Kopf des Tages

Einer mit Sportsgeist an der Spitze

7. Oktober 2011, 19:15
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    foto: apa

    Markus Wallner wird Landeshauptmann von Vorarlberg.

Sausgrubers Nachfolger will kein "abgehobener" Landeshauptmann sein - Er sei ein "Outdoor-Typ"

Wie der junge Sausi schaue er aus der Neue, schwärmen Sausgruber-Anhänger. Nicht nur wegen der randlosen Brille. Ruhig und bescheiden sei er, mit den Leuten könne er's - wie der Sausi. Der Opposition fällt zum designierten Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner noch nicht viel ein: Einen Generationenwechsel erhoffen sich viele vom 44-Jährigen, nicht nur an der Regierungsspitze, auch in der Regierungsmannschaft und in der Volkspartei. Das sture und starre Beharren der Landes-ÖVP in der Bildungs- und Familienpolitik sollte er beenden.

Die Erwartungen in den neuen Landes- und Parteichef sind in der Partei höher: Den Wirtschaftsbund, der eigentlich lieber Landesrat Karlheinz Rüdisser an der Spitze gesehen hätte, gilt es zu beruhigen. Tendenzen beim Großkapital zur Gründung einer Wirtschaftspartei sollte er erfolgreich abwehren. Den Nachfolgekampf für die Erbpacht Regierungssitz im Bauernbund muss er befrieden.

Die nächsten Tage werden zeigen, ob Wallner den Mumm hat, die personellen Weichen für die Landtagswahl 2014 zu stellen. Erfahrung in der Parteiarbeit hat der frühere Landesgeschäftsführer und bisherige Sausgruber-Vize zur Genüge, Sportsgeist hätte er auch. "Ich bin ein Outdoor-Typ", sagt Wallner über sich. Egal, ob zu Fuß, auf Tourenskiern oder mit dem Mountainbike - ihn zieht es in die Berge. "Wenn ich längere Zeit ohne Natur und frische Luft sein muss, werde ich grantig." Diesen Bewegungsdrang mit seinem Regierungsamt, das er mit mindestens 50 Wochenstunden veranschlagt, zu vereinbaren, sei eine Herausforderung, räumt er ein. Weil Sport aber auch "den Geist lüftet", müsse dafür Zeit sein.

Raus aus dem Landhaus will der studierte Politikwissenschafter aber nicht nur wegen der Natur. Wer ihn beim sogenannten Bürgerkontakt beobachtet, sieht einen aufmerksam zuhörenden Menschen: "Ich nehme auf, lerne im Dialog." Dem Politologen und Historiker sind "abgehobene" Politiker ein Gräuel - und korrupte. Der gegenwärtigen Negativstimmung gegen Politiker möchte er "Korrektheit, ehrliche Bemühung" entgegensetzen, aber auch "Klarheit bei Entscheidungen und Aussagen".

Ein klares Zeichen für Generationenwechsel setzt Wallners Ehefrau Sonja. Die Mutter der drei gemeinsamen Kinder wird weiter als Krankenschwester arbeiten. Sie ist somit die erste berufstätige First Lady in Vorarlbergs Geschichte. (Jutta Berger, DER STANDARD, Printausgabe, 8./9.10.2011)

Cleaner
10
11.10.2011, 00:29
Mafiaboss Nr. 5 !

sennowise
10
10.10.2011, 16:23
Ein Bonze vom Scheitel bis zur Sohle

Hat nie einen ehrlichen Tag gearbeitet, immer nur ÖVP Bonze, weiss aber genau was für uns alle gut und richtig ist.

Wenn ich solche Vögel sehe werde ich grantig.

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