Projekt

Leberschäden durch Medikamenten-Einnahme

7. Oktober 2011, 13:12

Das große Entgiftungsorgan reagiert mitunter empfindlich auf die Einnahme von Arzneimitteln

Im Rahmen der Zusammenarbeit von Linda Apotheken und der Deutschen Leberstiftung haben sich 30 Apotheken an einem wissenschaftlichen Projekt zum Thema „durch Medikamente verursachte Lebererkrankungen" beteiligt. Erste Ergebnisse zeigen, dass bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte aufgrund einer Medikamenteneinnahme aufgetreten sind.

Medikamente können unter bestimmten Umständen die Leber schädigen. Bei welchen Personen es dazu kommt, ist schwierig vorherzusagen, da vermutlich die Kombination aus genetischen Faktoren und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Aktuell gibt es zur Häufigkeit medikamentös bedingter Leberschädigungen kaum Daten. Daher hat die Deutsche Leberstiftung in Zusammenarbeit mit ausgewählten Linda Apotheken eine Befragung durchgeführt. Zielsetzung war es zu ermitteln, wie oft erhöhte Leberwerte nach Arzneimitteleinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente gelten. Wissenschaftlich betreut wurde das Projekt von Frank Lammert und seinen Mitarbeitern der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Rücksprache und Kontrolle

Befragt wurden volljährige Personen, die rezeptpflichtige oder frei verkäufliche Medikamente einnehmen. In sechs Wochen konnten in 30 Apotheken insgesamt 646 Fragebögen ausgefüllt werden. Die erfassten Daten werden derzeit ausgewertet und anschließend publiziert. Ein Trend zeichnet sich bereits jetzt ab: Deutlich mehr Personen, als erwartet, weisen erhöhte Leberwerte infolge einer Medikamenten-Einnahme auf.

Die Kunden werden mit dem Ergebnis nicht alleine gelassen. Sie können sich in einer von Experten der Deutschen Leberstiftung besetzten Telefonsprechstunde beraten lassen. Leberwerterhöhungen unter Medikamenteneinnahme sind in jedem Fall kontrollbedürftig, rechtfertigen jedoch nicht immer ein Absetzen der Medikamente. (red)

Der Q
00
10.10.2011, 15:05
rezept landet meist in der tonne

jeder arzt verschreibt immer gleich dutzende mittelchen, fast jedesmal wandert das rezept nach verlassen der praxis im müll und ich lebe heute noch

Bonair
01
10.10.2011, 17:11
Und was soll das jetzt aussagen?

Sie nehmen verordnete Arzneimittel nicht ein und gehen spaßes- bzw. des Krankenstands halber zum Arzt und belasten so Ihre Krankenversicherung unnötig. Respekt.

Michael Schmied
00
10.10.2011, 10:09

Bei solchen Meldungen trifft man niemals die hartgesottenen Poster, die gegen die Erweiterung der Medizin wettern.
Sobald es jedoch einen Artikel über Homöopathie, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Anthroposophische Medizin, Akupunktur etc. gibt, fallen diese wie Heuschrecken darüber her.
Passt halt nicht in deren Weltbild von der immer und überall einzig allein guten materialistischen Medizin, ohne Rücksicht auf Verluste.
(Nichts gegen den Fortschritt der verantwortlich angewendeten modernen Medizin).

Bonair
01
10.10.2011, 12:48
Was wollen Sie denn hören?

Dass unzählige Medikamente Transaminasenerhöhungen (und ich spreche absichtlich nicht von "Leberschäden") verursachen können, weiß jeder. Deswegen überlegt man auch in der Regel, ob es notwendig ist.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass Homöopathie und der Rest (und dass Sie "Akupunktur" ebenfalls aufzählen, zeigt mir, dass Sie da nicht ganz so firm sind; Akupunktur hat durchaus schon Wirksamkeitsstudien bestanden - allerdings auch dann wenn man die "Meridiane" ignoriert und irgendwo hineingestochen hat) unwirksam sind.

Michael Schmied
00
20.10.2011, 16:14

Nur einer outed sich?

Kaputt Nick
 
00
9.10.2011, 18:32
System-Österleich Opfer

Das BMASK-geschmierte ÖAR-Organ spricht auch 2010 noch von heimischen "Contergan-Opfern". Dabei hat die volksanwaltschaft (und NICHT etwa der "Behindertenanwalt") festgestellt, dass unsere "völkischen" Behörden die Geschädigten - das "Medikament" Softenon war in Österreich rezeptpflichtig - nie ausreichend über ihre Rechte auf Richtigstellung amtsärztlich und sanitätspolizeilich gefälschter Diagnosen, Amtshaftung und Schadenersatz informiert hatten. Ihre bald dreistellige Zahl wurde nicht einmal erfasst. Also richtigerweise: wir haben seit einem halben Jahrhundert grossteils nicht Contergan- sondern (bis dato entschuldigungslos gebliebene) "hartheimische" System-Österleich Opfer !

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