Liegt es am Umgangston?

7. Oktober 2011, 17:33
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    foto: apa/photonews.at/georges schneider

    Volksvertreter im Parlament (am 30. 9. 2011): "Ein herausfordernder Ton ist das, der ein hohes Wissen der Schwächen voraussetzt und der vernichten will, wenn es ohne Schaden für die eigene Person geht."

Im Parlament sollte das Schicksal eines Staats diskutiert werden, kluge Entscheidungen zum Wohl der Meisten sollten dort getroffen werden - Von Marlene Streeruwitz

Hier aber bevölkert eine Kindergruppe die gesamte österreichische Sprechlandschaft.

***

Von London zurück und die Parlamentsübertragungen da in Erinnerung, ist die Übertragung der Parlamentssitzung zum Europäischen "Finanzrettungsschirm" in Wien ein Schock. Dabei geht es nicht um die Argumente. Die sind europaweit gleich. Die einen regieren und die anderen nicht. Das ist nicht sehr spannend. Es geht auch nicht um die Aggression. Die ist überall gleich hoch. Ich denke, es sollte noch viel aggressiver diskutiert werden. Schließlich geht es um eine jener Krisen, wie sie in Österreich jahrhundertelang das Joch der Steuern und Aushebungen nach sich zogen.

Es waren ja immer schon die Geldgeschäfte auf Kosten der Untertanen, die so ein österreichisches Normalschicksal von Enge und Leid und Unterdrückung herstellten. Darum geht es heute wieder. Die Volksvertretung hätte allen Grund, sich diesen Aussichten zu stellen. Aber das tun sie nicht. Die Volksvertreter beschäftigen sich miteinander und führen Schaukämpfe und das alles in diesem Ton der Geschwister-frechheit, der in der gesamten öffentlichen Redeweise geführt wird. Da wird kein Abstand gehalten. Da wird vorausentworfen, was der andere eigentlich meint. Da wird keine Meinung zugelassen als die, die für den anderen vorausgedacht worden war. Da wird dem oder der anderen gar keine eigenständige Existenz zugestanden. Dazu wird per Du herumgeschrien. Dazu wird per Du und per "Ihr da" geschmäht. Und. Es werden nur die festgeschriebensten Meinungen zueinander geäußert. Die jeweils Beschriebenen werden in einer Beschreibung eingefangen, die die Beschriebenen mit einer Beschreibung nun wieder der anderen zurückzahlen. Es herrscht der Ton des Kinderzimmers des strengen Vaters, der gerade die eigentlichen Regierungsgeschäfte führt. Diesen strengen Vater gibt es nun längst nicht mehr. Die Kinderln im Parlament aber werfen einander die Existenz vor. Geschwisterrivalität. Es herrscht ein Ton, wie er in so Kleingemeinden wie dem "Gutruf" oder in der Sauna oder am Stammtisch geführt wird.

Dieser tief kindische Ton

Ein herausfordernder Ton ist das, der ein hohes Wissen der Schwächen voraussetzt und der vernichten will, wenn es ohne Schaden für die eigene Person geht. Deshalb sind alle diese Personen ja auch in Parteien. So eine Partei. Da wird in den Sitzungen und dem geselligen Beisammensein danach und davor dieser Ton gegen die anderen eingeübt. Da lernt man, in der Gruppe zu stehen und von da aus die Schimpfereien in einen Saal auszusenden, und die einzige Leistung dabei könnte sein, dass einer einmal witzig und überdreht diese Beschimpfungen formulieren kann. Das wird dann "treffend" und "brillant" genannt. Beurteilt wird das aber immer von der eigenen Gruppe. Außensicht von einem selber. Das kennt man da nicht. Es sind ja immer die verachteten Geschwister, die angegangen werden, und da gilt gar nichts. Erst der Eintritt des strengen Vaters würde zu Ordnung führen und jenem Sprechen, das immerhin die Achtung der Existenz der anderen Person beinhalten müsste.

Diese Kindergruppe bevölkert die gesamte österreichische Sprechlandschaft. Vor allem in den Medien. Es ist zuerst komisch und dann gleich überhaupt nicht, dass in der Comedy-Sendung Was gibt es Neues auf ORF 1 derselbe Umgangston wie im Parlament herrscht und hier nun die Komik ausmachen muss. Immer leicht übergriffig wird es als großartig lustig angesehen, wenn Rassismen aller Art aufblitzen. Die Amerikaner. Die Russen. Die Schwulen. Die Frauen. Die Ausländer. Das, was im Parlament den politischen Gegner herabwürdigt, wird hier offen gegen Gruppen eingesetzt. Es wird dann gelacht und geklatscht. Wie im Parlament auch. Und. Es ist dieselbe Hilflosigkeit wie im Parlament. Denn. Dieser überfamiliäre Ton der Verachtung entspringt einer tiefen Selbstverachtung. Das aber wiederum bindet an diesen tief kindischen Ton und lässt kein Denken zu. Es kann also die Krise nur in der Schmähung der anderen besprochen werden, statt eine Analyse und Auswege zu diskutieren. Wenn die andere Person niemand ist, der als Vertragspartner angesehen werden kann, weil man sich selber nicht dafür hält, dann gibt es keine Politik. Dann kann es keine Politik geben.

Es wäre notwendig gewesen, einen Prozess der Emanzipation von dieser kulturell bedingten Kindischheit durchzumachen. Achtung und Respekt des Verhandlungspartners ermöglicht überhaupt erst ein Denken. Denken. Klares und strenges Denken und damit eine realistische Beurteilung der Lage. Dieses Herumgeplänkel in einer alles beschränkenden internen Sprache lässt ja nicht einmal eine klare Sicht der Dinge zu. Und. Es ist nicht lustig. In der Comedy-Sendung schleppt es sich von Kleinüberschreitung zu Kleinüberschreitung. Wie im Parlament.

Die Dümmsten gewinnen

Und die Dümmsten gewinnen, weil sie am unbekümmertsten ihre Schmähung verkünden können. In der Comedy wie im Parlament. Der Ton des greinendgrantig angriffslustigen Kinderzimmers zieht sich dann in die Polizei-Fernsehserien hinein. Die, die in Österreich produziert wurden. Da werden die Verhöre in eben diesem Ton geführt. In der persönlichen Auseinandersetzung zeigt sich die versteckte Gewalt offen. Da gibt es keine Grundrechte. Da gibt es keine Menschenrechte. Da werden Vorverurteilungen ausgesprochen. Wieder wird die andere Person, in diesem Fall der oder die Verdächtigte, von der Polizei der Fernsehserie entworfen. Der Verdacht wird auf dieselbe Vermutung gegründet, die im Parlament zur Schmähung führt und in der Comedy zur Abwertung des Gegenstands der Frage.

Immer geht es darum, von sich abzulenken und alle Aggression gegen die andere Person zu richten. Wieder werden alle Denksperren aktiviert. Es wissen ja alle, dass es SO eigentlich nicht geht. Dass alle andere Aufgaben hätten. Im Parlament sollte das Schicksal eines Staats diskutiert werden und kluge Entscheidungen zum Wohl der Meisten getroffen werden. In der Comedy sollten witzige Repliken fallen, und Witz entsteht aus Denken und nicht aus Verachtung. Und in der Fernsehserie. Da verlässt sich der Text, die Schauspieler und die Regie auf die Wiedererkennbarkeit dieses Tons. Da ist das also dann schon zu Folklore versteinerte "Natur". So wird ein Nationalcharakter konstruiert.

So wurde das immer gemacht. Im Fall der Finanzkrise, die ja nun auch schon einige Jahre andauert. Da wäre es halt großartig gewesen, von einem Parlament regiert zu werden, das sich aus Personen zusammensetzt, die in aller Achtung und Respekt ihre Denksperren der Verachtung aussetzen können und sich deshalb dem Regieren widmen könnten. Und. Dieser Ton ist insgesamt ein Fabrikat. Da liegt keine "Natur" eines Österreichischen zugrunde. Das beste Beispiel dafür ist die Polizei. Während in den Serien eine menschenverachtende und die Grundrechte missachtende widerlich unhöfliche Polizei auftreten muss, habe ich in den letzten Jahren nur höfliche und kompetente Polizisten getroffen.

Laut Amnesty ist gegen die österreichische Polizei alle Klage zu führen. Ich würde dann aber gerne auch Klage gegen die Medienkonstruktion Polizei in der Fernsehserie führen. Wie ja überhaupt die Mediendarstellung der Kinderzimmeraggressionsprache einen Nationalcharakter zuweist, gegen den jeder Wähler und jede Wählerin sein muss. Mit einem sachlich aggressiven Parlament und einer sachlich aggressiven Sprache bekämen wir dann vielleicht auch bessere Comedy.

Am Ende müssen die österreichischen Komiker sich damit begnügen, Parlamentsprotokolle vorzulesen. Ganz am Ende. Es ist selbstverständlich Feigheit. Das Ganze. Es ist die Feigheit, die eigenen Wünsche vorzutragen. Es ist die Feigheit, die eigenen Wünsche nur über die Verunglimpfung der Wünsche der anderen darstellen zu können. Es ist Feigheit, sich in Gefühlen gegen andere zu suhlen. Es ist Realitätsverweigerung. Zerstörerische Wichtigtuerei. Aus Krisen kommt man damit nicht heraus.

Im Gegenteil. (Marlene Streeruwitz, DER STANDARD/ALBUM - Printausgabe, 8./9. Oktober 2011)

 

Marlene Streeruwitz, geboren in Baden bei Wien. Studium der Slawistik und Kunstgeschichte. Journalistin der Öko-Zeitschrift "Natur ums Dorf". Freie Texterin und Journalistin. Literarische Veröffentlichungen ab 1986. Freiberufliche Autorin und Regisseurin. Sie lebt in Wien, Berlin, London und New York. Mit ihrem eben erschienenen Roman "Die Schmerzmacherin" (S. Fischer Verlag) ist Streeruwitz auf der diesjährigen Shortlist zum Deutschen Buchpreis ge- landet. Er wird am 10. Oktober verliehen.

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Posting 1 bis 25 von 40
1 2
marco annau
 
00
11.10.2011, 23:08

Frau Streeruwitz schreibt ueber eine Wahrnehmung, wie sie viele Menschen hier erleben, die einfach nur Augen und Ohren offen haben. Diese Wahrnehmung reicht viel weiter als in die Politk. Sie zeigt punktgenau, stilisiertes Handeln vor dem Denken auf. Dieses Handeln ist oft abschaetzig gefaerbt, weil man sich damit eine Auseinandersetzung mit sich selbst erspart. Einen guten Umgangston kann man leider nicht verordnen, einen schlechten aber auch nicht!ich nehme an Frau Streeruwitz moechte sich, so, wie viele andere, nicht einfach mit dem selbstgestrickten Bild Oesterreichs zufrieden geben, welches unsere Gesellschaft verordnet hat. Es gibt viele Menschen, die zu einem denkenden Oesterreich zahlen, die vielleicht nicht so laut sind.

roman g
 
01
11.10.2011, 18:16
Sorry, aber mir ist vollkommen schleierhaft, warum dieser text derart euphorische kommentare bekommen kann. Streeruwitz‘ text ist eine undifferenzierte suderei,…

…an der im prinzip nur eins bemerkenswert ist: Sie schafft es, ausnahmslos allen ö-politikern von blau bis grün, allen ö-komikern, allen tv-krimiserien-kieberern und zum drüberstreuen auch noch amnesty international pauschal eins drüberzuziehen, ohne dies auch nur im geringsten mit details oder beispielen zu untermauern. (Oops, ein beispiel hat sie schon: Ihr gegenüber waren die polizisten zuletzt immer höflich. Wie schön. Für sie.)

Ok, auch ohne beispiele kann ich mir schon vorstellen, dass streeruwitz bei manchen politiker(rede)n mit ihrer einschätzung recht hat, aber wenn sie bestimmen will, wie bei wgen "witz entstehen" soll, dann erinnert mich das an ein wort, das sie selbst gegen ende ihres artikels verwendet: "Wichtigtuerei".

WAKU
00
10.10.2011, 15:47
Ausgezeichneter Artikel

Es fehlt fundamental die Achtung vor dem Anderen.
Die Neinsager gegen die Besserwisser im Vorwegnehmspiel ist die Unsitte die zunehmend jede Streitkultur dominiert.
Die Anpöbler regieren.

marco annau
 
01
9.10.2011, 12:49
volltreffer

Volltreffer- Frau Streeruwitz! danke fuer diesen text, Sie haben punktgenau das thematisiert, was vielen Oesterreicher/innen die Poren verstopft. Der sogenannte oesterreichische Ton, der in der oesterreichischen Politik und daraus resultierenden Medien gepflegt wird, irrtuemlicherweise Jahrzehntelang als oesterreichischer Schmaeh verkauft wurde/wird, ist eine gepflegte Luege, da ihr Ursprung in der unterschwelligen Anfeindung (Schmaehung) liegt, aber sich dann doch nur als nicht ernstgemeint zurueckziehen kann- es war ja witzig gemeint. Sie haben recht: auf diese Art geht gar nix! Diese Komunikation verstellt sachbezogenes Handeln. Und die handelnden Personen bemerken es nicht einmal, es sind einfach die Falschen

heinz strobl
 
00
8.10.2011, 20:56
Fernsehen ist immer

Unterhaltung und wenn das Fernsehen dabei ist werden alle und wird alles kindisch.
Wenn man die Stenographischen Protokolle außerhalb der Übertragungszeiten liest, dann lernt man die Mandatare besser kennen.
Wirklich argumentiert wird in den Ausschüssen.
Das Plenum ist was fürs Fernsehen und die Gallerie.
Gegen die neue ATV Reportage haben die Mandatare keine Chance.Alles für die Quote und sei es der mieseste Kalauer.Mit feiner Klinge kämpft da keiner.
at least infamous -.Die Radfahrermentalität ist aber schon länger ein Nationalcharakter.Aufrechte Österreicher, es gibt sie wirklich, findet man im Ausland oder in der Resignation,zumeist dem Alkohol ergeben oder anderen Drogen.Denn nüchtern ist das alles schwer erträglich.Prost !

AllesWieImmer
21
8.10.2011, 17:57
Der strenge Vater

Was können "die Kinder" dafür. Wenn sich Erwachsene so gerieren?
Denn. Sie sind ja keine Kinder. Mehr. Also. Es liegt hier wohl eine Verzerrung vor.
Und. Ein Essentialismus. Eine Ahistorisierung. Obwohl. Der strenge Vater. Gott ist das. Vater ist Gott. Papa. Heiliger. Gütiger. Strenger.
Schüssel war. So ein strenger Vater. Und jetzt. Jetzt kommt es heraus. Das was dann. Damals im Verborgenen. Gediehen ist.
Insofern. Der "kindische Ton" ist mir lieber. Eigentlich. Es wird schon werden. Wenn wir nur. Wenn wir nur keinen strengen Vater. Herren. Und mehr. Nicht mehr brauchen.

locken
14
8.10.2011, 16:08
Vorbestrafte machen Gesetzefür unbescholtene Bürger ,eine Schande (Westenthaler,Winter )

Gerald H
00
9.10.2011, 11:01

vox populi vox dei

Pintinho
01
8.10.2011, 16:03
kinder

zurecht kritisiert frau streeruwitz die selbstverständlichkeit, mit der bei uns vorurteile verwendet werden:
"Die Amerikaner. Die Russen. Die Schwulen. Die Frauen. Die Ausländer"

gleichzeitig strotzt ihr artikel von vorurteilen: "Kinderzimmeraggressionsprache",
"Kindergruppe" "kindischer Tonfall",
"Kindischheit", "wie im Kindergarten", "Kinderln"

vorurteile gegen kinder sind aus tiefenpsychologischer sicht DIE vorurteile schlechthin.

heinz strobl
 
02
8.10.2011, 20:28
leider thema verfehlt

Hier geht es nicht um Vorurteile gegenüber Kindern.
Sondern Nachurteile.Was aber bei Kindern normal ist, ist es bei Erwachsenen noch lange nicht.Dies nennt man Regression.Das hat sie kritisiert, mehr nicht.Sie haben wahrscheinlich etwas gegen die Dame und würden selbst aus einer Buchstabensuppe ihr den Strick drehen.Stimmts ?

de-xpat
30
8.10.2011, 17:48

danke

mir scheint Frau S. hat wohl einen zu strengen Vater gehabt

public observer
 
10
9.10.2011, 09:41
kann man wohl annehmen ;-)

und der großpapa erst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erns... treeruwitz

dessen ungeachtet - für die eigenen vorfahren kann man nichts - ist der artikel treffend. ich frag' mich bloß wer der nächste herr papa (im hause östereich) werden soll...?

hoffentlich bereitet das establishment (zu dem trotz ihrer kritik an österreich auch frau Streeruwitz zählt) nicht wieder etwas autoritäres nach gutsherrenart vor...

Aung San Suu Tschi
 
01
8.10.2011, 15:33
Tiefenpsychologische Frage: Was muss geschehen, damit wir ÖsterreicherInnen endlich erwachsen werden?

Wenn man die Streeruwitz'schen Überlegungen weiterdenkt, kommt man zur narzisstischen Selbstdarstellung als (Schein-) Politik und dann doch wieder Politik (weil es eben nicht anderes und nur das gibt).

Der Kinderzimmer-Narzissmus herrscht leider auch in den neuen Oppositionsgruppen (also bei den Leuten, die erkannt haben, dass es nach der Krise so nicht weitergeht) vor bzw. darf auch dort nicht einmal problematisiert werden. Das ist tragisch.

Was muss geschehen, damit wir/unsere Gesellschaft endlich erwachsen werden/wird?

Was hält uns in diesem kindischen Zustand?

Welchen Vorteil bietet dieses ewige Kindisch-Sein und

warum haben wir solche Angst dafür, erwachsen zu sein/agieren und unsere Projekte zu verwirklichen?

turbotiga
00
8.10.2011, 15:04
ideocracy

der film als persiflage oder sind wir schon ganz nah dran an der "Idiotendemokratie". Bei dem, was sich im Parlament abspielt, tut sich doch den Job in Österreich kein intelligenter Mensch mehr an Zukunft.

Blöderweise entscheiden die aber über unser Land.

QUANTUM
00
8.10.2011, 16:57

wir sind nciht nah drann, wir sind mittendrinnen, leider.

Zara von Thustra
00
8.10.2011, 14:41

Man müsste jetzt nur noch analysieren, VON WEM diese Kindischschwätzer WARUM ins Parlament gekommen sind. Beim Lesen dieser Analyse sollte man unbedingt ein Speibsackerl (oder zwei) griffbereit haben.

witz bold
00
8.10.2011, 13:37
Sie haben leider Recht, Frau Streeruwitz

Das politische Kleingeld ist billig geworden - die Nazifalle bleibt scharf gestellt und die Schuldfrage ist so geklärt, dass sie sich politisch vermarkten lässt.

Just N. Opinion
 
04
8.10.2011, 12:54
Sie haben leider schrecklich Recht.

Es ist erschütternd, auf welchem Kleinkindniveau wir uns regieren lassen müssen. Aber da es leider vollauf genügt, vorgefertigte Wortmodule zu fabrizieren, um in Österreich Politik zu machen, weil Denken nicht verlangt wird, sogar als fremdartig und störend empfunden wird, kann sich daran wohl so bald nichts ändern.

Und durch die Art der Rekrutierung des politischen Personals, auch des "höchsten", der "Spitzen-"Politiker, nämlich einer ziemlich eindeutigen Form der Negativauslese, wird die Misere nur noch verstärkt.

nbergmann
06
8.10.2011, 10:56
Tief kindischer Ton und Selbstverachtung

Die deformierten Erwachsenen in Österreich könnten fast allesamt, auf eine schreckliche Kindheit von Mißachtung und Alleingelassensein zurückblicken, vorausgesetzt sie hätten gelernt zu reflektieren. Die Reflektionsfähigkeiten sind aus Selbstschutz sehr unterentwickelt, sonst hätte das Großwerden überhaupt gar nicht geklappt, so aufwendig wäre das gewesen. Was bleibt sind das Gefangensein im Kindheitszustand, hörbar im kindischen Ton und die Selbstverachtung für die Unfähigkeit sich selbst anzunhemen, welche sich in der Unfähigkeit den Wert der Anderen zu schätzen, spiegelt. So war und ist Österreich ein Land der Deformierten und die beobachtbaren Politiker sind letztlich nur eine Auswahl von Bürgern...

cabra
01
8.10.2011, 16:36
Sie haben's aber auch nicht leicht.

Ja, es gibt viel zu kritisieren in und an diesem Land, aber das ach so intellektuelle Sudern über deformierte Österreicher, Gefangensein im Kindheitszustand etc. nervt ordentlich.

Rijad
01
8.10.2011, 13:56

Wie recht Sie nur haben. Tragisch aber wahr.

s füdla voll arbat
14
8.10.2011, 10:12

Das ein rechtskräftig verurteilter im Parlament sitzt auf kosten des Steurzahlers, und noch NICHTS zum Wohle des Landes beigetragen hat, zeigt die Moral und Ethik unserer "Politik".

s füdla voll arbat
00
8.10.2011, 14:19

Rotgeber: Fühlt sich wohl auf den Schlips getreten? So wars auch gemeint!

Roter Baron
00
8.10.2011, 09:44
welcher umgangston ?

nur weil sie dort statt lüge unwahrheit sagen ?
das ist noch kein beweis für einen solchen.

roter baron

tapsel
 
25
8.10.2011, 05:35
Für diejenigen denen im Artikel zuviele Füllworte waren,...

die das Versändnis erschweren:

Ich glaube Frau Streeruwitz will uns sagen, dass unsere Politiker kindische Streithähne sind, die nicht diskutieren können und sich ihrer Verantwortung nicht bewußt sind. Soweit so allgemein bekannt und unoriginell.

Der Rest der Beschreibung der beschreibenden Beschreiber (oder sinds die Beschreibenden die beschrieben werden?) lässt sich beschreiben wie die weisse, geschmackfreie Masse auf einem Cappuccino: Aufgeschäumt, daher ohne viel Substanz und rein zur Zierde gedacht.

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