Vor Erscheinungstermin

Steve Jobs' Biographie bereits Bestseller

7. Oktober 2011, 10:17

Die autorisierte Biographie erscheint erst am 24. Oktober, führt bei Amazon jedoch bereits die Bestseller-Liste an

Am 24. Oktober erscheint die autorisierte Biographie des am Donnerstag an Krebs verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs. Ursprünglich war geplant, das Buch erst Ende November zu veröffentlichen. Der Verlag Simon & Schuster hat sich nach dem Tod von Jobs jedoch entschieden den Termin vorzuziehen. Auf Amazon ist die Biographie aufgrund der zahlreichen Vorbestellungen bereits zum Beststeller aufgestiegen.

"Damit mich meine Kinder besser kennen"

Autor der Biographie ist der ehemalige Managing Editor des Time Magazins und CEO des Aspen Instituts Walter Isaacson. Er zählt zu jenen Personen, mit denen Jobs vor seinem Ableben noch intensiven Kontakt pflegte. Für die Biografie führte Isaacson nach eigenen Angaben über 40 Interview mit Jobs selbst sowie dessen Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen und Wegbegleitern der Konkurrenz. Auf die Frage, wieso der sonst sehr zurückgezogen lebende Jobs sich dazu entschlossen habe, die Interviews für die Biografie zu geben antwortete dieser: "Ich wollte, dass mich meine Kinder besser kennen. Ich war nicht immer für sie da und wollte, dass sie wissen wieso und verstehen, was ich getan habe."

Intime Momente

In einem Essay für die Spezial-Ausgabe des Time Magazins beschreibt Isaacons auch sehr intime Momente aus dem Leben von Steve Jobs. So habe er in den letzten Wochen kaum mehr Kraft gehabt, noch Stiegen zu steigen und habe sein Quartier im Haus ins Erdgeschoss verlegen müssen. "Aber sein Verstand war immer noch scharf und sein Humor lebhaft", erinnert sich der Autor.

Biografie bereits Bestseller

Die Biographie mit dem schlichten Titel "Steve Jobs" kann auf Amazon bereits vorbestellt werden, was sie nun in die Bestseller-Liste auf Platz eins katapultiert hat. Die E-Book-Version für den Kindle folgt gleich auf Platz zwei. Isaacson betont, dass Jobs keinen Einfluss darauf genommen habe, wie das Buch geschrieben werden sollte. Er habe die Menschen in seinem Umfeld aufgefordert, ehrlich zu sein und wollte den Text vorab nicht lesen. So habe Jobs auch sehr offen und teilweise brutal über Kollegen und Mitbewerber gesprochen.

Abschied in den letzten Monaten

Laut New York Times habe Jobs im Februar erfahren, dass sich seine Krebserkrankung verschlechtert habe und ihm nicht mehr viel Zeit bleiben werde. Viele Menschen aus seinem Umfeld hätten ihn daraufhin gedrängt, sich von ihm verabschieden können. In vielen Fällen habe seine Frau Lauren jedoch aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes ihres Mannes abgelehnt. Jobs war erst im August als CEO von Apple zurückgegeben und hatte die Verantwortung auf Tim Cook übertragen.

Nachlass

Lauren Powell Jobs und die vier Kinder des ehemaligen Apple-CEOs sind es auch, die nun die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen. So wird bereits spekuliert, was mit dem Vermögen von geschätzten 6,5 Milliarden US-Dollar passiert, das Jobs hinterlässt. In Wohltätigkeitsorganisationen wie sein langjähriger Konkurrent Microsoft-Gründer Bill Gates hatte sich Jobs nie engagiert. Beobachter vermuten, dass seine Erben einen Teil spenden könnten. (red/derStandard.at, 7. Oktober 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2
Steinhart
03
7.10.2011, 14:46
Vermächtnis ...

... allen pietätlosen postern mit interesse an mehr menschlichen aspekten sei die "Last lecture" von Randy Pausch ans herz gelegt: ist leicht auf youtube (ca 75 min lang) zu finden - vielleicht rückt das gerade die autobiographie und einige statements von jobs der letzten 2 Jahre in ein anderes Licht ...

Dikerogammarus villosus
01
7.10.2011, 22:38
herzlichen Dank!

großgoscherter Zwerghamster
93
7.10.2011, 13:43
Eine Biographie die von einem absoluten Kontrollfreak

für seine Kinder autorisiert wurde - Der News-Wert wird sich wohl in Grenzen halten.

Und ob es je eine unautorisierte Biographie geben wird die den wahren Charakter des Menschen Jobs enthüllt wage ich zu bezweifeln - zu wenig Material, zu viel "HörenSagen".

Naja, dann les ma halt mal den Schinken. Wird sicher trotzdem interessant. Auch was ein Mensch NICHT sagt, kann sehr erhellend sein...

Keli Orange
 
01
8.10.2011, 11:57

> Isaacson betont, dass Jobs keinen Einfluss darauf genommen habe, wie das Buch geschrieben werden sollte.

Sinnerfassendes Lesen, das sich nicht nur auf die Überschrift beschränkt, ohne Verschwörungstheorien hineinzulesen, ist heutzutage schon eine seltene Gabe ...

at the end space wins
04
7.10.2011, 18:10

mir scheint sogar peter w1 hat begriffen, dass schäbige Kommentare derzeit ziemlich daneben sind.

Dikerogammarus villosus
01
7.10.2011, 20:17

Peter W1 ist auch wirklich kein Ungustl (ich glaube nicht das ich das grad schreibe :D) im Gegensatz zu vielen hier!
Er war selbst mal bekennender Apple User, nur fühlte er sich halt, ich schätz mal so ab 1997, nicht mehr "heimisch" bei Apple. Ich glaub es war damals schon hart für so manchen bekennenden "Apple Fan" als Steve Jobs den Konzern komplett umkrempelte. Tja, aber thats life - things change.

at the end space wins
04
7.10.2011, 21:47

mag sein. Leute der musischen Branche haben allerdings gefeiert, apple wurde Standard wie oberheim, kurzweil und synclavier. der kauf neuer karten und pi-pa-po bei jedem Generationswechsel brachte allerdings die Branche zum verzweifeln und viele an den rand des Ruins. schlussendlich ist zu erwähnen, dass apple damals durch jene zigtausende kreative weltweit - und nicht nur aus der audiobranche - der a gerettet wurde. für viele kam es zigfach zurück. wer damals für 300.t schilling Aktien - statt equipment - kaufte, ist heute vielfacher dollarmillionär. Auch die verpasste Chance macht so manchen heute ein bisschen sauer.

widerstandard.at
24
7.10.2011, 12:53
herzerfrischend , die kommentare hier

wenn die neidischen kleingeister die sau raus lassen, zum niederknieen . . .
wie wenn eine kröte dem schöpfer erklärt, wie man ein universum richtig erschafft . . . (zerkugel)

All things must pass
00
9.10.2011, 07:47

Der Vergleich ist gut. Das Bild der Kröte vor dem Schöpfer... ich habe jetzt immer diese Kröte vor Augen, wenn ich diese dämlichen Kommentare lese - das sich einstellende Lächeln das hilft ungemein! :-)

Kra Wuzikabuzi
00
7.10.2011, 12:13
authorized

selbst geschriebene bzw autorisierte Biographien sind halt mit vorsicht zu geniessen....

da les ich lieber was, was er nicht selber kontrolliert hat, da ist wahrscheinlich weniger glorifizierung, aber mehr wahrheit drinnen...

nicht falsch verstehen: bin ein grosser fan, aber auch ein realist.

siliconvalley
00
7.10.2011, 23:54
unauthorized

auch nicht selbst geschriebene, bzw. nicht autorisierte Biographien sind mit Vorsicht zu geniesse. Da schreibt halt ein anderer wie er glaubt, dass es gewesen ist.

In der autorisierten Bio kann man wenigstens auch einmal seine Sichtweise der Dinge lesen, und sich dann nach Lektüre mehrerer Biographien ein wirkliches Bild machen.

Lorem_Ipsum
63
7.10.2011, 10:57
Die Biographie

kommt ja genau zum richtigen Zeitpunkt raus - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

All things must pass
12
7.10.2011, 11:56

Kein Schelm, wer Blödes dabei denkt. So wie sie.

linker snob
110
7.10.2011, 11:35
no so ein zufall!

ein mann hat krebs und bereitet seine bio vor. und dann kommt sie doch glatt nach seinem tod raus.

ich versteh auch nicht warum die noch 10 jahre warten, damit kein schelm was böses denkt.

sie sind wohl auch ein anhänger von verschwörungstheorien?

Lorem_Ipsum
40
7.10.2011, 14:55
Nein, bin ich nicht

Aber das wäre ein Fall für Leute die an Verschwörungstheorie glauben, auch wenn es meiner Meinung nach keinen Zusammenhang gibt.
Mit Schelm habe ich den/die VerschwörungstheoretikerIn gemeint ;)

Senfgurkenkalif
03
7.10.2011, 14:07

Ursprünglich war die Biographie für Ende November angesetzt, in Deutschland überhaupt erst für März 2012.

Dass die Erscheinungsdaten jetzt so weit nach vorne (auch in D erscheint sie jetzt am 31.10.) gesetzt wurden, hat schon einen Beigeschmack.

Aber wir kennen das ja auch aus dem Musik- und Filmbereich: Nichts treibt den Gewinn mehr in die Höhe als die Todesnachricht des Künstlers o.ä., scheiß auf Pietät.

Mathias Steinlaus
 
20
7.10.2011, 11:14
ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wer sowas laut denkt oder sagt ist doch nur ein Apple-Basher und Ungläubiger ...

V. S.
42
7.10.2011, 10:56
>Ich wollte, dass mich meine Kinder besser kennen.

No further comment needed.

siliconvalley
23
8.10.2011, 01:37

der hat gearbeitet, nicht Sozialhilfe bezogen wie mancher Standard Poster. Hatter daher wohl nicht den ganzen Tag Zeit ...

Nihil ein anderer Baxter
12
7.10.2011, 20:45

feingefuehl kann man nicht kaufen, was?

Keli Orange
 
14
7.10.2011, 18:36

Er hat Anfang der 90er geheiratet und hat 3 Kinder aus dieser Ehe hat, die jüngste Tochter ist gerade einmal 13. Die wird sich mit 20 entweder mit youtube Videos oder mit dieser Biographie an ihren Vater erinnern.

Manchmal hilft es, vor dem Posten ein wenig zu googeln.

MarcoMadre
06
7.10.2011, 14:19

glaube das denken sich viele spitzenfuehrungskraefte. oder glaubt hier tatsaechlich jemand dass beruflicher erfolg auf ALLERHOECHSTER ebene sich mit einem ausgepraegten / erfuellten familienleben vereinen lassen? wohl leider nicht...

Jochen Mars
42
7.10.2011, 11:18

blöd nur das er keine bessere Welt für seine Kinder hinterlassen wollte ...

V. S.
42
7.10.2011, 11:27
Was von einem "Vater" dessen Kinder

ihn per - öfentlichen (!) - Buch post mortem kennenlernen sollen, auch nicht zu erwarten ist.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.