Anti-Wall-Street-Proteste weiten sich auf weitere US-Städte aus
New York - Die Anti-Wall-Street-Bewegung breitet sich von New York auf weitere
Städte in den USA aus. Am Donnerstag versammelten sich Demonstranten unter
anderem in Washington, Philadelphia und Houston, um gegen anhaltend hohe
Arbeitslosigkeit und die ungleiche Verteilung von Wohlstand zu protestieren.
Verständnis für die Proteste der Studenten, Arbeiter und Gewerkschafter äußerte
ein hochrangiger Vertreter der Notenbank Fed. "Es gibt zu viele Arbeitslose, die
Einkommensverteilung ist zu ungleichmäßig", sagte am Donnerstag der
Fed-Präsident von Dallas, Richard Fisher, vor Geschäftsleuten in Texas. "Wir
haben ein frustriertes Volk, und ich kann ihre Frustration verstehen."
Auch US-Präsident Barack Obama und Finanzminister Timothy Geithner haben
Verständnis für die Proteste geäußert. Die Demonstranten, die seit Tagen an der Wall
Street gegen die Macht der Finanzkonzerne
protestieren, drücken nach den Worten Obamas den Frust der US-Bürger über die
Finanzkrise aus. Obama kritisierte, einige der
Krisen-Verursacher bekämpften Schritte der Politik zur Verhinderung ähnlicher
Probleme.
In Deutschland sind ähnliche Aktionen am
Samstag kommender Woche in Berlin und Frankfurt geplant. (APA/Reuters)