Subvention

300 Euro grüne Grundsicherung für alle Studierenden

6. Oktober 2011, 19:09
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    foto: apa/neubauer

    Grünewald: 300 Euro "unabhängig von der sozialen Herkunft".

Wissenschaftssprecher Grünewald plädiert für Basisfinanzierung des Studentenlebens

Wien - Die junge Frau mit der blauen Sweatshirtjacke auf der Rolltreppe nach oben "will eine". Der Teenager unter der orangen Kapuze verspricht: "Ich wäre eine." Und das kleine Mädchen im rosa Rolli sagt: "Ich will meine Chance." Alle drei und noch andere sind zu sehen in einem Videospot, mit dem die Grünen (gruene.at) für das Bildungsvolksbegehren vom 3. bis 10. November werben. Am Donnerstag wurde der Film quasi als Trailer für die Präsentation einer grünen Idee für die Studierenden vorgeführt.

Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald sprach sich dafür aus, allen Studierenden monatlich 300 Euro "Basisfinanzierung" zu zahlen, eine Art studentische Grundsicherung, und zwar "unabhängig von der sozialen Herkunft". Für alle, auch "reiche" Kinder, als Zeichen, "dass Bildung etwas wert ist". Neben diesem 300-Euro-Sockel, der die Notwendigkeit eines Jobs zur Lebensfinanzierung verringern soll, sollen alle Studierenden aus Haushalten der unteren Einkommenshälfte zusätzlich 450 Euro Beihilfe im Monat erhalten. Studierende aus den restlichen, höheren Einkommensschichten könnten den Zusatzbetrag nur bei Bedarf und als rückzahlbaren Kredit beantragen, jene aus dem obersten Einkommensdrittel mit fünf Prozent Zinsen.

Im Gegenzug für dieses Studierendenfinanzierungskonzept sollte die Familienbeihilfe für Studierende gestrichen (und das Geld in dieses neue Modell fließen) und das "intransparente und nicht sehr treffsichere" Stipendiensystem abgeschafft werden, sagte Grünewald. Derzeit werden pro Jahr 180 Millionen Euro für Studienbeihilfen ausgezahlt. Grünewald schätzt, dass die grüne Grundsicherung für Studierende "mindestens das Dreifache" der derzeitigen Ausgaben für Studienbeihilfen kosten würde.

Arbeit und Eltern anpumpen

Die ÖH goutiert die grüne Idee, hält 300 Euro aber für "zu wenig".

Laut dem "Bericht zur sozialen Lage der Studierenden 2009" haben Studierende im Schnitt 980 Euro Monatsbudget zur Verfügung, darunter 160 Euro "Naturalleistungen vor allem von den Eltern, der Großteil (Anteil jeweils 40 Prozent) wird durch eigene Erwerbstätigkeit und Unterstützung durch die Familie (darunter die Familienbeihilfe in Höhe von 158 Euro) lukriert. Staatliche Beihilfen und Stipendien erhält rund ein Viertel der Studierenden. Die Sozialerhebung 2009 zeigte, dass mehr als ein Viertel der Studierenden finanzielle Probleme haben. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe, 7.10.2011)

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Posting 1 bis 25 von 73
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kleiner Schelm
31
7.10.2011, 17:10

"Die ÖH goutiert die grüne Idee, hält 300 Euro aber für
zu wenig"

Ich frage mich, was die geraucht haben? GRAS? Und von was einige Nachts träumen?

God_of_the_Wind
00
10.10.2011, 20:40

von bedingungslosem grundeinkommen finanziert durch steuern auf die aktionen der spövpfpö spekulationsabenteuer!

rotzpippm
03
7.10.2011, 15:33
980 Euro

da hätt ich gern die durchschnittliche Einkommenszusammensetzung dazu und einen Wert, abhänging von der Durchschnittsstudiendauer...

Nathaniel Winerib
51
7.10.2011, 10:09
Witz des Tages

Negative Studiengebühren in der Höhe von 3.600 EURO.

Carlos Clementin
01
7.10.2011, 09:31

Ein sicheres Studium ohen präkäre Arbeiten annehmen zu müssen, aber ! sofortige Zahlungseinstellung bei nichterreichen von Studiumszielen - wir haben 50% Studienabbrecher, da sollte man uch ansetzten, um vielen anderen ein Studium zu ermöglichen.

Heavyweather
11
7.10.2011, 11:18

Nein, das sehe ich nicht so. Warum soll nicht jemand aus Interesse studieren können.
Man muss einfach nur mehr Plätze anbieten da wo sie benötigt werden.

bösartiger gutmensch
33
7.10.2011, 11:52

"Warum soll nicht jemand aus Interesse studieren können."

kann er ja. aber bitte doch nicht auf kosten der allgemeinheit. jeder pimperlkurs bei einer volkshochschule kostet was ....

und da sollen wir jedem ermöglichen, "aus interesse" (und damit nicht abschlussorientiert) studieren zu gehen, daneben nicht arbeiten zu müssen (weil ja zeit fürs hobby da sein soll), dafür geld locker machen, damit der x-te internationale entwickler seinen horizont erweitert und über die ungerechtigkeit der welt nachdenkt?

na mir solls recht sein: ich hätt auch gern ein vom staat ausfinanziertes leben, verbring dafür auch gerne zeit an einer uni. zahlen sollens dann halt "die spekulanten" oder sonst irgendein gstopfter.

klaus werlach
00
8.10.2011, 11:40
was haben sie gegen die vielen

internationalen entwickler? sind sie herr winkler?

Tastafariahs fliegendes Zehnfingermonster
01
7.10.2011, 16:35

sie können von 300 euro pro monat leben?

wie schön für sie...

kleiner Schelm
10
7.10.2011, 17:04

1 ZiWo, dazu noch die üblichen Vergünstigungen (kostenlose Fahrten in Öffis), dazu noch hier und da ein wenig pfuschen, usw.

Sollte sich ohne Probleme ausgehen

Annamaria Herz
00
11.10.2011, 11:02
SIE KÖNNEN KEIN STUDENT SEIN!

fizcaraldo
00
11.10.2011, 00:04

Öffis kosten in Wien für Studenten 128€ für 4 Monate.

Got Your Nose!
01
7.10.2011, 19:12

kostenlos? wo? ich zahl 120 fürs semesterticket!

rotzpippm
01
7.10.2011, 17:20
bitte um

Vorrechnung!
PS: kein Student fährt gratis mit den Öffis!
PPS: Studenten sind keine Handwerker, das einzige was die "pfuschen" können ist Nachhilfe geben... oder woran hast du da gedacht?

RS69
 
00
7.10.2011, 16:20

p.s.: "Auf Kosten der Allgemeinheit" gehen vor Allem jene Leute, die sich nie eine auch nur halbwegs brauchbare Bildung / Ausbildung angedeihen lassen, und deshalb ein Leben lang so schlecht verdienen dass Sie der Allgemeinhet auf der Tasche liegen.

RS69
 
02
7.10.2011, 16:19

"aber bitte doch nicht auf kosten der allgemeinheit."

Die "Allgemeinheit" zahlt doch sowieso nur zum kleinen Teil Einkommenssteuern.

Gerade die Unis sind eine Cashcow, die sich durch die durchschnittlich höheren Einkommenssteuern der Akademiker mehr als amortisieren. Wenn man so will: Die Akademiker zahlen für die Abbrecher und Spass-Studierer mit, und trotzdem bleibt noch viel für die Allgemeinheit über.

bösartiger gutmensch
00
8.10.2011, 13:47

"Wenn man so will: Die Akademiker zahlen für die Abbrecher und Spass-Studierer mit, und trotzdem bleibt noch viel für die Allgemeinheit über."

der vorposter, dem mein posting galt, redet ja grad von den spass-studenten und abbrechern. warum soll deren hobby gefördert werden? die zahlen dann eben nicht über die progression höhere steuern ....

RS69
 
01
8.10.2011, 16:14

Weil es unmöglich ist, vorher festzustellen, wer die Spass-Studierer sind und wer das Studium durchzieht.

Dass wissen's nicht mal nach 3 Semestern. Das wissen's, wenn die Leute mit dem Abschluss rausgehen.

Und dann ist noch nicht klar, welche die sind, die viel EInkommenssteuern zahlen.

bösartiger gutmensch
00
9.10.2011, 14:21

ausgangsposting: "sofortige Zahlungseinstellung bei nichterreichen von Studiumszielen"

antwort: "Nein, das sehe ich nicht so. Warum soll nicht jemand aus Interesse studieren können."

daraufhin kommt meine replik, dass es nicht aufgabe des steuerzahlers sein kann, das hobby von irgendjmd zu finanzieren.

"studienziele" sind wohl messbar, oder? klappt ja bei der studienbeihilfe auch.

pago1
00
7.10.2011, 11:10
ist leider auch eine tatsache

Waldorf
 
53
7.10.2011, 09:17

Ja genau.

Da weiß man von einem Jahr aufs andere nicht wie man die Unis finanzieren kann, welche immer mehr zu Ruinen verkommen, aber drücken wir doch mal eben jedem Studenten 300 Euro in die Hand.

Heavyweather
21
7.10.2011, 11:02

Warum nicht. Als Gehalt doch überhaupt nicht zu hoch.
Leistung muss doch belohnt werden.

a wiener kind
11
7.10.2011, 11:05
...lol...

...ich hoffe ein studium ist nachwievor freiwillig! wenn sie ein gehalt wollen, sollten sie arbeiten gehen!

Isokolon
00
7.10.2011, 16:39

da freu ich mich dann aber wenn Sie einen Husten haben aber es keine Ärzte gibt zu denen Sie gehen können, weil er statt zu studieren eben arbeiten musste und wenn es keine Apotheken gibt, weil die Pharmazeuten...Sie wissen schon...

Heavyweather
00
7.10.2011, 11:17

Anstrengung...
z.B. an jeden Studenten 1500€ Grundeinkommen pro Monat im Studiensemester auszahlen (in den Ferien natürlich nicht). Davon werden 500€/Monat als Studiengebühren einbehalten. Natürlich müssen diese Studiengebühren auch von allen anderen Studenten inkl. EU Bürgern geleistet werden. Deutsche könnten die Gebühr ja von ihrem Staat einfordern. Mit Drittstaaten kann man bilaterale Abkommen aushandeln.

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