Kirchliche "Weltbild"-Gruppe bietet E-Reader um 60 Euro

6. Oktober 2011, 16:33

"Kampfansage" an Konkurrenz

Das deutsche kirchliche Medienhaus "Weltbild" und das Verlags- und Handelsunternehmen "Hugendubel" haben eine E-Book-Offensive gestartet. Seit Donnerstag bietet die Gruppe ein neues Lesegerät an, berichtet Kathpress. Mit einem Preis von knapp 60 Euro sei es der mit Abstand günstigste E-Book-Reader auf dem deutschen Markt, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Publikum

"Dieses Jahr werden die Kunden erstmals gezielt nach guten und erschwinglichen Lesegeräten suchen", zeigte sich Nina Hugendubel überzeugt. "Weltbild"-Geschäftsführer Klaus Driever erklärte, seit diesem Frühsommer sei die Nachfrage nach E-Books deutlich gestiegen. Die Gruppe hält nach eigenen Angaben inzwischen 120.000 digital lesbare Buchtitel vor.

Schon im Vorjahr hatte sich das Gemeinschaftsunternehmen vor der Frankfurter Buchmesse als Preisbrecher betätigt und erstmals ein Lesegerät für unter 100 Euro angeboten. Damals sei die Gruppe davon ausgegangen, "dass der E-Book-Markt schneller in Gang kommen würde", sagte "Weltbild"-Chef Carel Halff der "Süddeutschen Zeitung". Mit dem neuen Reader "erreichen wir das große Publikum".

Halff prognostizierte für digitale Bücher in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen Marktanteil von 15 bis 25 Prozent am gesamten Buchmarkt. "Weltbild" werde im deutschsprachigen Raum neben den internationalen Internetkonzernen wie "Amazon" und "Apple" ein "beherrschender Spieler" sein.

"Wir müssen dem Kunden neue Gründe geben, gerne in die Buchhandlung zu gehen."

Zugleich müsse der stationäre Buchhandel neu erfunden werden, erläuterte der Manager. Durch das Internet hätten heute die Kunden die Informationshoheit, nicht mehr die Händler: "Wir müssen dem Kunden neue Gründe geben, gerne in die Buchhandlung zu gehen."

Zur Ausrichtung des "Weltbild"-Konzerns sagte Halff, derzeit gehe es nicht um Wachstum, sondern um den Umbau des Unternehmens. Die Beschäftigtenzahl sei seit 18 Monaten konstant. Er schloss aber einen weiteren Personalabbau nicht aus. Ein Verkauf der "Weltbild"-Gruppe sei für seine katholischen Gesellschafter "im Moment kein Thema mehr".

Vor vier Jahren hatten die Eigentümer, 14 Diözesen und die katholische Soldatenseelsorge Berlin, über einen Prüfauftrag nach Kaufinteressenten gesucht. Im Zuge der Finanzkrise 2009 stoppten sie den Vorgang. (APA)

KammerlExperte
00
24.10.2011, 17:51
Vor ein paar Tagen im Simmering Center

rein in den Weltbild- Shop freundlich fragen ob man
den E-Bookr. sich ansehen könne.
Es lagen genug herum.
Freundliche Antwort, nein leider wir haben nur ein
paar Geräte und dürfen sie nicht offen und aufgeladen
herzeigen.
Ah Katze im Sack vielen Dank, daheim e-mail an
Weltbild das war's.

Kirchlicher Betrieb mit hartnäckiger Telefonkeilerei.
Bei den Abo- Angeboten holen sie sich die Kirchen-
steuer der letzten 10 Jahre retour. Da war Donauland
noch ein Lecherl zu dem Sch---s.

silwol
00
7.10.2011, 09:56

"Warum werden im Artikel keine technischen Daten genannt?"
Sieht für mich so aus, als wurde die Presseaussendung mehr oder weniger unreflektiert übernommen.

TheKlaus
03
6.10.2011, 17:04
Das ist ein Reader mit LC-Display!

Warum werden im Artikel keine technischen Daten genannt? Der günstige Reader hat leider eine sehr schwache Hardware. So ist kein eInk-Display verbaut, sondern nur ein LC-Display (ähnlich wie Laptops), dass in direktem Sonnenlicht kaum lesbar ist und die Augen bei längerem Lesen stark ermüdet. Außerdem reicht der Akku für maximal 8 Stunden Lesevergnügen. Der Amazon Kindle kommt bei täglich mehrstündiger Nutzung über 1 Monat Betriebszeit!

computermaster
00
25.10.2011, 18:46

eInk-Display hat keine Hintergrundbeleuchtung und dafür im Dunkeln nicht lesbar -gleich praktisch wie früher LCD Displays ohne Hintergrundbeleuchtung.

Danke für die nachgelieferten technischen Daten: schwache Hardware ;-) Jetzt wissen wir mehr. Troll.

konsens ist nonsens
03
7.10.2011, 07:38

An diesen Reader muss man einfach glauben :D

KammerlExperte
00
24.10.2011, 17:52
Glauben schon, aber nie verwenden

sonst würde man feststellen auch Jesus ging nicht
über's Wasser und in der Arche geht sich noch ein
Bier aus.

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