Bisher 123 zweisprachige Ortstafeln aufgestellt

8. Oktober 2011, 13:04

Landeshauptmann Dörfler ortet bessere Beziehungen zu Slowenien dank Ortstafellösung - SPÖ-Kaiser appellierte, am 10. Oktober "ruhig Blut zu bewahren"

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hat am Samstag im Vorfeld der 10.-Oktober-Feiern in Kärnten erneut Bilanz über die Ortstafellösung gezogen. Insgesamt seien 123 Tafeln aufgestellt worden, davon 41 durch das Land und 82 durch die Gemeinden. Jetzt gehe es an die Hinweisschilder. Es beginne eine neue Zeitrechnung im Miteinander der Volksgruppen in Kärnten und der Beziehungen des südlichsten Bundeslandes zum Nachbarland Slowenien.

Das Morgen, das im Motto der letztjährigen Volksabstimmungs-Festlichkeiten mit dem Slogan "Gestern - Heute - Morgen" vorkam, könne heuer beginnen, so Dörfler. Auch Kärntner Slowenenvertreter nehmen an den Landesfeiern teil. Dörfler betonte, die letzten Wochen hätten gezeigt, dass Kärnten und Slowenien dank der Ortstafellösung nun "gute Freunde" sind. "Das kürzliche Treffen mit dem slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic über drei Stunden, wäre früher noch undenkbar gewesen." Bei seinem Laibach-Besuch kommende Woche werde er allerdings darauf hinweisen, "dass Slowenien jetzt keine Ausreden mehr bezüglich der seiner deutschsprachigen Minderheit hat". Es sei ein Muss, diese Frage zu lösen, so Dörfler vor Journalisten.

Zu den offiziellen Landesfeierlichkeiten am 10. Oktober im Klagenfurter Landhaushof und am Friedhof Annabichl in der Landeshauptstadt freute sich Dörfler, dass die Kärntner Slowenenvertreter Marjan Sturm und Bernard Sadovnik anwesend sein werden. Für den geplanten Gang zum Verfassungsgerichtshof (VfGH) wegen der Amtssprachenregelung in Eberndorf, den Anwalt und Slowenenvertreter Rudi Vouk gegenüber der APA angekündigt hatte, zeigte der Landeshauptmann kein Verständnis. "Vouk soll das Verfassungsgesetz zur Kenntnis nehmen."

"Dieses Jahr dient der 10.-Oktober als Feiertag für eine geglückte Ortstafellösung, der uns den Blick in eine positive Zukunft frei macht", ließ SPÖ-Chef Peter Kaiser per Aussendung wissen. Er sprach dem "Hauptverhandler" Staatssekretär Josef Ostermayer und den "betroffenen" Bürgermeistern als wichtige Partner besonderen Dank aus. Weiters appellierte Kaiser, "am 10. Oktober, an dem die Emotionen Hochkochen können, ruhig Blut zu bewahren und am Kompromiss festzuhalten".

Das im Kompromiss-Memorandum zur Ortstafellösung festgehaltene Dialogforum wird laut Dörfler in einer der nächsten Regierungssitzungen fixiert werden. Die Landtagsparteien, die drei Volksgruppenorganisationen und die Einheitsliste/Enotna Lista (EL) werden dort mit je einem Sitz vertreten sein. Dazu kommen die sieben Mitglieder der Landesregierung oder entsandte Vertreter, je zwei Bürgermeister aus den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt und einer aus dem Bezirk Villach Land. (APA)

 

Urban Angel
00
9.10.2011, 13:09

1 .. 2 .. 3
Wir waren alle mit dabei!

Wie lange hat das jetzt gedauert?
wie viele Arbeitsstunden und wie viel Geld?

(das verkauf ich dann als Brechmittel einem Zwilling über Ratiodings)

Archi
00
9.10.2011, 12:22

das ist ja wirklich grenzgenial, wenn ausgerechnet die per gerichtsbescheid als offiziell dümmster politiker österreichs anerkannte oberdumpfbacke dörfler jemanden dazu auffordert, verfassungsgesetze anzuerkennen...

wohl schon vergessen, wie die fpk in den letzten jahren agiert hat? oder einfach zu dumm, um es sich zu merken?

kater bruno
00
8.10.2011, 16:40

Ich verstehe dieses Theater nicht. Scheuch und diese vielen unnötigen Politiker, die Kärnten als ihr Privateigentum betrachten, führen sich auf, als ob Kärnten Nordslowenien wäre.

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