Schieder

EU soll Jugendlichen ohne Job helfen

7. Oktober 2011, 13:00

Union soll eine Milliarde Euro jährlich bereitstellen - Betroffene Länder müssten kofinanzieren - Schieder: "Erwarte mir einen Impuls von Europa"

Neusiedl am See - Für einen Jugendbeschäftigungsfonds im Ausmaß von einer Milliarde Euro auf EU-Ebene tritt Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) ein. Europa leide zur Zeit nicht nur an der Frage der Stabilität der Staatshaushalte einzelner Mitgliedsländer, sondern habe bei fünf bis sieben Millionen arbeitslosen Jugendlichen auch "ein massives soziales Problem": "Eine Europäische Union, die sich selbst ernst nimmt, muss sich auch um solche Fragen kümmern. Da erwarte ich mir einen Impuls von Europa", sagte Schieder am Freitag.

Im Hinblick darauf, dass in manchen Regionen im Süden Europas 40 bis 50 Prozent der jungen Leute bis 30 Jahre keinen Job hätten, bestehe "die Gefahr, dass die Hälfte einer ganzen Generation quasi hoffnungslos aufwächst", so Schieder. Dies sei sowohl wirtschaftlich als auch sozial und gesellschaftlich "ein extremer Sprengstoff".

In Österreich bekomme jeder Jugendliche, der vier Monate arbeitslos oder Schulabgänger sei, die Chance auf einen Ausbildungs- oder Lehrplatz. Auf europäischer Ebene wäre ein solches Modell nicht auf einmal, aber schrittweise finanzierbar, wenn man eine Milliarde Euro jährlich - ab 2012 oder spätestens im Finanzrahmen 2014 bis 2020 - für die berufliche Zukunft der jungen Generation zur Verfügung stelle.

Dazu gebe es noch die Möglichkeit der Kofinanzierung, wo auch die betroffenen Länder etwas beitragen müssten. Mit den bereitgestellten Mitteln könnte man Jugendlichen zum Beispiel den Schulabschluss, den Eintritt in eine Weiterbildungsmaßnahme oder Lehrstelle anbieten. Dies würde Beschäftigung bringen - gerade in Regionen, wo jeder Zweite arbeitslos sei, argumentierte Schieder.

Für die Finanzierung gebe es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon wäre eine Umschichtung im EU-Finanzrahmen über den Globalisierungsfonds. Wenn vorgesehen sei, einen Krisenfonds für die Agrarwirtschaft einzurichten, könne man auch einen Krisenfonds für arbeitslose Jugendliche einrichten, meinte Schieder.

Er habe den Vorschlag ausgearbeitet und mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) besprochen, der ihn diese Woche beim EU-Sozialministerrat in Brüssel vorlegte. "Wir hoffen, dass jetzt in Europa eine Diskussion in Gang kommt, die sich diesem Thema widmet. Weil man kann sich nicht nur kümmern um Währung und alle diese Fragen. Man muss sich auch um die jungen Leute kümmern", sagte Schieder. (APA)

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14 Postings
Daniel Dillinger
 
01
9.10.2011, 12:57

Wie viel würde von einer solchen Milliarde wohl bei den Betroffenen ankommen, und wie viel bei Parteien und deren Vorfeldorganisationen verschwinden?

Walter Bimini
00
28.10.2011, 10:10
und wer hat schon einen vernünftigen plan für irgendetwas in der eudssr

Buntspecht+
00
8.10.2011, 23:57
eine milliarde - cool...

I say money, money changes everything...
ein griffiges konzept um jungen leuten mehr aktionsraum zu schenken wäre irgendwie besser.
es ist ja so, dass die ausgefressenen weit über 100 kg schweren geronten dauernd was von wohlerworbenen rechten quasseln (und damit nicht nur die kohle sondern auch die aufmerksamkeit auf ihr konto leiten) und auf alles was unter 30 ist sch***.

Walter Bimini
00
28.10.2011, 10:13
das einzige was politiker können, ist ein problem mit geld zu bewerfen

vernünftige pläne wird man bei politikern vergeblich suchen. wie oft wurden griechenland und der euro schon gerettet? und trotzdem wird griechenland um den staatsbankrott nicht herumkommen und der euro wird sich als übergangswährung herausstellen.

Attila der Hunnenkönig
 
00
8.10.2011, 16:54
Für Alle

Es sollte überhaupt das Heer der Arbeitslosen in der EU besser gefördert werden! ¤

Slaveverwandler
00
28.10.2011, 00:04

Wir sind ja nicht die Rotzbuam vom AMS
;o)

didi111
00
8.10.2011, 15:30
Genau, DAS ist der richtige Weg...

Nicht so primitiv wie die Blacks (Kopf und Kurz uind nicht Dick und Doof) sich auf primitives Pensionstenbashing zu hauen, sondern nachzudenken, wie man die Arbeitslosen (hier die Jugendlichen) wieder in Brot und Arbeit bekommt.

Zugegeben, blöd hinzuhauen und sich Kompetenzen erfrechen zu wollen (Tätigkeiten des Amtsarztes übernehmen zu wollen) ist zeimlich einfach und ist ein eindrucksvolles Spiegelbild des derzeitigen intellektuellen Niveaus der ÖVP.

Lösungen zu suchen und auch zu finden, welche den Menschen eine Chance auf ein würdevollles Leben eröffnet, sind gefragt.

Walter Bimini
00
28.10.2011, 10:16
ganz gleich ob rot oder schwarz - eines ist ihnen allen gemein

politiker haben keine pläne - vorallem keine in der realität funktionierenden pläne. was weiß ein durchschnittlicher berufspolitiker schon vom leben? nichts.

Herzerzog Johann
02
8.10.2011, 14:39
Warum genau soll jetzt die EU dafür zuständig sein?

Ach so, er hofft einen Zahler gefunden zu haben.

Carlos Clementin
00
8.10.2011, 12:55
Ein SÖB eröffnen ...

ich mach jetzt so einen SÖB- Frma auf, kassiere von der EU und stecke die Jugendlichen schnell mal zum Rasenmähen oder Laubkehren...
oder ne Psychotussenfirma mit top Jugend-Beratung .- von Menschen für Menschen (beide ohne echte Arbeitserfahrung)
Ohne Arbeitsplätze nutz alles nix ...

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
7.10.2011, 22:26
Eine Milliarde

um eine Milliarde kannst jedem arbeitslosen Jugendlichen in der EU einen Cornetto kaufen, mehr nicht

mit einer Milliarde bewegt sich da garnix

Kapitalismus Luege
00
7.10.2011, 21:50
Krisenursache

liegt in der Geld(schöpfungs)wirtschaft, die in Überproduktion und überkonsumation endet.

Auch und woher kommt die Milliarde? - frisch gedruckt.

O5
21
7.10.2011, 19:31

Vielleicht sollte man sich mal fragen WARUM diese Jugendlichen arbeitslos sind. Vielleicht weil sie sich in der Schule nie angestrengt haben? Vielleicht weil sie aus ihrer Lehrstelle rausgehaut wurden? Vielleicht weil sie sich wider besseres Wissen für einen Job mit sehr schlechten Berufschancen entschieden haben?

Hilfe ist gut und schön, aber man hört in Österreich in den Öffis andauernd Jugendliche die damit prahlen wie wenig sie in der Berufsschule aufpassen und wie wenig sie in der Lehre arbeiten - denen sollte man dann denke ich auch nicht helfen wenn sie nach der Lehre, oh Wunder, keinen Job finden.

Fritz Meyer
20
8.10.2011, 11:16
Schauen wir uns aber zunächst mal Ihren Fall an...

Eindeutig Selbstverschulden.

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