Erweiterung

Google integriert Remote-Desktop in den Browser

Andreas Proschofsky, 9. Oktober 2011, 11:01
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    Nach der Installation ist das Teilen einer Session mit anderen Chrome-Installationen denkbar einfach, ein Knopfdruck reicht zur Freigabe.

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    Der Zugriff erfolgt in einem eigenen Browser-Tab. Im Bild der Fernzugriff auf ein Linux-System von einem Chromebook aus.

Funktioniert mit Windows, Linux, Mac und Chrome OS - Einfaches Desktop-Sharing für Support und Fernzugriff

Bereits seit einigen Monaten arbeitet man bei Google mehr oder weniger offen an einer Technologie namens "Chromoting", die zur Fernsteuerung anderer Rechner direkt aus Google Chrome heraus gedacht ist. Darauf basierend gibt es nun eine offizielle Erweiterung namens "Chrome Remote Desktop Beta", die es nicht nur ermöglicht das eigene System freizugeben, sondern auch auf andere Rechner zuzugreifen, also sowohl Server als auch Client darstellt.

Geteilt

Die Benutzung ist dabei denkbar einfach gehalten, nach der Vergabe der nötigen - umfassenden - Berechtigungen kann der eigene Computer mit einem Knopfdruck geteilt werden. Dabei wird ein Zahlencode geliefert, der in Folge am Client eingegeben werden muss, um Zugriff auf das betreffende System zu erlangen.

Szenarien

Gedacht ist das Ganze vor allem für Supportfälle und die IT-Administration von Firmen, die so leicht Probleme aus der Ferne lösen können. Auch der rasche Zugriff auf den privaten Desktop-Rechner von unterwegs ist ein potentielles Einsatzszenario, auch wenn dem bei der aktuellen Version der Erweiterung noch entgegen steht, dass sich die Zugriffsberechtigungen nicht dauerhaft vergeben lassen.

Unterstützung

Die Erweiterung funktioniert mit Windows, Linux, Mac OS X und Chrome OS, wobei die "Chromebooks" derzeit nur als Client fungieren können, das Sharen von Chrome OS ist also noch nicht möglich. Bei dem  Browser-Betriebssystem dürfte auch das zentrale Interesse von Google am "Chrome Remote Desktop" liegen, immerhin kann man auf diesem Weg recht unkompliziert herkömmliche Desktop-Anwendungen nutzen, die Chromebook-NutzerInnen ansonsten verwehrt bleiben.

Umsetzung

Ein Eintrag in der Chromium-Dev-Diskussionsgruppe offenbart diverse technische Details der Lösung: So werden alle Sessions vollständig verschlüsselt übertragen, zur Kommunikation nutzt man eine Peer-to-Peer-Verbindung die mithilfe der libjingle aufgebaut wird. Die Grafikausgabe wird mit Googles freiem Videocodec VP8 gepackt. (apo, derStandard.at, 09.10.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 84
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Carnap
00
23.11.2011, 21:51

Habe jetzt eine viertel Stunde getestet (im eigenen LAN). Plugin stürzte auf dem Remote-Rechner 3x ab. OK, ist noch Beta.

VNC funkt wenigstens, auch wenns lahm ist. Guter Ansatz dennoch.

Carnap
00
1.12.2011, 22:14

Habe seit zwei Tagen TeamViewer im Einsatz. Interessant. Stürzt auch öfter ab, funktioniert aber weit besser als Google Remote Desktop.
Kann nun mit meinem Android-Handy Server und Client vom Sofa aus herunter fahren. Das taugt mir ... :-)

Carnap
00
5.12.2011, 13:29

Teamviewer hat die unangenehme Eigesnchaft, dass sich einer meiner zwei Rechner oft nicht fernsteuern lässt, ohne dass mit kllar ist, weshalb nicht.
Jetzt muss ich mich mit VNC mit dem Rechner verbinden, Teamviewer schließen, dann wieder starten. Danach funktioniert die Verbindungsaufnahme.
Irgendwie könnte ich gleich mit VNC weiterarbeiten. Das funktioniert schnarchlangsam, aber es tut; Punkt.
Ziehe meine Empfehlung von teamviewer also zurück.

Deserteur
00
29.10.2011, 22:14
Ein weiterer Angriffsversuch auf MS's Business-Bastion...

Die Burschen arbeiten ordentlich daran, da endlich ranzukommen...

Katze in der Fensterbank
00
15.10.2011, 01:00
Shadowing

Ist Shadowing nicht letztlich effektiver?

MacWeißer
01
10.10.2011, 11:51
wow!! SUPER

AlBundyFan
 
11
10.10.2011, 11:15
schon komisch

hier gibts fast nur wohlwollende postings und rote stricherln für leute, die das kritisieren und als weiteres spionage-tool abtun.
beim bericht über den deutsches bundestrojaner ist genau das gegenteil der fall.

schon komisch, daß die leute der polizei sehr viel weniger vertrauen als einem konzern, der alles tut mit dem geld zu verdienen ist.

also bei mir ist es eindeutig so, daß ich firmen wie google noch weniger traue als der polizei....

clOI
 
00
10.10.2011, 16:56

Das mag auch daran liegen, dass man hier leicht nachkontrollieren kann, dass keine Daten an Google geschickt werden.

Wie im Artikel beschrieben, wird eine P2P Verbindung aufgebaut ? eine direkte Verbindung zwischen den 2 Computern. Sollten also zusätzliche Daten an google server geschickt werden, ist etwas faul.

Verschlüsselt ist ausserdem gut, damit niemand dazwischen meinen Bildschirm abfangen kann.

Oder gibt es bedenken, dass jemand anders meinen Computer ausspionieren will?

Dampfschiff St. Nepomuk
01
10.10.2011, 13:14

Der Bundestrojaner ist der Remote Desktop für das Sicherheits-Help Desk! Jetzt hat aber niemand mehr etwas dagegen, oder?

steppi1
03
10.10.2011, 12:40

Das lässt sich leicht erklären. Bei einem Unternehmen lassen sich die Vorgänge leichter durchschauen, wenn man das Motiv Geld kennt.
Bei Regierungsstellen ist der Verdacht zu groß, dass geheime Interessen verfolgt werden. Das Unbekannte ist bedrohlicher.
Außerdem kann man einer Firma wie Google vertrauen, dass sie wenigstens weiß, was sie macht. Das ist bei Beamten, die in den seltensten Fällen über Gurus verfügen, nicht der Fall.

freezingbreath
30
10.10.2011, 10:52
und welche Firma die ein bisschen auf it Sicherheit schaut...

...wird das verwenden? Privat ok, aber im busines bringt das nix!

Der Mann
00
10.10.2011, 12:13
warum

im intranet kann man es verwenden, und nach aussen sperren

BlackAdder
01
10.10.2011, 12:13

Und zwar weil ?

Verschlüsselte übertragung durch eine firewall,
wo soll das problem sein ?

Ob ich jetzt einen NetViewer oder gleich das verwende macht wenig unterschied, außer auf der kostenseite.

anno dazumal
32
10.10.2011, 10:24
1984 ...

... "big brother is watching you" ist längst realität - facebook, iphone, android, google services etc. - wieso wehrt sich eigentlich niemand und ja mann, frau findet das auch noch gut und kauft das klumpert - es ist wie immer die dummheit der masse ...

Werner Masslos
01
10.10.2011, 11:12
Wer

diese Dinge für Gefährlich hält, der benuttz sie halt einfach nicht. Wo ist das Problem?

Zwingt uns jemand dazu, einzelne Dienste zu benutzen? - Also mir ist das noch nie passiert.

Jeder Mensch kann, soll und darf für sich selbst entscheiden, was er nutzt.

Duke771
00
10.10.2011, 10:38

Jaja, alle dumm nur Sie nicht....

Gerwin Winter
40
10.10.2011, 10:27
????

Was ist mir dir los? Was machst du im internet?

Kaiser Johnny der erste
00
10.10.2011, 09:53
Fernwartung gibt es bereits gute.

Ich verwende zb. Teamviewer hat den vorteil das man auch mit ständig wechselnder Ip keine Probleme hat bzw den Router nicht konfigurieren muss.

laughing-man
00
10.10.2011, 14:28

teamviewer vertraue ich am wenigsten

Querschädl
00
10.10.2011, 10:21
ja

Teamviewer ist sehr gut, nur ist er nicht ganz billig (für kommerziellen Gebrauch).

der Pinguin
 
03
9.10.2011, 20:41
was mich mehr interessiert

... was hat google da wieder für pläne. ein "fernwartungstool" ist ja fein, aber ich bin mir sicher das sich jenes tool irgendwie gefinkelt in ein neues google services einfügen wird...

Zacki
01
10.10.2011, 10:21
Google OfficeView!

Bei integrierter Webcam sogar mit Benutzer-Fotos :-)

BlackAdder
00
10.10.2011, 09:02

"Bei dem Browser-Betriebssystem dürfte auch das zentrale Interesse von Google am "Chrome Remote Desktop" liegen, immerhin kann man auf diesem Weg recht unkompliziert herkömmliche Desktop-Anwendungen nutzen, die Chromebook-NutzerInnen ansonsten verwehrt bleiben."

NONE
52
10.10.2011, 00:57

Ja, leider.

Ist auch ein Grund warum ich, wann immer möglich, auf Google Lösungen verzichte. Google ist viel zu mächtig und einflussreich geworden.

Ich traue grundsätzlich keinem Konzern, egal wie oft man die Propaganda "don't do evil" losschiesst.

MemoryDragon
00
10.10.2011, 10:51
Wenn sie niemanden mehr vertrauen können

dann OpenBSD und nur ein text userinterface.

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