Senna vs. Prost - das doppelte Drama von Suzuka

Philip Bauer
7. Oktober 2011, 00:08
  • Ayrton Senna und Alain Prost, die besten ihrer Zeit.
    foto: apa/ap/cleizes

    Ayrton Senna und Alain Prost, die besten ihrer Zeit.

  • Der gelbe Helm als Markenzeichen.
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    foto: apa/ap

    Der gelbe Helm als Markenzeichen.

  • "Senna". Der Film-Trailer.

  • Crash in Suzuka 1990.

  • Crash in Suzuka 1989.

  • Eine klare Antwort für Jackie Stewart.

  • Monaco 1988: eine Demonstration endet im Crash.

  • Donington Park 1993: eine legendäre Runde.

Die Formel 1 gastiert am Wochenende in Japan auf einer Rennstrecke, die einem der größten Motor­sport­duelle aller Zeiten einst die Bühne bot

Ayrton Senna versprach in der Box eine große Show. So erzählt es Gerhard Berger vor dem diesjährigen Grand Prix von Japan. Und der Österreicher sollte sie 1990 in Suzuka zu sehen bekommen, erste Reihe fußfrei. Alain Prost ging mit seinem Ferrari noch vor der ersten Kurve in Führung, viel weiter kam er allerdings nicht mehr. Senna im McLaren hatte ihn ohne Rücksicht auf Verluste abgeschossen, beide Boliden landeten im Kiesbett. Es mag eine jener Szenen gewesen sein, die Prost zu denken gab: "Ayrton hat ein kleines Problem: er denkt, er könne sich nicht töten. Das ist sehr gefährlich."

Der Crash machte Senna zum Weltmeister. Er sah darin nicht nur einen sportlichen Erfolg, in erster Linie war es für den Brasilianer ein Sieg der Gerechtigkeit. Als Inhaber der Pole Position wurde er auf die Innenseite des Kurses verbannt. Prost ging als Zweiter auf der Außenseite und damit auf der Ideallinie mit wesentlich mehr Bodenhaftung ins Rennen. FIA-Präsident Jean-Marie Balestre hatte so entschieden. Als Landsmann von Prost, zu Ungunsten des Trainingsschnellsten. Senna sah sich als Opfer einer Verschwörung und in einer Kollision wohl die beste Möglichkeit, Gerechtigkeit zu erlangen. Prost wollte ihm nur noch die "Faust ins Gesicht schlagen."

Disqualifikation 1990

Nur ein Jahr zuvor hatte die Feindschaft ebenfalls in Suzuka ihren ersten Höhepunkt erreicht: auch damals kam es im Titelkampf zur Kollision der damals gemeinsam bei McLaren-Honda fahrenden Piloten. Auch wenn Prost jegliche Absicht verneint, Weltmeister war er nach dem Unfall trotzdem. Senna gewann zwar das Rennen, wurde aber nachträglich disqualifiziert, weil er nach dem Zusammenstoß die Schikane abkürzte. Balestre brachte so nicht nur Senna ("I was treated like a criminal") in Rage, sondern auch dessen Teamchef Ron Dennis. Der Engländer setzte alle Hebel in Bewegung, um das Urteil aufzuheben. "Es war das erste Mal, dass sich ein Teamchef gegen seinen eigenen Fahrer stellte. Gegen einen Fahrer, der soeben Weltmeister wurde", erinnert sich Prost heute zurück.

Nicht nur diese Geschichte erzählt die Dokumentation mit dem schlichten Titel "Senna". Der englische Regisseur Asif Kapadia hat sich durch das Leben des Brasilianers gewühlt, um Archivmaterial mit aktuellen Interviews von Zeitzeugen zu kombinieren. Einer derer ist eben Alain Prost, er berichtet von der unvermeidlichen Kollision zweier gegensätzlicher Charaktere. Und der Zuseher merkt: der 56-Jährige will nichts beschönigen, er erzählt, wie es tatsächlich war. Ja, er hat Senna verachtet. Er war regelrecht angewidert. Als er bei Williams anheuerte, stellte er nur noch eine Bedingung: der Brasilianer darf nicht sein Teamkollege werden. Und als er es doch werden sollte, beendete der Franzose lieber seine Karriere, als Weltmeister wohlgemerkt.

Hirn vs. Leidenschaft

Der vierfache Champion hat seinen Platz in der Motorsportgeschichte gefunden, sein Name steht für Rennen mit Hirn. Der Name Senna hingegen für Emotion und Leidenschaft. Natürlich führen diese Attribute eher zum Status des Helden. Aber nicht immer zum sicheren Sieg. 1988 drehte der Brasilianer in Monte Carlo serienweise seine Rekordrunden, er flog geradezu in Trance durch die Straßenschluchten des Stadtkurses, ehe er mit einer guten Minute Vorsprung vor dem Tunnel in die Leitplanken krachte und Prost den Sieg erbte: "Er wollte mich nicht schlagen, er wollte mich demütigen, das war seine Schwäche." Mit geschickten Entscheidungen konnte Prost Senna Paroli bieten, mit dem ureigenen Speed sicher nicht: selbst als Prost 1989 Weltmeister wurde, stand Teamkollege Senna dreizehn Mal auf der Pole Position.

"Senna" zeigt den Aufstieg eines unglaublich talentierten Jungen aus gutem Haus, der sich 1984 auf einem unterlegenen Toleman-Hart aus dem verregneten Monaco emporhob, um als Fahnen schwingender Seriensieger zum quasi Schutzheiligen einer gebeutelten Nation zu werden. Ob er tatsächlich "der beste Fahrer aller Zeiten" war, wie es ein Zitat von Niki Lauda auf dem Cover der DVD behauptet? Unmöglich zu überprüfen, aber Michael Schumacher fuhr seine erste Pole Position just 1994 in Monte Carlo, im ersten Rennen nach Sennas fatalem Unfall. Trotzdem: die Gesetzmäßigkeiten des Profisports lassen einen zumindest erahnen, dass Senna mit dem jungen Schumacher nicht ewig Schlitten gefahren wäre. Er musste dem ungestümen Deutschen die Leviten lesen, wohl auch ahnend, dass hier ein neuer Konkurrent erwächst.

Die Kunst des Erzählens

Senna hatte eine sehr leidenschaftliche, unvergleichliche Art über seinen Sport zu sprechen. Rennfahren war für ihn niemals nur ein plumpes "im Kreis Fahren", wie es Lauda einst beschrieb. Er fand stets anmutige Worte, um seine Gefühle im Cockpit und die Schönheit des Sieges zu beschreiben. Und unter dem Strich blieb die Erkenntnis: "Racing, competing, is in my blood. It's part of me, it's part of my life. I've been doing it all my life. And it stands up before anything else." Als Ex-Weltmeister Jackie Stewart einst seine kompromisslose Fahrweise in einem TV-Interview zur Rede brachte, erklärte ihm der Brasilianer auf eindringliche Weise seine Sicht des Rennsports. Und spätestens bei dieser Aufnahme wird dem Seher von "Senna" bewusst, dass dieser junge Mann kaum oder nur durch den Tod zu stoppen ist.

Eben jener ereilte Ayrton Senna am 1. Mai 1994 beim Großen Preis von San Marino. Er startete im dritten Rennen aus der ihm gebührenden Pole Position, ehe sein Williams in der sechsten Runde an der Betonmauer der mittlerweile entschärften Tamburello-Kurve zerschellte. Die Saison hatte schlecht begonnen, Senna verdächtigte das siegreiche Benetton-Team mit illegalen Mitteln zu kämpfen. Einmal mehr wurden die Rennen durch Regelwerk und Politik beeinflusst. Dieser Teil des Spiels war Senna zuwider, in solchen Momenten erinnerte er sich wehmütig an den Kartsport zurück, an das pure Rennfahren, wie er es nannte.

Untrennbare Geschichten

Wenn Alain Prost heute so frei und ohne Verbitterung über seine Beziehung zu Ayrton Senna sprechen kann, dann wohl auch weil durch seinen Rücktritt eine deutliche Entspannung in deren Verhältnis einzog. Fortan dominierte der gegenseitige Respekt die Kommunikation. Am Tag vor Sennas Tod sprach dieser sogar davon, seinen langjährigen Konkurrenten zu vermissen. Als Fan muss man sich retrospektiv gar nicht zwischen den beiden Charakteren entscheiden: Senna wuchs an Prost und umgekehrt, sie schrieben jeweils die Legende des anderen. Ihre Geschichten sind eins und gehören wohl zu den besten des Sports. Eine große Show eben. (Philip Bauer; derStandard.at; 7. Oktober 2011)

Link

Senna - der Film (jetzt auch als DVD und Bluray erhältlich!)

Hinweis

In Österreich wird der Film nicht im Kino gezeigt. Universal entschied "in Anbetracht einer gewissenhaften Marktanalyse und detaillierten Recherche, den Film hierzulande nicht zu starten."

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ich hab den senna nie mögen

rich kid, das ohne rücksicht auf verluste und vor allem ohne hirn drauflos gegast ist. jackie stewart hat recht. der größte ist der der überlebt.

hätt mich auch gewundert wenn der einer flachen marke wie dir gefallen hätte....

senna - lange nix - gott.

Na dann beten's halt

ein "Senna unser" für den Kreisfahrer, den Gott zum Rapport berufen hat.

Solange nicht alle das gleiche Auto fahren ist das doch alles wurscht.

Ein fester Trottel muss man damals schon gewesen sein wenn man sich in so eine Kiste gesetzt hat. Heute überleben die ja wirklich das meiste.

Trotzdem eine Schweinerei Umweltverschmutzung als Sport zu bezeichnen.

"so eine Kiste ...."

Die Kisten zjm fürchten ( = die aus genieteten Aluminiumblechen ) waren mitte der 80er Jahre bereits ausgestorben. Sogar der Toleman war bereits aus Kohlefase.
Die F1 hat zu Sennas Zeiten bereits als supersicher gegolten. Bis Imola '94.

Das Problem der Formel I

ist die totale Perfektionierung. Diese lässt keinerlei Spielraum für Mensch und Maschine, das jedes Hundertstel abslut ausgereizt ist.
Die "coolen Typen" wie etwa Jochen Rindt, die einfach später gebremst haben gehören doch längst der Vergangenheit an.
Heute analysieren Computer die Rundenzeiten bis ins Detail und die Fahrer sind lediglich lebenede Roboter die die errechnete Idealzeiten nachfahren.
Die Formel I ist dadurch zu Formel Gähn oder Formel Fad verkommen. Mit den Ticketpreisen sollen Motorsportfans aber ohnehin ausgeschlossen werden. Hauptsache die Schönen und Reichen trinken Champus während die Streckenposten die Wracks und Leichen wegräumen.

Senna

Senna ist, war und wird der beste aller Zeiten sein!!!

Weiter als

"der beste seiner Generation" würd ich nicht gehen.

der beste

ist der der lang genug lebt um genügend titel zu sammeln.

bla bla bla..

Man sieht leider nur den Erfolg, keiner den Menschen der dahinter stand.

*sad*

senna hat prost nicht abgeschossen weil die pole auf der falschen seite war (es hat ihm, dank prosts unsinn die innenseite frei zu geben, nur die möglichkeit eingeräumt), das war seine art der revanche dafür was ein jahr vorher passiert ist. wenn man die helikopteraufnahmen sieht ist es mühsig zu diskutieren ob prost ihn absichtlich abgeschossen hat, natürlich hat er das. und der aberkannte sieg war dann der berühmte tropfen...

jedenfalls war es bislang das letzte mal, dass die beiden stärksten fahrer ihrer zeit im selben auto saßen, allein das hebt die beiden in andere sphären und erklärt den mythos um die fahrer und die zeiten.
(piquet/mansell war auch amüsant, ohne imolaunfall wärs aber auch eher eindeutig gewesen)

und schön wars.

Warum sollten die stärksten Fahrer in "andere Sphären" gehoben werden? Welcher Mehrwert soll dadurch entstehen?
In 20 Jahren könnte man Vettel Saisonleistung 2011 als die grandioseste Fahrt aller Zeiten betiteln-man muss da zwar nicht inflationär mit den Superlativen hausieren gehen, jedoch sollte die Helden/Mythosproduktion aktiv bleiben-obwohl heuer schon so manch Siegesfahrt des Deutschen verspottet wurde. Lächerlich.

Weil sie (und wie so oft bei Dir lässt Du entscheidende Sachen weg oder verdrehst sie) eben gegeneinander gefahren sind. Das ist eine völlig andere Qualität als das beste Auto und einen Teamkollegen der eingebremst wird zu haben.

Vettel macht einen tadellosen Job, die Leistung muss man nicht schmälern (tu ich auch nicht), in 20 Jahren kräht aber kein Hahn mehr nach dieser Saison (Wer redet von Mansell92, Prost93?)

Würde er 2014, 2015 Alonso im gleichen Auto schlagen wär das wohl etwas anderes (nach jetzigem Stand), etwas für die Ewigkeit

Magst Du lächerlich empfinden, ist aber - wie wir ja ständig sehen - nunmal so. Eine Sonderstellung bekommt man durch Leistung nicht durch Statistiken, sonst wären ein Clark, Rindt heute auch vergessen.

Sorry, ich lasse weder oft was weg oder verdrehe irgendwas. Das ist jetzt Kindergartenrhetorik.

Prost hat sich seine Leistungen erfahren, das ist klar. Hier fehlt unzweideutig die Heldenanbetung.
Unter dieser Betrachtungsweise lese ich jetzt von Ihnen, dass eine Sonderstellung erst durch Leistung kommt. Die Frage ist also, wieso eine Leistung Prosts, die ja nach den Statistiken über Senna liegt, weniger wert sein soll?
Die Statistiken resultieren ja aus den gebrachten Leistungen.
So ist das auch bei Schu.
Der ist 12 Jahre direkt um den WM-Titel gefahren.
Sie können hier wiedermal mit Betrug und solch Zauber kommen: das ist zwar Ihre Meinung, widerlegt aber die Statistik nicht.

prost wurde von senna fahrerisch komplett abmontiert, nicht zuletzte deswegen stand in dessen williamsvertrag auch "kein senna".

bei schumacher sagte ich schon: bestes auto, team auf die seite gezogen (teamleader, is okay, das ist nichts verwerfliches), teamkollegen eingebremst.
aber genau das ist der punkt: schumacher hat sich NIE der konkurrenz gestellt. er hat sich eben darauf verlassen das die statistik alles ist, ist es aber nicht. es gibt nichts in seiner karriere das besonders, das außergewöhnlich ist. und raikkonen wollte er sich nicht antun, da hat er den schwanz eingezogen. aufhören wollte er ja offenbar doch nicht.... den zu schlagen wär seine goldmedaille gewesen, kann sich jeder denken wieso er "aufhörte".

Mein Güte, wir kennen alle die Story Senna/Prost.
Da kann man jetzt zugunsten seines Idols das Vokabular etwas gezielter auswählen.
Die Frage ist trotzdem, ohne das Ausnahmekönnen Sennas zu schmälern, warum dieses Hero-Getue?
Es ist in meinen Augen etwas befremdlich, wenn eine Jury Fahrer xy zum schnellsten Racer der Geschichte trimmt, obwohl die F1-Story weiterging und geht.
Genau aus dieser Ernennung entstand der Mythos. Die Personifizierung eines Überfahrers, die Glorie ist es, an was sich Medien, Journalisten und selbst Fahrer weiden. Senna kochte zweifelsfrei einzigartig, aber auch nur mit Wasser.
Will heißen, dass es immer einen "Typ Senna" geben wird, aber dieser immer gegenüber dem geschaffenen Original verlieren wird.

recht einfach

weil kein anderer Fahrer in einem derat unterlegenen Auto solche Fabelzeiten gebracht hat. Nichtmal der Schumi im Briatore Renner hat das gepackt.
Er war schnell aber weit nicht so schnell.

Das Hero Getue kommt einfach daher das jeder mit Senna mitfühlen kann. Dem Mann ist Unrecht getan worden. Gleich 2 Mal und das auch noch offensichtlich.
Es ist wohl dieses offensichtlich erfahrene Unrecht das Ihn so heldenhaft erscheinen lies. Weil jedem ähnliches irgendwo im Leben passiert ist. Aber der Mann der hat mit Leidenschaft und Herz weitergemacht obwohl sein Hirn sagen hätte müssen: Es ist sinnlos DIE wollen nicht das DU gewinnst.

leistung <> statistik. prost wurde 89 im gleichen auto wie senna weltmeister. schön. das senna immer in führung lag und 6 oder 7x in eben dieser aufgrund technischer defekte ausgeschieden ist (wodurch dann halt prost in aussichtsloser position gewonnen hat) vergessen die statistiker. das senna im qualifying 1 bis 2(!) sec schneller war als prost vergessen die statistiker. im vergleich zu prost 89 ist webber heute eine echte konkurrenz zu vettel.

ja, ok. schumacher und prost sind in den statistikbüchern vorne. beeindruckt mich, der ich die zeiten zum glück verfolgen konnte aber herzlich wenig.

Schu ist, am ehesten ein Typ Senna, wenn man jetzt diese Schiene benutzen will und gleichzeitig die Antipode, der zwingende Kontrapunkt, weil es ja keinen so wie oder einen besseren (als) Senna geben darf.

Dieser Kniff dürfte den Senna-Stratus betonieren. Senna würde bei Vergleichen in Sachen Erfolge mit einigen anderen Fahrern verlieren. Der Vergleich mit Prost zB. ist zulässig, gleichzeitig ist Prost der große Verlierer gegen Senna? Niemand könnte ihm das Wasser reichen? Wie soll das denn gehen?
Der Vergleich mit Schu nicht zulässig, weil er geschummelt haben soll? Senna selbst war von Schu und auch von Hakkinen beeindruckt. Es ist sicherlich schön, eine Gallionsfigur zu haben, mit der man andere Fahrer bewerten kann. Realistisch ist das aber nicht.
Schu hatte grandiose Rennen abgeliefert, war der Dominant in Qualifyings, kippte alle Rekorde, aber nach Status Senna offensichtlich schwach und ein Betrüger! So sieht das heute aus.

Ich sagte schon: ich habe die zeiten live miterlebt, für mich(!) spielt senna in einer ganz anderen liga als seine damaligen konkurrenten und auch alles was danach kam. Wenn es 2 gibt die man herausheben kann sind das clark und senna, und dann kommt lange nichts. Dann wohl fangio. Die statistik (nochmal) spielt da keine rolle. Aber mir ist schon klar, dass man sich versucht daran aufzuhängen wenn sonst nichts da ist woran man sich erinnern würde. Welches rennen von schumacher hat man heute als spitzenleistung in erinnerung? Welches qualifying? Da is nix. Sogar zum alten rosberg fiele mir was ein. Und deswegen wirds alle jahre einen senna artikel geben und nix zum schu.

"Aber mir ist schon klar, dass man sich versucht daran aufzuhängen wenn sonst nichts da ist woran man sich erinnern würde."

Nein, ich schreibe ja gegen diese "Aufhängerei", diesen ewigen Jahrmarkt der inflationären Hyperlativen. Sie haben offensichtlich gar nichts kapiert.
Die ständigen Vergleiche aus dem Schuppen der Geschichte sind völlig abseitig, weil ständig die Bedingungen für ein Erfolg wechseln. Senna war sicherlich genial, das war aber Fangio auch, Schu, Rindt, Prost usw.

Bei Schu und Fangio allein gab es viele überragende Momente. Was aber soll gerade bei Ihnen jetzt diese Aufarbeitung bringen, der jeden Vergleich entweder als Betrug, Minderwertigkeit oder einfach lapidare Leere zwischen einer Stellung Ihres Idols und dem Rest der fahrerischen Elite aus verschiedenen Epochen des Rennsports ansieht?
Ich sehe das als Unfairness und Unwissenheit an.

es lag mir weder daran zu streiten, noch die leistung irgendeines fahrers zu schmälern. und das die "goldenen 80er" immer wieder als glanzzeit der f1 erscheinen liegt ja nun nicht an mir (ebenso die Hyperlativen, haben Sie mir wegen der Phrase oben vorgeworfen, die aber so nicht, sondern als bezug zu den medien gemeint war) - entsprechende artikel wie dieser sorgen dafür. Sollte ich zu harsch gewesen sein entschuldige ich mich, kommt aber wahrscheinlich daher, dass viele posten die sich nicht auskennen, gar nichts anderes kennen als statistiken aus dem internet und damit ohne eigene meinung rumballern. insofern hat mir diese "auseinandersetzung" trotz anderer meinung gefallen. wünsche noch viele schöne rennen.

ein großartiger film!

"senna" ist spannend, gut recherchiert und bringt neue aufschlüsse und hintergründe sogar für jene, die sich damals intensiv mit der rivalität prost-senna beschäftigt haben. ein würdiges werk, aber man sollte sich unbedingt die "extended version" mit den zusätzlichen interviews von alain prost und ron dennis ansehen.

ebenfalls sehr würdig ist diese ausgezeichnete rezension von herrn bauer!

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