AnrainerInnen befragt

Aus für umstrittene Fußgängerzone in der Wiener Gardegasse

6. Oktober 2011, 15:50
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    foto: ap/miguel villagran

    Aus für die Fußgängerzone: Die Gardegasse darf wieder von Autos befahren werden.

Die Befragung der AnrainerInnen brachte ein eindeutiges Ergebnis: Die FuZo wird wieder aufgelöst

Das Projekt "Fußgängerzone Gardegasse" im siebten Wiener Gemeindebezirk ist am Widerstand vieler AnrainerInnen gescheitert. Das nur 93 Meter lange Stück Fußgängerzone war ein Ergebnis einer Projektgruppe der Agenda 21 und in den vergangenen Monaten Konfliktpotenzial im Bezirk. Ziel war eine Verkehrsberuhigung rund um das Grätzel im unteren Spittelberg. Um die Auswirkungen evaluieren zu können, wurde nach einem Beschluss der Bezirksvertretung ein Probetrieb beschlossen, an deren Ende nun die AnrainerInnenbefragung stand. Das Ergebnis: Eine Mehrheit sprach sich dagegen aus.

Im unmittelbar betroffenen Bereich stimmten 61,9 Prozent der AnrainerInnen gegen eine Fußgängerzone, im mittelbar betroffenen Bereich 85,2 Prozent, teilte die Bezirksvorstehung Wien-Neubau am Donnerstag mit.

Beteiligung von fast 50 Prozent

"Ich freue mich über die Beteiligung an der Befragung von nahezu 50 Prozent, weil es bedeutet, dass vom Recht der Mitbestimmung in Neubau intensiv Gebrauch gemacht wird", sagte Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger in einer Reaktion. Er respektiere das Ergebnis und es würden nun die nötigen Schritte eingeleitet werden, um die Fußgängerzone wieder aufzulösen.

Politische Reaktionen

"Diese Abstimmung ist ein Sieg für die engagierten Anrainerinnen und Anrainer sowie für die Demokratie, denn die Beteiligung mit rund 50 Prozent ist ausgesprochen hoch", meinte auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter Rainer Husty. Der ÖVP-Klubobmann von Neubau, Daniel Sverak, zeigte sich überzeugt, dass man selbst in einem als grün geltenden Bezirk genug von sinnlosen Verkehrsexperimenten habe. "Ich sehe es weiterhin als meine Aufgabe, den BewohnerInnen zu ermöglichen, den Bezirk mitzugestalten. Auch wenn das einiges an Konfliktpotential in sich birgt", sagte hingegen Blimlinger.  (Julia Schilly, derStandard.at, 6. Oktober 2011)

Kommentar posten
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Vater Morgana
01
17.4.2012, 09:11
Jeden Morgen Tanz

durch das Scherbenmeer, aber trotzdem möchte ich das Leben im Siebenten nicht missen. Da bin ich geboren und da werde ich bleiben, bis meine Post jemand anderer aus dem Kasterl holt - einfach der beste Bezirk Wiens - egal was andere denken.
Und wenn jemand einen Job für mich hat - ich mache Alles : Hunde und Pflanzen sitten, Behördenwege, Schriftverkehr, Besuchsdienst, Gartenpflege, Seniorenhilfe, Transporte und Übersiedlungen, Einkäufe aller Art, Photoshootings, Touristenführungen - einfach nachfragen - bin auch ausgebildeter Pfleger ...vielen Dank

Captain 11
00
9.11.2011, 09:09
...noch ist alles so wie es war =funssgängerzone!

..also das umdrehen der einbahn ging ganz schnell. die rückgängigmachung dauert. warum eigentlich?

Kunibert Polgar
52
9.11.2011, 08:50
eh klar...

... wenn der einzige weg den man zurücklegen muss der zum ams ist, dann braucht man auch kein auto!

Zweimal denken, einmal sprechen
10
8.11.2011, 17:30

Wie schwindlich muß man sein, um sich im dichtest verbauten Stadtgebiet, eingekeilt zwischen mehreren Hauptverkehrsrouten, gegen eine Fußgängerzone vor der eigenen Haustür auszusprechen?

Naja, nach kurzem Blick in die "Skandal Gardegasse!"-Videos auf youtube, weiß ich wenigstens, wie so Schwindliche ausschauen.

Poldi Schrumpl
00
8.11.2011, 19:17

ziemlich selbstgefälliges posting.

wenn man nicht da lebt kann man leicht von "schwindlingen" reden....

W s
21
8.11.2011, 14:26
Hahahaha.

Spitzenleistung, Blindlinger!

Elisa B
00
30.10.2011, 10:22
direkte Demokratie

schön wäre eine echte Volksbefragung zum Thema Verkehr in Wien. Bin überzeugt, dass die WienerInnen eine "stadtweite Kurzparkzone für Nicht- WienerInnen" wünschen. In Wien wäre genug Platz, wenn nur WienerInnen gratis parken dürften. Wäre auch einfach anhand der Autunummer zu vollziehen. Pendler wäre auch draußen! Zahlen ab Stadtgrenze via sms für fahren und parken!!

weltfremder
02
2.11.2011, 07:55

an besten auch noch ein stadmauer errichten und alle tore zumauern.

Dr Don Tango
00
2.11.2011, 08:13

gibt eh die natürlichen grenzen mit der donau u. dem wiener-wald. d.h. die mauer reicht von der freudenau bis nach laab.

kommt also net so teuer.

Zinnmo
 
00
8.11.2011, 16:37

Was ist mit Transdanubien?

JosyH1
11
29.10.2011, 15:42
Machts mal eine Abstimmung über die Fuzo auf der Kärntnerstrasse - aber nur bei den Anreinern

wäre gespannt ob sich nicht sogar ev. da eine Mehrheit findet...

tramezzino
12
2.11.2011, 17:30

so viele reiners gibt´s da gar nicht...

John Maynard Meier
03
28.10.2011, 16:05
wie kann jemand nur darauf bestehen, durch dieses kleine gasserl mit dem auto durchzufahren??

adaschauher
42
18.10.2011, 15:17
rot-grüne zwangsbeglückung

Rudi Lölein
01
18.10.2011, 20:54

die abschaffung der fuzo?

BK W. Shoyssel
15
10.10.2011, 10:13
so viel zur Weigerung

von Vassilakou über die Mariahilferstraße (FuZo?) das Volk zu befragen. Eine 12%-Partei weiß halt, wo sie steht und drückt ihre Visionen lieber ab grünen Tisch durch, umgangssprachlich auch packeln genannt.
Volk? Schtonk.

Victor Riviéra
511
13.10.2011, 12:13
Wozu Volksbefragung wegen der Mariahilfer??

Dort steht der Verkehr ohnehin nur rum- und gefährdet die Fußgänger, die wie die Hühner hin und herlaufen.

Auf die "Mahü'" braucht keiner mit dem Auto fahren und wer es tut ist selbst ein Dummerchen. Da sitzt man mehr im Stau und beim Parkplatzsuchen, als man Zeit zum Einkaufen hat. So gesehen ist das Autofahren dort ein Schaden für die Wirtschaft...

dajonny
00
1.11.2011, 10:20

Dürfte man die Mahü dann auch nicht mehr überqueren oder wie stellen sie sich die Umfahrungen vor?

adaschauher
30
18.10.2011, 15:18
und wer dort wohnt ist selber schuld

Carlos Columnos und Familie Matuschek
13
15.10.2011, 23:12

Stehender Verkehr (gibts das?) gefährdet?

Rudi Lölein
11
18.10.2011, 20:56

ja, gibts. manche fahrer sprngen nach stundenlangem herumstehen aus ihren autos und attackieren eifersüchtig radfahrer und fußgänger.

donna corleona
137
9.10.2011, 11:56
93 Meter

... Das nur 93 Meter lange Stück Fußgängerzone war ein Ergebnis einer Projektgruppe der Agenda 21 und in den vergangenen Monaten Konfliktpotenzial im Bezirk ...

und ich würde wirklich gerne wissen, wie viel Zeit die Herren Husty und Sverak aufgewendet haben, um gegen dieses sinnvolle Projekt zu hetzen, mobilisieren und intrigieren!

Tja, ein intelligenter, engagierter, erfolgreicher, integrer, sympathischer Grüner Bezirksvorsteher ist eben ein Problem ......

Poldi Schrumpl
02
8.11.2011, 19:19

mich würd im gegenzug interessieren, wieviel zeit und geld investiert wurde dieses projekt durchzuführen, obwohl von anfang an die meisten anrainer dagegen waren.

vielleicht ist der bezirksvorsteher ein bissi zu engagiert...

Zukunftsoptimist1
210
10.10.2011, 18:38
Im Gegensatz zu anderen Befragungen kann ich mir nicht vorstellen,

dass die Befragung nicht korrekt abgelaufen ist. Umso mehr beunruhigt mich, wenn jemand das Ergebnis nicht - wie Blimlinger - als Bevölkerungswillen zur Kenntnis nimmt. Bisher habe ich nur von SPÖ-Vertretern erfahren, dass ihr unwillkommene Bevölkerungsentscheide als Fehlleistung der Entscheidenden hingestellt wurden. Postings wie dieses sind gefährlich und der Beginn einer faschistoiden Entwicklung, bei der uns jemand anschafft, wie wir zu entscheiden haben.

Captain 11
18
9.10.2011, 19:27
...man hätte die fussgängerzone ohne probleme...

...in eine der anderen gassen links oder rechts der gardegasse machen können. das hätten alle - sicher auch die autofahrer - gut gefunden. hat man aber nicht und so nur 3 nebeneinenanderliegende einbahnen in die gleiche richtung geschaffen. das ist nicht toll oder klug. das ist nur dämlich. gott sei dank hat der spuk ein ende. fussgängerzonen gerne aber bitte intelligent.

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