Untersuchungsausschuss

BZÖ will Erwin Pröll als Zeugen laden

9. Oktober 2011, 08:44

Angeblich Hinweise auf Parteienfinanzierung - Petzner löst Stadler Ende des Jahres als Fraktionsführer ab

Wien - Das BZÖ will beim parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den diversen Korruptionsvorwürfen den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) als Zeugen laden. "Wir haben es hier mit einem System ÖVP Niederösterreich zu tun", so der orange Abgeordnete Stefan Petzner zur APA. Petzner, der Hinweise auf Parteienfinanzierung haben will, soll Ende des Jahres Ewald Stadler, der dann ins EU-Parlament wechselt, als BZÖ-Mitglied im Ausschuss folgen.

Viele Korruptionsvorwürfe, die im Ausschuss behandelt werden, würden "Leute aus dem Pröll-Stall" betreffen, so Petzner. Er nannte unter anderem das Umfeld von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, deren Kabinettschef Michael Kloibmüller etwa im Visier der Justiz steht, sowie ihren Vorgänger Ernst Strasser (beide ÖVP). Für Petzner wäre der niederösterreichische Landeshauptmann somit "einer der wichtigsten Zeugen im Untersuchungsausschuss". Petzner will zudem Hinweise erhalten haben, dass manche mutmaßliche Korruptionsfälle mit Parteienfinanzierung der ÖVP in Zusammenhang stehen sollen.

Auch in der Inseraten-Affäre, welche die SPÖ betreffen soll, hat Petzner Forderungen. So will er im Ausschuss etwa die Eigentümerverhältnisse der Gratis-Zeitung "Heute" offenlegen lassen. Am Samstag hatte das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, dass sich der Wirtschaftstreuhänder und "Heute"-Mehrheitseigentümer Günther Havranek um die Finanzen der SPÖ kümmern soll. Zudem hat der orange Abgeordnete auch das freiheitliche Parteiblatt "Neue Freie Zeitung" im Visier, in dem sich "auffällig viele" Inserate von "SPÖ-nahen Organisationen" befänden. Eine Offenlegung der Eigentümerverhältnisse von Medien wünscht sich Petzner übrigens auch im Medientransparenzgesetz geregelt.

Voraussichtlich im Dezember wird Stadler, der als Fraktionsführer des BZÖ im Untersuchungsausschuss feststeht, nach Brüssel wechseln. Petzner, der bis dato dessen Stellvertreter sein wird, soll ihm dann in dieser Funktion folgen. (APA)

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20 Postings
F G
00
13.10.2011, 13:35
Schon auffallend:

Dass Leute die im Dunstkreis des Giganten E. Pröll (politisch) herangewachsen sind, sich durch ähh Charakterliche Mängel und fehlendes Rückgrad auszeichnen. Beispiele:
Gabmann, Strasser, M-L.

fredi 1990
00
13.10.2011, 11:55
der wird das ausschweigen, wie der schüssel!

blatt spin.at
00
9.10.2011, 19:20

der erwin lässt sich nicht anpatzen :-)

Hansi Huber
00
10.10.2011, 10:54
"anrotzen"

Um beim Zitat zu bleiben.

rapunzels frisör
00
9.10.2011, 17:45
Na, vielleicht

spendiert der Ungustel a bisserl was seiner seitlichen Wolle dem Zündholzkopf Petzna!

Neues Österreich
00
9.10.2011, 15:53
Da fällt einem die Wahl schwer

zwischen dem unsympathischen Stadler und dem Haaligulli Guy Petzner.

viridisdens
20
9.10.2011, 15:18
warum sollte pröll für etwas zahlen, was er ohnedies kriegt: pröllfunk!

da ist das bisserl für die krone ein kinderspiel dagegen (übrigens deshalb NICHT zu entschuldigen).

aber warum sollte pröll für etwas zahlen, was er ohnedies kriegt!

Makro 24/7
00
9.10.2011, 12:35

Fliegt der dann wieder per Hubschrauber herum?

schratti1
33
9.10.2011, 11:23
das finde ich ja witzig!

einer (anm. petzner), der mit samt seiner partei am meisten dreck am stecken hat, meldet sich hier als moralapostel zu wort!

didi111
118
9.10.2011, 11:19
Auch wäre interessant zu prüfen,

inwieweit die permanenten und penetranten Einschaltungen der ÖVP-NÖ primär in der NÖN und AUCH den anderen Regionalzeitungen die (für die ÖVP schwer positive) Berichterstatung beinflusste,

von WEM das Geld kam und kommt,

und WIEVIEL das z.B 2010 niederösterreichweit DEM STEUERZAHLER (über dei Parteienförderung) kostete?

Auch wäre interessant zu prüfen, inwieweit die schon kindische Hofberichterstattung der Regionalzeitungen in NÖ etwaiigen das wirtschaftliche Überleben derselbigen sichert?

Dazu gibt es in Pröllanien Gerüchte...

Da werden ja schon fast pathologisch die Landesräte glorifiziert...

Fabian S.
17
9.10.2011, 13:25
sicher, dazu sollte man auch prüfen,

wie es möglich ist, mit diesen Parteibudgets (insbesondere FPÖ), die Zuplakatierung von ganz Wien und die beinahe täglichen Parteiinserate zu finanzieren

Andreas Sonnberger2
31
9.10.2011, 15:40

Die FPÖ kriegt ca. 7 Millionen Euro an Parteienförderung pro Jahr in Wien (nur Stadt Wien, ohne Bund), mit diesem Geld würden sich pro Jahr ein paar Dutzend flächendeckende Wien-Plakataktionen ausgehen.

Fabian S.
11
9.10.2011, 16:56
ein Inserat pro Woche in der Kronen Zeitung (das ist momentan Realität) kostet aufs Jahr hochgerechnet 1,5 Mio Euro

dann kommen aber noch andere Zeitungen, unzählige Plakate, Mitarbeiter, Miete, Instandhaltung, Instandsetzung, Strom, Wasser, Kosten für unzählige Parteiveranstaltungen, Werbegeschenke, usw. dazu

weiters werden widerrechtlich 960.000 Euro vom Parlamentsklub an die Partei überwiesen

Herzerzog Johann
11
9.10.2011, 10:26
Fragt sich nur ...

... WAS sie Erwin Pröll konkret fragen wollen würden.
Auf unbestimmte Fragen gibt es bestenfalls ebensolche Antworten. Eher ein Schuß in den Ofen.

r k
04
9.10.2011, 09:54
genau das hätte nicht passieren dürfen ...

dass jetzt auf Kosten der Staatsgesundung jeder sein Süppchen kocht und Blendgranaten wirft.
Diesem Staat ist nicht zu helfen.

des is mei extra
35
9.10.2011, 09:50

PRO griechische Ortstafeln für Kärnten!

Wiener Blut
20
9.10.2011, 11:18
Da wird sich der Jörgi aber 2 mal im Grab umdrehen .

Marlon62
00
9.10.2011, 16:55
Nein,

da bleibt er sicher am Bauch liegen.

Mario Gonzales
07
9.10.2011, 09:25
panem et circensis

Gebt dem dummen Wahlvolk den Eindruck es würde sich etwas ändern, genauso wie ihr ihm den Eindruck vermittelt (habt), es würde euch wirklich etwas bedeuten.

rompitasche
00
10.10.2011, 16:29
circensis?

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