Fettsüchtige Kinder haben Kniegelenksschäden

Kernspintomografie belegt - 14-Jährige mit nicht mehr reparablen Knorpeldefekten

Wien - Objektiv per Magnetresonanz-Untersuchung (MRT, MRI, Kernspintomografie) belegt: Alle krankhaft fettsüchtigen Kinder haben neben ihren Stoffwechselproblemen auch bereits Arthrosen. Sie betreffen die Kniegelenke, stellte jetzt ein Wissenschaftlerteam der MedUni Wien am AKH in einer Studie in der Fachzeitschrift "European Radiology" fest.

Die vor allem von der Universitäts-Klinik für Unfallchirurgie stammenden Autoren der Studie untersuchten 24 Kniegelenke von 20 krankhaft fettsüchtigen Kindern bzw. Jugendlichen im Durchschnittsalter von 14,2 Jahren mit dem bildgebenden Verfahren der Magnetresonanz, die sich ohne Strahlenbelastung auch besonders für die Darstellung von Gelenken eignet. Dabei wurde der Zustand der Gelenksknorpel und des Meniskus beurteilt. Die Betroffenen kamen von der Universitäts-Kinderklinik, an der sich der vor kurzem emeritierte Stoffwechselspezialist Kurt Widhalm speziell um übergewichtige bzw. fettsüchtige Kinder kümmerte.

Die Wissenschafter um Harald Widhalm von der Universitätsklinik für Unfallchirurgie: "Alle Patienten wiesen einen Knorpelschaden zumindest an einer Stelle des Kniegelenks auf." Am häufigsten - bei 19 der Untersuchten - waren es Defekte hinter der Kniescheibe. Auch am Meniskus fanden sich Veränderungen. Plausibel wäre, dass das Übergewicht mit mehr mechanischer Belastung zu den Arthrosen führt, die sonst erst im wesentlich höheren Alter auftreten. Aber eindeutig geklärt ist das noch nicht, schrieben die Wissenschafter. (APA)

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