Wien Leopoldstadt

Interkulturelles Wohnen am Nordbahnhofgelände

6. Oktober 2011, 11:41
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    Spatenstich für das erste Wohnprojekt der zweiten Bebauungsphase des Nordbahnhofs. Insgesamt entstehen dort mehr als 500 geförderte Mietwohnungen und 100 Heimplätze.

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    Der drei Häuser umfassende „PaN Wohnpark" wird großzügige Gemeinschaftseinrichtungen bieten, um das interkulturelle Miteinander zu fördern.

PaN-Wohnpark: Der Bau der 90 geförderten Wohnungen mit kommunikationsförderndem Charakter hat begonnen

Wien - Am rund 75 Hektar großen Nordbahnhofgelände wurde am Mittwoch der offizielle Spatenstich für das erste Wohnprojekt der zweiten Bebauungsphase des ehemaligen Bahnhofsareals gesetzt. "Interkulturelles Wohnen" war das Thema des Bauträgerwettbewerbs für den Teilbereich des Nordbahnhofsgeländes rund um den Rudolf-Bednar-Park.

In der zweiten Bebauungsphase sollen hier auf sechs Bauplätzen über 500 geförderte Mietwohnungen, 100 Heimplätze sowie Geschäftsflächen entstehen. Der "PaN-Wohnpark" ist Teil davon. "Schon in den vergangenen Jahren wurden sehr erfolgreich interkulturelle Wohnprojekte, wie etwa das Wohnmodell 'Interethnische Nachbarschaft' in der Liesinger Anton-Baumgartner-Straße, realisiert", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Ziel des zweiten Bauträgerauswahlverfahrens am Nordbahnhof war es, diese Modelle weiterzuentwickeln und innovative Ideen in die Praxis umzusetzen, die das Zusammenleben von Wienerinnen und Wienern unterschiedlicher Herkunft stärken." Bei Gesamtbaukosten von rund 14,7 Millionen Euro wird die Errichtung der Wohnhausanlage mit etwa 5,3 Millionen Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt.

Impulsschub für den Bezirk

PaN steht für "Partner aller Nationen" und bezeichnet den Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften mit Sitz in Wien. Ziel des Verbandes ist es, das harmonische Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen, ungeachtet von Nationalität, Religion oder sozialer Herkunft zu fördern. "Eine Kooperation mit einem innovativen, interkulturellen Wohnbauprojekt war für uns daher ein Gebot der Stunde", erklärte Claus Walter, Vorsitzender des PaN-Vorstandes.

Bezirksvorsteher Gerhard Kubik gab sich zufrieden über die Entwicklung in Leopoldstadt: "Bis 2025 entsteht hier ein neuer Stadtteil, der rund 10.000 Wohnungen für 20.000 BewohnerInnen und 10.000 Arbeitsplätze bieten wird. Die Leopoldstadt ist bereits jetzt ein boomender Wohnbezirk. Mit der Wohnbebauung auf dem ehemaligen Nordbahnhofgelände erwarte ich einen weiteren kräftigen Impulsschub für den Bezirk."

Erdgeschoße als kommunikative Zentren

Die 90 geförderten Mietwohnungen des PaN-Wohnparks werden auf drei Häuser verteilt sein, die von den Architekten Werner Neuwirth aus Wien, Sergison Bates Architects aus London und Von Ballmoos-Krucker Architekten mit Sitz in Zürich geplant wurden. Die Häuser gruppieren sich um einen Platz und sollen so einen eigenen urbanen Stadtraum bilden.

Jedes Gebäude wird über Gemeinschaftseinrichtungen im Erdgeschoß verfügen: Geplant sind eine Lese-Lounge und ein Weltcafé, ein Gemeinschaftsraum, ein Kinderspielraum mit Waschküche sowie eine zentrale Fahrradhalle mit 60 versperrbaren Fahrradboxen. Die Erdgeschoßzonen sollen somit die großen, kommunikativen Zentren und sozialen Treffpunkte der Wohnhausanlage bilden, wo kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Partys, ebenso wie Kochkurse passend zum Thema des fairen Handels sollen im Weltcafé abgehalten werden.

Das Wohnungsangebot soll Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in den Größen von etwa 45 bis 107 m2 umfassen, davon überwiegend Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen. Durch die Kopplung mit autonomen Ein-Zimmer-Wohnungen können Wohneinheiten auch für begrenzte Zeiträume erweitert werden. Für die geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel voraussichtlich 467,80 Euro/m2, die monatliche Miete beginnt bei 6,59 Euro/m2. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
1 2
Stadtmann
01
9.10.2011, 07:50
Wie?

Seit wann meint die SPÖ sie wäre interkulturell kompetent? Und woher nehmen die Leute 470,-- pro m2 ? Ich kann mir das nicht leisten.

Erisian Liberation Front
00
10.10.2011, 12:02
Sie sind halt nicht die Zielgruppe

Denn sonst wären Sie eine geförderte Interethnie...

Diskussion
00
8.10.2011, 10:11

Wer Mitglied in einer Österreichischen- ausländischen Gesellschaft ist, ist in der Regel gut integriert, kann Deutsch und hat sich an die hiesigen Sitten angepasst. Problematisch sind dagegen Menschen mit Migrationshintergrund, die dies auch nach jehrelangem Aufenthalt in Österreich nicht tun und demonstrativ Kontakte zu anderen Bevölkerungskreisen verweigern.
In unserem Haus (Eigentumswohnungen) gibt es Bosnier, Serben, eine türkische Familie, Polen, eine Ukrainerin - und alle kommen recht gut miteinander aus. Probleme gibt es allerdings mit den Bewohnern zweier an die Caritas vermieteten Wohnungen.

black jack
00
12.10.2011, 20:31
An die Caritas vermietet?

Die katholische Kirche hat doch Latifundien zum Saufüttern!

Belibaste
00
8.10.2011, 02:55

Einen "Kinderspielraum mit Waschküche" braucht man unbedingt. Steckt man die Kinder in die Waschmaschine, wenn sie schmutzig sind, oder spielen die Kinder darin verstecken? ;)

schabeso
00
10.10.2011, 16:43
"Kinderspielraum mit Waschküche"

ist schon recht praktisch wenn man kleinkinder hat.

Sicher nicht rechts!
04
7.10.2011, 17:47
Da bin ich ja echt gespannt,...

...wieviele Besserverdienende ohne Migrationshintergrund dort hinziehen werden, bzw länger bleiben.
Zwischen Wunschdenken und Realität liegen oft Meilen.

gustav gans42
512
7.10.2011, 13:33

Wer einmal interkulturelles Wohnen beobachten möchte, sollte einmal 5 Minuten am Reumannplatz zubringen.
Wer weitere 5(!) Minuten zu investieren bereit ist, sollte einmal die Innenhöfe aufsuchen. Hier werfen die neuen Wienbürger ihren Mist aus dem Fenster.
Mäuse, Ratten und Tauben "bewohnen" dort die Innenhöfe und inzwischen in vielen Anlagen auch schon die Wohnungen.
Und was passiert? Nix! Redts mir mein Wien ned schlecht, gell!

trollvottel
73
7.10.2011, 16:48

LOL Gustl. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass nur die dunkelhäutigen Neuösterreicher ihre Coladosen aus dem Autofenster entsorgen, während die teutsch-österreichischen Ariergene verhindern, dass jemand seine Redbulldose in die nächste Wiese flakt?

Maria Lacina
33
7.10.2011, 16:13
wohne..

...seit mehr als 50 Jahren in der Nähe vom Reumannplatz und hab keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die guten Erfahrungen IMO sind die, dass dort - wenn mehr Wohnungen an Migranten vergeben werden - weniger Platz für Wiener Prolos ist.

Stalker Tarkov
05
7.10.2011, 15:46
In der Hansson-Siedlung,

wo ich seit den Siebzigern wohne, hat's bis ca. Mitte bis Ende der Neunziger kaum Migranten gegeben. Und auch nicht unbedingt nur das was man sich unter Wiener Proleten so vorstellt. Viele Jungfamilien, viele Leute mit "angesehenen" Berufen. Zigaretten, die brennend aus dem Fenster geworfen werden, Sperrmüll im Recycling-Container, Einkaufswägen überall, diverser Unrat in den Grünanlagen, Ratten, Tauben, Lärm in den Nachbarwohnungen, etc. hatten wir schon immer,

gustav gans42
01
7.10.2011, 18:01

na dann passt ja eh alles. Und die Bestrebungen, diese Miss-Stände abzuschaffen waren zwar ziemlich fruchtbar, sind jedoch jetzt obsolet? Oder?

Stalker Tarkov
01
7.10.2011, 22:46
Wenn die Leut' net wollen...

kann man noch so viel anlassbedingte Aussendungen an die Mieter tätigen. Von der mittlerweile mehrsprachigen Hausordnung ganz zu schweigen. Da braucht sich niemand wundern, dass immer mehr überwacht wird. Wir haben zwar noch keine Videoüberwachung, aber zumindest untertags gibt es im Einkaufszentrum Securities. Traurig...

angelvoices
20
7.10.2011, 12:50
interkulturell -wenn man es sich leisten kann

wie sind die Preise?
interkulturell = Gemeindebau...

OttotheBusdriver
59
7.10.2011, 11:08
Interkulturell - eine gefährliche Drohung

Ebenso die "unterschiedlichen sozialen Schichten".

Nein, niemand mit besserem Einkommen ist bereit in nächster Nähe zu "bereichernden" Kulturimporten und deren Freizeitverhalten zu wohnen.

Aber es klingt halt gut, meint der Politiker, wenn er einen "Interkulturellen" Bauträgerbewerb ausschreibt.

trollvottel
11
7.10.2011, 16:50

Stimmt, das mit der Schichtenmischung ist riskant ... ich hab echt keine Lust, zwischen lauter rassistischen Vollproleten wohnen zu müssen, die um halb zwölf am Vormittag (nach dem fünften Bier und dem zweiten Urinabgang in der Trainingshose) die Türken anstänkern, die gerade ihren Griller aufbauen, weil "das so stinkt".

Kra Wuzikabuzi
1112
7.10.2011, 10:05
supi

schächtung im freien, grillen von ganzen schafen, 24h lärm, spielende kinder um 02.00 Uhr.
interkulturell ist supi.

Im Exil
65
7.10.2011, 14:26
immer noch besser

als menschen wie sie

Maria Lacina
65
7.10.2011, 10:52
..und

... rasistische Vorurteile sind noch "supier". Was bedeutet eigentlich genau "supi"? Dieser möchtegern-jugendliche Neusprech ist sowas von zum Kotzen!

trollvottel
01
7.10.2011, 16:51

Die Sprache ändert sich halt; Alte greinen darüber, dass die Jungen ach so böse neue Wörter nutzen. Das ist seit Jahrhunderten so; man wird im Alter halt leider immer uncooler.

Maria Lacina
10
9.10.2011, 15:43
ist..

aber eigentlich auch gut so, abgesehen vom Bewahren der sprachlichen Traditionen. Ich finde es gibt nur wenig Peinlicheres, als Alte, die mit Gewalt auf jugendlich und "cool" machen.

Stalker Tarkov
02
7.10.2011, 15:48
Zum Kotzen, ne! Is klar...

Ich hätt' ja eher Speiben geschrieben.

Maria Lacina
00
7.10.2011, 16:11
passt..

.. eigentlich beides.

Maria Lacina
01
7.10.2011, 14:29
Ironiedetektor ..

.. heute nicht eingeschaltet?

Der Österreicher
01
7.10.2011, 13:32

Sie outen sich ja selbst als Jugendlicher Sprach Vergewaltiger.

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