Arabischer Frühling

Ist Demokratie auf Grundlage der Scharia möglich?

Leser-Kommentar | 29. Oktober 2011, 10:15

Beunruhigung vielerorts über die Einführung der Scharia in Libyen und Tunesien. Man hat den Leuten geholfen- und nun das! Alles halb so schlimm, winken nun manche ab. Ist es das wirklich?

Zunächst ist die Scharia kein juristisches System wie wir es kennen, mit grundlegenden Rechtsprinzipien und davon abgeleiteten Paragraphen. Die Scharia ist einfach ein Abgleich: Was ist konform mit den Lehren des Islam und was nicht? Es wird also verglichen. Zunächst einmal mit dem Koran. Weil aber der Koran höchstens 500 juristisch verwertbare Stellen aufweist, nimmt man die Hadithen dazu.

Als wichtigstes Standbeine der Scharia gelten die Hadithe

Hadithe sind in islamischer Tradition die Sprüche und Taten des Propheten, die als Beispiel eines perfekten religiösen Lebens gelten: Was hat Mohammed zu diesem oder jenem Anlass gesagt oder getan, welche Verbote und Gebote erließ er? Aber auch: was war sein Lieblingsessen (Kürbis), wer war seine Lieblingsfrau (Aischa), wie war sein Bart gefärbt, und wen traf er alles bei seinen nächtlichen Ausflügen in den Himmel oder in die Hölle an. Kurzum - nahezu jede denkbare und undenkbare Situation ist durch ein Hadith repräsentiert. Und mit diesen Sprüchen werden Rechtsfälle abgeglichen.

Zweihundert Jahre Verspätung

Die Zahl der Hadithe überschreitet insgesamt die Millionengrenze. Der sunnitische Islam kennt sechs kanonisierte, also "offizielle" Hadithsammlungen, der schiitische fünf. Andere haben wieder andere Sammlungen. Die "anerkannten" Sprüche gehen noch immer in die Zehntausende- und eine allgemein akzeptierte Übereinkunft darüber gibt es nicht.

Die Hadithe entstanden hauptsächlich zwischen den Jahren 850 (Buhari) und 915 (Nasa‘i). Das bedeutet 200 bis 300 Jahre nach dem Propheten (gest. 632). Nach islamischer Tradition wurden die Hadithe von Generation zu Generation mündlich weitergegeben.

Wie authentisch ist das Material?

Dies wirft natürlich die Frage nach der Authentizität des Materials auf. Warum wurden die Sprüche mit so großer zeitlicher Verzögerung aufgeschrieben? Und wie verlässlich sind Sprüche, die über sechs Generationen oder noch mehr erzählerisch weitergereicht wurden, von Teefeuer zu Teefeuer, von Bazar zu Bazar, bis sie schließlich bei einem der Sammler landeten? Das wäre so, als würden wir heute von den Taten Napoleons erfahren, in sämtlichen Details einschließlich aller seiner Reden, weitergegeben ausschließlich durch mündliche Erzählungen. Welche Verlässlichkeit hätte das?

Die Hadithe sind meist in wörtlicher Rede abgefasst, und jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt, handelt es sich doch um das wichtigste juristisches Instrument; denn im Gegensatz zum Koran liegen Hadithe in ausreichender Menge vor. Die Menge ist in Wirklichkeit erdrückend, und das ist neben der nicht für jedermann nachvollziehbaren Tradierung das Hauptproblem.

Probleme mit der Echtheit

Jedem ist klar, dass die Hadithe in ihrer Gesamtzahl nicht authentisch sein können. Aus dem dritten islamischen Jahrhundert ist noch dazu eine florierende Hadith-Industrie nachgewiesen. Hadithe wurden zu Tausenden "entdeckt", auf Bestellung angefertigt, und mit den Namen des Propheten und der "Gewährsmänner" aus seiner Umgebung versehen.

Es gab und gibt immer noch Versuche, "echte" Sprüche von "falschen" zu trennen. Untersucht wird dabei nicht das Hadith selber, sondern das isnad , das ist die Kette der Tradenten, indem man versucht die charakterliche Integrität und intellektuelle Kapazität des Erzählers herauszufinden um so den Wahrheitsgehalt eines Hadith zu ermitteln. Der offizielle Sammler al-Dawud verfügte nach eigenen Angaben über 500 000 Hadithe Rohmaterial, al-Buhari über 600 000, wovon sie 4800 bzw. 7400 als "echt" verwendeten. Das heisst, nur diese beiden Sammler hätten eine Million Überprüfungen durchführen müssen.

Ein Hadith aus der Sammlung des al-Buhari

Abu Sail al-Khudri berichtet: "Der Prophet sagte zu den Frauen: "Ist es nicht so, dass der Zeugenaussage einer Frau das halbe Gewicht der Zeugenaussage eines Mannes zukommt?" Sie erwiderten: "Ja, oh Gesandter Gottes!" ... "Der Grund dafür ist euer mangelhafter Verstand."

Niemand weiß, wie viele Hadithe welchen Anerkennungsgrades aktuell kursieren. Die Anerkennung der einzelnen Hadithe ist denn auch unterschiedlich. Was sich pompös "Islamische Rechtsschulen" nennt, ist nicht viel mehr als die Festlegung auf den Gebrauch bestimmter Referenzhadithe. Während die frühesten islamischen Rechtsschulen ganz ohne Hadithe auskamen und generelle Rechtsprinzipien entwickelten, beschränkten sich alle späteren Schulen auf den bloßen Abgleich: Was hat der Prophet dazu gesagt, was seine "Genossen", was seine "Nachfolger"?

Für jeden das passende Hadith

Die hauptsächliche juristische Grundlage der Scharia sind also Zitate, die hunderttausendfach in wörtlicher Rede über Generationen mündlich weitergegeben wurden, bis sie 200 - 300 Jahre nach ihrem Ausspruch zur Verschriftlichung gelangten.

Sie spielen die zentrale Rolle zumindest im sunnitischen Islam. Denn die Sira, die Lebens-Geschichte des Propheten ist nichts weiter als biographisch aufbereitetes Hadithenmaterial. Das macht die Hadithe zum wichtigsten Baustoff für die Sunna, das ist die "Prophetentradition", nach der sich die Sunniten benennen. Bereits im 3.islamischen Jahrhundert wurde die Göttlichkeit der Sunna verkündet und damit traten die Hadithe nahezu gleichwertig neben den Koran (was nebenbei erwähnt, ein großes Problem für moderne islamische Theologen aufwirft).

Mörderisch oder liberal: Die schiere Menge der Hadithe (und auch die Widersprüchlichkeit zahlreicher Koransuren) lässt theoretisch alles offen. Ob Demokratie auf der Grundlage der Scharia möglich ist? Diese Frage erhebt sich nicht unmittelbar. Zuvor müssen die Betroffenen die Frage klären, wie man mit diesem System Rechtssicherheit erreichen will, ohne die ein Rechtsstaat nicht möglich ist. (Leser-Kommentar, Norbert Schmid, derStandard.at, 29.10.2011)

Autor

Mag. Norbert Schmidt, geboren 1947, ist Publizist und arbeitete fünfzehn Jahre in islamischen Ländern. Er beschäftigt sich mit geisteswissenschaftlichen Studien mit dem Schwerpunkt "Der frühe Islam".

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Hossam Hassan
01
7.11.2011, 15:31
Der große Islamwissenschaftler Ignaz Goldziher

stellt einmal fest, dass die Hadithe in ihrer Gesamtheit keinen Anspruch auf historische Authentizität beanspruchen können.

jacques05
10
7.11.2011, 15:27
ist demokratie im kapitalismus möglich...?

Dani B.
00

ja. sonst noch fragen?

Ernst Hirschmugl
 
10
2.11.2011, 21:49
Rechtssicherheit

gab es auch, wenn auch recht eigenartig, unter Adolf Nazi; der kam auch ohne Demokratie aus.

Ludwig Andreas von Khevenhüller
02
2.11.2011, 10:41
Zensur

Ich habe in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass dieser Artikel aus einem Buch abgeschrieben wurde. Dieser Kommentar wurde leider nicht veröffentlicht. Ich versuche es jetzt einmal nur mit dem Autor: Norbert G. Pressburg. Wahrscheinlich war der Titel des Buches für die Zensur verantwortlich! (aus dem Kapitel: Vom Volk für das Volk)

Oddo Wolf
11
1.11.2011, 20:39

Auch unter Gaddafi war es möglich, daß ein Mann eine Zweitfrau haben konnte. Allerdings nur mit der Zustimmung der Ersten. Jabrils erste Gesetzgebung im Einklang mit der Scharia: Die Frau muß jetzt nicht mehr gefragt werden.
Selbstverständlich haben alle Frauen dem neuen Gesetz demokratisch zugestimmt. Oder?

Gottie
Gottie
02
31.10.2011, 16:42
Demokratie auf Grundlage der Scharia ist nicht möglich,

weil die Hadithe der Scharia, wie der Autor sehr eingängig erklärt, Stammesrecht in Hirten- und Beduinengesellschaften wiederspiegeln und eine entsprechende Funktion haben.
Ähnlich ergeht es der katholischen Kirche mit ihrer Sexualmoral, die mit Kondomverbot und dem Krankreden der Homomsexualität nichts anderes zum Ziel hat als die Vermehrung in einer Stammesgesellschaft sicherzustellen, ein klares Ziel des alten Testamentes.
Aber das alles hat mit heutigen gesellschaftlichen Rechts- und Verfassungsproblemen herzlich wenig zu tun. Islam und Katholizismus können ihre Wurzeln trotzdem nicht abwerfen. Dieses Schicksal haben beide.

istmirnichtmehrschnuppe
20
30.10.2011, 18:45
um mangelhaften Verstand

geht es hier nicht! Ein Hadith kommt im Normalfall mit seitenweisen Erklärungen und Hintergrundinfo auf Arabisch, um Missverständnisse zu vermeiden, wie man sie z.B. mit einer einfachen, kurzen Standardübersetzung in andere Sprachen bekommt. Das besagte Hadith schreibt 2 weibl. Zeugen vor wenn es um meist komplizierte Finanz-Wirtschaft-Erbschaft-Verträge geht, während als Zeuge in einem Mordfall die Aussage der Frau der eines Mannes gleichgestellt ist, ebenfalls in dem Fall, dass ein Ehepartner den anderen des Ehebruchs beschuldigt. Nachdem über Jahrhunderte, auch heute in vielen Teilen der Welt, Frauen weniger Bildung zuteil wird, soll in komplexen finanz. Angelegenheiten eine Frau die andere erinnern, um Falschaussagen zu vermeiden.

pox vobiscum
01
31.10.2011, 11:27

Ist doch pfeiffegal,
das ändert nichts daran, dass Gesetze und Regeln des menschl Zusammenlebens aus offensichtlichen und nachvollziebaren Gründen, die ich nicht schon wieder widerholen will, nicht mit "Gott will's halt so" begründet werden sollten.

Dhimmi
01
31.10.2011, 09:55
Wer sagt denn das?

Der eine sagt so, der andere so, Verdrehung hier hin, Verdrehung dort hin...
Ist doch im Koran auch nicht anders, die notorischen INTERPRETATIONEN, weil ja aus linguistischen Gründen (die Ursprache des Korans ist nicht arabisch) nicht einmal der Inhalt eindeutig ist.

Wie soll denn dieser Zirkus Grundlage eines funktionierenden Rechtssystems und im weiteren eines funktionierenden Staates sein?

Für das Paradies, die Hölle, den 7.Himmel und was weiss ich noch alles mag man das hinnehmen.
Nicht aber wenn wir vom hier und heute reden, schon gar nicht von universellen Menschenrechten und Demokratie.

Dramaqueen
41
30.10.2011, 17:52
Unsere Rechtsprechung orientiert sich nach den Tafeln von Moses und dessen 10 Geboten!!

Demoratiefähig oder nicht?

Freigeist78
02
30.10.2011, 18:49

Das ist ein großer Unsinn. Weder das römische Recht noch das germanische Gebrauchsrecht haben viel mit den Zehn Geboten des Alten Testaments am Hut.

Ich hoffe doch, dass sich unsere Rechtssprechung nicht an "Du sollst keinen anderen Gott haben... " orientiert. :/

Ganz im Gegensatz zu islamischen Ländern wo oft Ehen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen nicht zugelassen werden. Da muss man nichtmal die arabische Welt bemühen, Indonesien reicht diesbezüglich schon völlig.

Rijad
31
30.10.2011, 19:12
Weder das römische Recht noch das germanische Gebrauchsrecht haben viel mit den Zehn Geboten des Alten Testaments am Hut.

Aber dafür viel mit dem 12-Tafel-Gesetz. Da soll mir wer sagen, dass dieses nichts mit Religion zu tun gehabt hat.

pox vobiscum
00
31.10.2011, 11:34

Es ist egal, ob irgendeine Religion auch mal eine gute Idee gehabt hat bzw sich Regeln, die einem der gesunde Menschenverstand eingibt, sich selbst und ihrem Gott auf die Fahnen geschrieben hat - im allgemeinen sind die Regeln zum gedeilichen Zusammenleben mit der Vernunft aus der Kenntnis des menschlichen Wesens ableitbar.
Wenn das nicht der Fall ist, ist "das ist aber der Wille Gottes" (welcher Wille welchen Gottes? - es gibt ja so viele davon auf dieser Welt) auch keine ausreichende Begründung, das ist im Grunde überhaupt keine Begründung sondern eine mehr oder weniger willkürliche Behauptung.

Rijad
00
31.10.2011, 12:12

Darum ging es auch nicht, sondern lediglich um die Frage nach dem Ursprung, oder besser gesagt um den Kontext des Ursprunges, des europäischen Rechtsverständnisses.

Freigeist78
00
30.10.2011, 19:28

Ich bitte für diese Aussage um eine Begründung, da sie sich meines Erachtens auch sehr leicht widerlegen lässt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C... afelgesetz

Rijad
20
30.10.2011, 19:46

Da müssen's etwas tiefer wühlen als bis zu Wikipedia. Solche Dinge lernt man in "Römisches Recht I". Der frühe römische Zivilprozess war voll von religiösen Ritualen und Formeln. Vor dem 12-Tafel-Gesetz war das römische Recht noch mehr von Religion geprägt, aber selbst diese haben "Sakralrecht" beinhaltet (vgl. Ulpianus). Und ganz unabhängig davon, haben die Römer immer betont, dass der Inhalt des Rechts stets von den Göttern ausgeht, auch wenn die Menschen es beschließen.

Dhimmi
02
30.10.2011, 23:16
Und was hat das mit unserer Gesetzgebung zu tun????

Rein gar nix.
Eine Abhängigkeit zu religiösen Vorschriften zu konstruieren zu wollen ist absurd.
Freilich, das Christentum verbietet unterschiedslos Mord (der I.lam übrigens nicht) aber deswegen sind unsere Gesetze, die das ebenfalls verbieten, noch lange nicht religiös.

Kein einziger Paragraph bezieht sich auf irgend eine Bibelstelle. Die Scharia tut entsprechendes ausschliesslich.
Also von was redens denn eigentlich?
Sie ziehen Dinge an den Haaren herbei.

Rijad
10
31.10.2011, 11:24

Das die europäischen Rechtsordnungen überwiegend auf römischem Recht beruhen, muss ich Ihnen hoffentlich nicht erklären?
Es muss sich auch kein einziger Paragraph auf irgendeine Bibelstelle beziehen. Es reicht völlig, dass unzählige Norminhalte aus der Bibel und dem römischen Rechtstammen stammen.

Baron Mucki
 
03
30.10.2011, 15:13
Kann es sein

daß hier der Begriff Rechtsstaat mit Demokratie verwechselt wird?

Hlsebastian
08
30.10.2011, 13:24
Eine gute Zusammenfassung des islamischen Rechtsempfindens.

Die Tatsache, dass der Islam keine historisch-kritische Auslegung seiner normativen Schriften kennt (wie das im christlichen Bereich schon seit Jahrhunderten gepflegt wird), wird die Beantwortung der Ausgangsfrage aber wesentlich erleichtern: Nein, eine Demokratie auf Grundlage des Koran bzw. der Scharia ist nicht möglich, solange der Islam nicht (wie das Christentum) akzeptiert, dass seine heiligen Schriften Gotteswort im Menschenwort sind, d.h. nicht wortwörtlich inspiriert, also von Gott diktiert sind.

Trismegisto
 
10
30.10.2011, 15:45

selbst wenn man meint der Koran wäre von Gott diktiert, muss man ihn ja noch immer interpretieren, es könnte also noch immer Raum für Demokratie geben.

Dhimmi
00
31.10.2011, 10:11
"wäre von Gott diktiert"

GOTTES Wort INTERPRETIEREN?
Ja sind Sie des Teufels? Wieso MUSS man interpretieren? Welche Stellenwert hätte denn ein Wort Gottes wenn es INTERPRETIERT werden muss!
Aber es ist tatsächlich so.

Es wird interpretiert auf Teufel-komm-raus, weil nämlich gar nichts anderes übrig bleibt. Das ganze Konvolut ist nämlich durch x-fache Bearbeitung im Lauf der Jahrhunderte gründlichst verdreht und durch die Schutzbehauptung der wörtlichen Gottesmitteilung hoffnungslos in einer Sackgasse verrannt.

Mit Ihrem kurzen Statement legen Sie die ganze Problematik zutage.
Und wenn Demokratie rauskommt, ist es nicht mehr "Islam".

Trismegisto
 
00
31.10.2011, 13:01

egal ob es durch den Fleischwolf gedreht wurde, oder nicht, man muss es sowieso interpretieren.
Vielleicht sehen das manche Gläubige nicht so, aber die sind dann da eher lustig.
Alles was jemand sagt muss interpretiert werden.

Ich versteh aber nicht ganz - steckt da eine Absicht dahinter, zu meinen, dass sich Demokratie und Islam nicht vertragen? Ist das wirklich die Botschaft die man verbreiten will?

pox vobiscum
02
30.10.2011, 15:59

Wenn ein Gott will, dass die Mesnchen seinen Willen erkennen, dann soll er ihn gefälligst für alle unmissverständlich und unanzweifelbar kund tun - das sollte für so einen Allmächtigen ja keine Kunst sein.
Solange dies nicht geschieht, wären die Menschen gut beraten, ihre Gesetze und ethischen Überlegungen nicht auf den mutmaßlichen vieldeutigen und heftig umstrittenen Willen eines möglicherweise existierenden Gottes zu gründen, sondern auf die Vernunft und Erkenntnissse bezüglich des menschlichen Wesens.

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