit?? Wo hast denn das gelesen? Er hat die Welt verändert, aber wer behauptet, daß ein iPod, iPad, eine Glühbirne, eine Relativitätstheorie Freiheit bringt, sollte sich untersuchen lassen.
Erfinder erfinden, Designer designen. Friedensnobelpreisträger bringen Frieden (und/oder Tod).

NdYAG
03
10.10.2011, 13:21
Jobs und Edison,

beide beinahe bedeutungslos im Vergleich zu Nikola Tesla

willbert
00
11.10.2011, 06:40
stimmt,

wissen aber die wenigsten, leider..

Hirostandard
01
10.10.2011, 13:04

Also wutausbrüche über Mitarbeiter hat so ungefähr jeder "Chef"...

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