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Ja - es ist wieder mal so weit: Die Saison der Gratisarbeit der erwerbstätigen Frauen in Österreich ist mit 4. Oktober angebrochen: Statistisch gesehen haben Männer das durchschnittliche Jahresgehalt von Frauen an diesem Tag bereits verdient, was sich wiederum als 24, 3-prozentige Einkommensschere darstellen lässt.
Dass hier alljährlich im Herbst mehr oder minder dasselbe steht, liegt daran, dass Unternehmen, wenn sie möchten, wegschauen dürfen (und mit den Einkommensberichten halt ein bissl warten) und die öffentliche Hand in Gleichstellungsfragen (wie auch in Fragen der Corporate Social Responsibility) keine klare Vorbildfunktion einnimmt. Dass auf Selbstverpflichtung und gutes Zureden gesetzt wird. Und es liegt auch ein wenig daran, dass sich viele Frauen angewöhnt haben, sich abzufinden. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 8./9.10.2011)
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