Stockholmer Ermittlungen in Sachen Nobelpreis-Vergabe eingestellt

8. Oktober 2011, 12:24
  • Wettquoten waren da reichlich egal: Tomas Tranströmer und seine Ehefrau Monica bei der improvisierten Pressekonferenz nach der Preisbekanntgabe
    foto: reuters/jessica gow/scanpix

    Wettquoten waren da reichlich egal: Tomas Tranströmer und seine Ehefrau Monica bei der improvisierten Pressekonferenz nach der Preisbekanntgabe

Wettquoten waren auffällig gefallen - Akademie-Sekretär Englund: Kein "Leck"

Stockholm - Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte nach einem Zeitungsbericht zu prüfen, ob es im Zusammenhang mit der Verleihung des diesjährigen Literaturnobelpreisen zu Straftaten gekommen ist -  die Ermittlungen wurden nach einer Woche eingestellt. Nach Angaben der für den Nobelpreis zuständigen Schwedischen Akademie in Stockholm am Freitag sehe die Staatsanwaltschaft keinen Grund mehr zu der Annahme, dass eine Straftat begangen wurde.

Laut Odd Zschiedrich, dem Kanzleichef der Schwedischen Akademie, wussten diesmal außer den 18 Akademiemitglieder fünf weitere Mitarbeiter im Vorhinein, wer den Preis erhalten würde. Der Akademie-Sekretär Peter Englund erklärte nun, er sei überzeugt, dass es kein "Leck" gegeben habe. Er warf dem englische n Wettbüro Ladbrokes vor, mit dem Spiel um den Nobelpreis zur Vulgarisierung des Nobelpreises und der Literatur beizutragen.

 Ladbrokes nimmt - analog zu Sportveranstaltungen, seinem Hauptgeschäft - alljährlich Wetten auch auf den Literaturnobelpreis an. Noch am vergangenen Donnerstag war bekannt geworden, dass die Quoten auf den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer  in den zwei Stunden vor der Bekanntgabe des Preises auffällig von 1:8 auf 1: 1,66 gefallen waren.

Seit 2006 waren mehrfach die jeweiligen Preisträger durch hohe Einsätze wenige Stunden vor der Bekanntgabe an die Spitze der Ladbrokes-Listen gelang. 2008 hatte das Wettbüro deshalb die Einsätze auf den Franzosen Jean-Marie Gustave Le Clézio kurzfristig gestoppt. Eine interne Untersuchung der Akademie hatte auch damals zu keinem Resultat geführt.

Der Stockholmer Ladbrokes-Sprecher Andreas Fyrlund meinte, man sei selbst ebenfalls überzeugt, dass vor der Bekanntgabe des Preises alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Er sagte der dpa: "Es ist aber schon ein bisschen komisch, dass seit 2006 immer wieder die jeweiligen Preisträger ganz zuletzt an die Spitze der Wettliste kommen. Wir lagen bei fünf der letzten neun Vergaben genau richtig." (APA)

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10 Postings
Na endlich.

Klappe die 1.128ste. Wie oft habe ich diesen Spruch seit den 60iger Jahren, jetzt etwas vermehrt gehört. Letztklassig die *sogenannten* Informanten. Feig udn hinterhältig.

Wetten auf Ereignisse die manipulierbar sind

sind überflüssig, und schaden dem Sport. Gehören konsequenterweise verboten.

irgendwie lustig

dass der typ ODD heisst.............

odd

thomas?

es geht um wettbetrug

und odds sind halt chancen (quoten)

oh...

...stimmt.
danke :)

wer für geld wettet, dem ist sowieso nicht zu helfen.

..die unwichtigste Meldung des Tages...

ist dieser Artikel...das interessiert heute keinen Menschenen! Die Welt hat wichtigere Sorgen als die Nobelpreisvergabemodalitäten..und die Psydogeheimniskrämerei.
Ziumal seit der Friedensnobelpreisvergabe an OBAMA der noch immer Krieg führt zur vollkommenen Unglaubwürdigkeit des Komitees geführt hat!

Wegen irgendwelchen Wettquoten? Ist doch völlig egal. Dann wettet man halt einmal nicht.

OH

MY

GOOOOOOOOD ! ! ! ! !

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