100.000 Euro für die Extras

9. Oktober 2011, 14:59
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Der Bentley Mulsanne hat witzige und weniger witzige Eigenschaften

Praktisch im Hinterzimmer zeigt Bentley gerne eine Studie des Mulsanne her, noch ein Concept Car, aber praktisch schon serienreif. Der Versuch trägt den Titel: Executive Interior Concept. Außen also: Mulsanne, die große Limousine. Kostet bei uns in Österreich, nachdem alle Steuern draufgeschlagen wurden, 362.800 Euro. Was die Studie jetzt mehr kann: Es ist ein rollendes Büro. Volle Computerausstattung, alle Anschlüsse, ständig online. Und natürlich Heimkino, Konzertsaal, das volle Entertainment.

Was wirklich witzig ist: Die gesamte Elektronik lässt sich auch per iPhone oder iPad oder iPod dirigieren, selbst wenn man neben dem Auto steht, was aber nur wenig Sinn macht.

Der Mini-Apple, das Herz des gesamten Systems, ist im Kofferraum untergebracht, recht kompakt. Man kann im Mulsanne also komplett arbeiten, mit Internet und Konferenzschaltungen, mit Ton und Bild, oder sich das komplette Vergnügen eines Heimkinos reinziehen.

Was nicht ganz so witzig ist, das ist der Preis. Der zuständige Herr von Bentley trägt ihn mit dem gebotenen Ernst vor, ohne mit der Wimper zu zucken. 100.000 Euro. Aufpreis. Noch vor Steuern.

Gut, man kann sagen, wer 362.800 Euro für ein Auto ausgibt, den mögen zusätzliche 100.000 Euro für den Elektronik-Schnickschnack nicht jucken. Aber viel ist es doch. Da könnte man jetzt nachrechnen, wie viele Golfs man alleine für dieses Zubehör bekommt. Aber wer tut das schon, das macht ja keinen Sinn. (Sechs Golfs in der Billigausstattung täten sich ausgehen.) (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/07.10.2011)

  • Ein (un-)witziges Autos: der Bentley Mulsanne
    foto: werk

    Ein (un-)witziges Autos: der Bentley Mulsanne

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