Auch Platter für Solidarbeiträge von Reichen

6. Oktober 2011, 11:24

Tiroler Landeschef unterstütz Vorschlag von NÖ-Pröll

Nach dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll hat sich nun auch der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter für Solidarbeiträge von Besserverdienern eingesetzt. Er sprach sich laut ORF.at bei der Eröffnung des 25. Finanzsymposiums von Alpbach dafür aus, dass jene besteuert werden sollten, die "sehr, sehr gut verdienen". Die Steuer sollte befristet sein und zweckgebunden für bestimmte Maßnahmen mit Mehrwert.

Platter ist somit auf Linie von Pröll und anderen ÖVP-Landespolitikern. Auch ÖVP-Chef Michael Spindelegger hatte in der Pressestunde dasselbe gefordert. Nach Kritik des Wirtschaftsbundes und von Finanzministerin Fekter verwies die Parteispitze auf die Arbeitsgruppe zur Steuerreform und sprach sich gegen "Einzelbeiträge" aus. (red, derStandard.at, 6.10.2011)

Gobi Todic
00
6.10.2011, 12:29
Das ÖVP Modell wird wie folgt aussehen

20.000-30.000 brutto: gutverdiener + 5%
30.000-40.000 brutto: besserverdiener + 10%
40.000-50.000 brutto: bestverdiener + 15%
50.000-60.000 brutto: topverdiener + 20%

über 60.000 brutto: Leistungsträger und MittelSTAND, keine weiteren Steuern.

sociovation
01
6.10.2011, 12:18
Auch Platter liegt falsch

Platters Vorschlag widerspricht auch fundamental dem Leistungsgedanken.
Nicht hohe Einkommen, die ja (meist) durch hohe Leistung erzielt werden, sollen besser besteuert werden, sondern jene Einkommen aus Vermögen oder das Wachstum von Vermögen, dem keine Leistung gegenübersteht.
M.a.W.: die Bildung von Vermögen durch Leistung soll erleichert, Einkommen aus Vermögen ohne Leistung dafür ordentlich besteuert werden.

kingkade21
00
6.10.2011, 11:50
ja ja ja - sicher sinnvoll

Aber saniert das das österreichische Budget?

Nein - also, bitte liebe Regierung, macht endlich diese Reichensteuer und dann bitte wendet euch den wirklich großen und wichtigen Brocken zu!!

Dieses ewige populistische Herumgeeiere über Themen, die zwar vielleicht öffentlichkeitswirksam sind, aber in Wahrheit ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, wird schon langsam unerträglich.

Regieren heißt Verantwortung übernehmen - und das wiederum heißt ENDLICH die echten Probleme anzugehen.

itavalda
00
6.10.2011, 11:42

Wer jetzt noch nicht sein Vermögen in einer Stiftung steuerschonend geparkt hat ist selber schuld.

sociovation
00
6.10.2011, 12:19
Stimmt

Ich bin wirklich selber schuld, dass mir meine Eltern kein ebensolches hinterlassen haben.
Mangelnde Leistungsbereitschaft meinerseits, gib ich eh zu, ich hätt mich mehr um meine Gene kümmern sollen...

itavalda
00
6.10.2011, 19:51

.... schon wieder so ein Leistungsverweigerer.

Wären sie halt Bauer geworden dann würde für sie gearbeitet, nachgedacht , gezahlt, gewählt nur des Wirtshaussitzen und des Kindermachen müßten sie halt selbst erledigen. Für zweiteres gäbe es auch notfalls den Bezirksbefruchter klasse I

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