Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Boah! Ohne Wladimir Putin wären diese Schätze für immer verloren gewesen!
Ob Oben-ohne-Ritt oder das "Bergen" antiker Kunstschätze - im Westen mag man peinlich berührt die Augen verdrehen, wenn der Ex- und Bald-wieder-Präsident Russlands Wladimir Putin seine PR-Aktionen, in denen er sich als Mann der Tat präsentiert, im Fernsehen ausstrahlen lässt. Aber daheim kommen sie bei der Mehrheit der Bevölkerung recht gut an. Auch wenn dabei manchmal geschummelt wird, dass sich die Balken biegen: Etwa im August diesen Jahres am Schwarzen Meer, als Putin in die versunkenen Ruinen der antiken Stadt Phanagoria hinabtauchte und einige Artefakte "fand", die ihm Archäologen zuvor bereitgelegt hatten.
Natürlich ist Putin nicht der erste Machtmensch, der seinem Charisma mit Schummeln nachhilft. Und hier kommt das US-Magazin "Lapham's Quarterly" ins Spiel, das sich mit Literatur aus einer historischen Perspektive befasst. Auf der Website von "Lapham's Quarterly" gibt es den "Déjà-vu"-Blog, der aktuelle Ereignisse mit wesentlich älteren vergleicht und in vergnüglicher Weise aufzeigt, wie die Geschichte sich wiederholen kann. Da wird Wladimir Putin plötzlich in die Nachfolge des persischen Königs Dareios I. aus dem 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechung gerückt. Und wer hätte gedacht, dass sich eine Verbindung zwischen Pop-Sängerin Rihanna und dem altrömischen Konsul Lucius Quinctius Cincinnatus ziehen ließe? Nachzulesen hier:
--> Lapham's Quarterly: "Déjà-vu"
(red)
Von der Farbe auf Radium-Basis bis zum völlig funktionslosen "Falllschirmanzug": io9.com listet ungewöhnliche Todesfälle auf
Mitarbeiter eines Projekts zur Auswilderung von Bibern weist darauf hin, dass der Vorfall in Weißrussland äußerst ungewöhnlich, wenn auch nicht überraschend war
Berliner Unternehmen kombinierte speziellen Algorithmus mit Google Maps, um automatisch nach gesichtsähnlichen geografischen Strukturen zu suchen
Nicht immer finden alte Schiffe den Weg in die Abwrackwerft - eindrucksvolle Bilder aus aller Welt
Mark Bishop, Experte für Künstliche Intelligenz, sagt ja und erklärt im "New Scientist", warum
University of Arizona stellt Liste zusammen: Vom Affen Lesula bis zu einem harfenförmigen Schwamm und einer leuchtenden Schabe
Mitmachgelegenheit: io9.com bittet um Anregungen nebst Beweisfotos
Aufnahmen der NASA-Sonde "Solar Dynamics Observatory" zu einem hypnotischen Kurzfilm kompiliert
Die aktuelle "Unstatistik des Monats" zeigt am Beispiel Kirchenstaat, wie unseriös manchmal mit Kriminalstatistiken wird
Jahrzehntelange Felderfahrung im Umgang mit fremden Völkern macht diese Berufsgruppe zu den idealen Leuten für den Erstkontakt
und vom schummeln in der Politik will ich gar nicht reden. Etwa wenn sie uns die Wirtschaftslage erklären. Putin ist zumindest hinabegtaucht und hat das Zeug heraufgeholt. Wäre es tatsächlich seit jeher dortgelegen, er hätte es heraufgeholt! Die unseren dagegen reden die unlösbaren Probleme klein, die lösbaren gross und lösen sie dann erst nicht richtig.
als er im Mai 1945 die Siegesparade auf dem Roten Platz auf einem Schimmel reitend anführen wollte. Der Unfall passierte allerdings schon beim Üben, drum hat er er dann den Schukow reiten lassen.
Irgendwie hat man doch das Gefühl, dass die sich nicht richtig Mühe gegeben haben und dass es dem entspannt planschenden Premier und Hobbyarchäologen einfach an Dramatik fehlt, jedenfalls wenn man an deutsche Wertarbeit wie diese zum Vergleich heranzieht:
Denn unter mir lag's noch, bergetief,
In purpurner Finsternis da,
Und ob's hier dem Ohre gleich ewig schlief,
Das Auge mit Schaudern hinuntersah,
Wie's von Salamandern und Molchen und Drachen
Sich regt' in dem furchtbaren Höllenrachen.
Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch,
Zu scheusslichen Klumpen geballt,
Der stachligte Roche, der Klippenfisch,
Des Hammers greuliche Ungestalt,
Und dräuend wies mir die grimmigen Zähne
Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.
Hierzu ein kleiner Tip: sollte Ihnen Kaviar auf die Dauer zu teuer sein oder sie zu sehr an Brombeermarmelade erinnern, empfehle ich ihnen klare Brühe mit Tapioka-Perlen. Falls Sie sogar einen Fischsud als Basis nehmen, dürfte das Laich-Feeling perfekt sein.
Die Geschichte mit den Pferden ist eine nette Legende. Allerdings hat Dareios kräftig geschummelt, ja gelogen, dass sich die Balken bogen, aber doch in größerem Maßstab, indem er sich, obwohl eigentlich Usurpator, als dynastisch legitimierten Herrscher darstellen ließ und für acht Rivalen, die er einen nach dem anderen besiegte hatte, seinerseits die Sprachregelung "Lügenkönige" durchsetzte.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.