Platz 18 von 22

Wiener Taxler schneiden bei europäischem Test mies ab

6. Oktober 2011, 06:55
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    apa-foto: georg hochmuth

    Ein Chauffeur in Wien verweigerte nachts auf der Route Operngasse-Karlskirche (1,3 Kilometer) die Beförderung mit der Begründung, er warte schon lange auf einen Passagier und das Ziel sei immerhin auch zu Fuß erreichbar.

    Umfrage: Wie gern fahren Sie in Wien mit dem Taxi?

Schwierigkeiten sich auf Englisch zu verständigen, erhebliche Umwege und verweigerte Fahrten

Wien - Sie missachten rote Ampeln, fahren teure Umwege oder verweigern die Fahrt gänzlich: Um die Qualität der Wiener Taxilenker ist es im europäischen Vergleich mies bestellt. Bei einem vom deutschen Automobilclub ADAC in 22 europäischen Großstädten durchgeführten Taxitest erreichten die Fahrer in der österreichischen Bundeshauptstadt Rang 18 und lagen somit unterhalb der Mindeststandards. Als Testsieger ging die spanische Metropole Barcelona hervor.

Saubere Taxis, korrekte Abrechnungen und hilfsbereite Fahrer bescherten Barcelona die Topplatzierung. Schlusslicht und klarer Testverlierer mit der Note "sehr mangelhaft" ist die slowenische Hauptstadt Ljublijana.

Zum Teil lange Umwege

Aber auch in Wien staunten die Tester nicht schlecht: Ein Chauffeur verweigerte nachts auf der Route Operngasse-Karlskirche (1,3 Kilometer) die Beförderung mit der Begründung, er warte schon lange auf einen Passagier und das Ziel sei immerhin auch zu Fuß erreichbar (der abgelehnte Fahrgast war mit einem Trolley unterwegs, Anm.).

Pro Stadt wurden zehn Testfahrten unternommen. Bei vier davon machten die Lenker in Wien teils erhebliche Umwege, in acht Fällen war keine freie Wahl des Taxis möglich. Zwei Fahrer missachteten rote Ampeln und telefonierten ohne Freisprecheinrichtung. Ein "Taxler" verursachte fast einen Unfall mit einem Bus, ein anderer ignorierte einen am Zebrastreifen wartenden Radfahrer. Sechs waren nicht in der Lage, sich auf Englisch zu verständigen, acht von zehn konnten keine Sehenswürdigkeiten und sieben kein Restaurant empfehlen.

Salzburg Achter von 22

Salzburg schaffte es im Vergleich mit 22 europäischen Großstädten immerhin auf Platz acht. Bemängelt wurde an den Taxifahrern in der Mozartstadt, dass einer einen Umweg von 37,3 Prozent fuhr, zwei Lenker telefonierten und, dass bei fast allen Fahrten keine Kreditkarten-Zahlung möglich war. In acht Fällen gab es keine ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung. Alle Fahrer waren aber laut Tester gepflegt, ordentlich gekleidet und freundlich.

Bei den Fahrtpreisen liegen die beiden österreichischen Testkandidaten im Mittelfeld. Eine Sieben-Kilometer-Tagfahrt kostet in Wien 12,92 Euro, und in Salzburg 15,09 Euro. Billiger ist es vergleichsweise in Lissabon mit 7,98 Euro oder in Barcelona mit 10,92 Euro, teurer in Amsterdam mit 22,24 Euro oder in Zürich, wo die gleiche Fahrt stattliche 31,35 Euro kostet. (APA)

Umfrage: Wie gern fahren Sie in Wien mit dem Taxi?

Die Reihung der Städte:

1. Barcelona

2. München

3. Köln

4. Mailand

5. Berlin

6. Paris

7. Lissabon

8. Salzburg

9. Oslo,

10. Rotterdam, 11. Hamburg, 12. Genf, 13. Brüssel, 14. Zagreb, 15. Zürich, 16. Madrid, 17. Prag, 18. Wien, 19. Amsterdam, 20. Luxemburg. 21. Rom, 22. Ljubljana

Ablauf des Tests:

Die Tester waren im Mai und Juni 2011 getarnt als Geschäftsleute auf fünf typischen Routen in der Stadt (Flughafen-Hauptbahnhof, Hauptbahnhof-Messe, Messe-Hotel, Innenstadt-Sehenswürdigkeit im Zentrum, Hotel-Restaurant) unterwegs. Jede Strecke wurde zweimal befahren, einmal tagsüber, einmal nachts. Die Gespräche mit den Fahrern wurden auf Englisch geführt. Die Prüfer waren mit einem GPS-Gerät ausgestattet, das die Geschwindigkeit und die Streckenführung aufzeichnete.

Bewertet wurden die Kategorien Fahrer, Fahrzeug und Routentreue. Die Tester notierten, ob sich der Lenker an die Straßenverkehrsordnung hielt, freundlich und hilfsbereit war, in Englisch kommunizieren und Empfehlungen für Restaurants und Sehenswürdigkeiten geben konnte, ob das Auto gepflegt und sauber war, der Taxameter ordnungsgemäß eingeschaltet und die Fahrt richtig abgerechnet wurde.

Kommentar posten
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josefa maier449
00
Am unangenehmsten sind die wartenden (Taxi)Männer

am Flugplatz in der Ankunftshalle. Ich hole öfter meinen Mann dort ab, deshalb warte ich auch.
Machogehabe unvergleichlich! Mir ist es nicht einmal passiert, dass die Männergruppen unmissverständlich leise pfiffen, oder sich irgendwie mehrdeutige Blicke zuwarfen, wenn halbwegs gutaussehende Frauen durch die Ankunftshalle gingen. Das ist mir nur in Wien aufgefallen. In keiner anderen Weltstadt bekommt man gleich bei der Ankunft so ein widerliches Gefühl. Deshalb ist Wien für mich der Balkan.

Ravenhorst
00
14.10.2011, 23:58
Wien ist auch die gefährlichste Stadt Europas..

... und da sollen die Taxifahrer auch noch grinsen wie der Kutscher von Kitz, der nur harmlose Promis spazieren fährt.

MrBurns
 
00
18.11.2011, 20:21
schau dir mal die kriminaltätsstatistiken an

Wien ist eine der sichersten Städte mit über einer million Einwohneren in Europa. Berlin z.B. ist sehr viel gefährlicher. Es gibt natürlich gewisse Gegenden, die man in der Nacht eher meiden sollte, aber die gibts in jeder größeren Stadt.

Und selbst wenns manchmal gefährlich ist, müssen die Taxler ihren Unmut darüber nicht an unschuldigen Kunden auslassen...

guzo
00
12.10.2011, 13:40
Ja, solche Gretzn,

die eine Taxi-Fahrt verweigern ("Heeeast, do kooost z'Fuaß geeeeh."), sind mir tatsächlich nur in Wien untergekommen - und: ausnahmslos Inländer mit Wiener Akzent.

Hier im Standard sind nur perfekte Menschen..
01
10.10.2011, 07:10

ich hatte noch nie probleme mit einem taxi oder taxi-lenker, es kann manchmal sein, ich nehme mal an, daß auch bei taxlern gilt "wie man in den wald hineinruft, so schallt es zurück". ich hab oft nette gespräche und plauderein, man muß eben auch dementsprechend höflich mit dem taxler reden und nicht herumpöbeln als ob man einen lakaien vor sich hätte..

weiters kann ich mir nicht vorstellen, daß in barcelona die taxler ALLE englisch reden, denn wer schon mal in spanien war, dem wünsch ich viel glück bei der suche nach jemandem, der englisch spricht..

hasipeter1
02
9.10.2011, 20:38
Also ich kann dieses "Test-Ergebnis" nicht bestätigen

Taxler in deutschsprachigen Länder müssen auch nicht unbedingt in englisch kommunizieren können. Es gibt auch die Möglichkeit, fremdsprachige Taxichauffeure zu bestellen. "Empfehlungen", welcher Art auch immer, sind auch so eine Sache und ziehen danach oft Beschwerden der nach Empfehlung Suchenden nach sich (schlechte Empfehlung).
Tipp: Einfach selber informieren.

büro-krater
00
12.10.2011, 22:33

versuchen sie mal am flughafen einen fremdsprachigen fahrer zu bekomen, ich meine natürlich einen der englisch kann, türkisch, serbisch arabisch kann jeder. sie bekommen die taxis zugewiesen, wenns ihnen nicht passt, dann müssen sie warten, lange warten. die tester waren eben aud den typischen routen unterwegs wo frmedsprachige leute fahren, oder kennen sie einen normalen wiener der freiwillig mit taxi zum flughafen fährt, wo die transfers die hälfte kosten geschweige denn vom bus.

Baron Mucki
 
20
9.10.2011, 16:50
Beifahrer

Ich wollte einmal vorne einsteigen....Resultat: Pöbelei der Taxlerin. Hatte damals leider keine Alternative, aber das war eine Frechheit!

rapp ix
00
9.10.2011, 15:58
Apps und Co für Taxifahrgäste

Diese "Apps" sind oft hilfreich, wenn man z.B. in einer fremden Stadt den nächsten Mc'Donalds" finden will, oder andere, gehobene Verpflegungsmöglichkeiten.

In einer fremden Stadt könnte es nützlich sein, dem Taxifahrer oder Fahrerin dieses Kommunikationsmittel sagen zu lassen (wenn möglich sogar im lokalen Dialekt des Fahrers oder Fahrerin), wohin ich als Fahrgast will.

Vielleicht macht dieses "Ding" auch lauthals aufmerksam, falls der Fahrer von der üblichen Route massiv abweicht.

Oder am Ende der Fahrt stellt dieses Ding die Frage:

"Wieviel hat die Fahrt gekostet?"

Vielleicht mit der Nebenbemerkung zu mir als den Besitzer:

"Da hat dich jemand übers Ohr gehauen!"

rapp ix
31
9.10.2011, 15:31
Englisch als Voraussetzung für eine Taxifahrt?

Da könnten sich die Chinesen benachteiligt fühlen und Klage wegen Sprach-Diskriminierung einreichen.

Was machen alle anderen übrigen nicht englisch-sprechenden (wohl die grosse Mehrheit der Weltbevölkerung).

Die englisch-sprechenden könnten ja ein "Business Taxis" mit entsprechend gut bezahlten Fahrern mit Fremdsprachen als Transportart wählen.

In deutschen Landen, also D, A und CH sollten die Fahrer schon gewisse Deuts-Grundkenntnis vorweisen können.

rapp ix
00
9.10.2011, 15:25
Englisch als Vorausetzung für ein

canis major
10
8.10.2011, 17:10
mit dem taxi fahren, ist wie lotto spielen,

man braucht sehr großes glück, um an einen zu stoßen, der freundlich ist, einen nicht übers ohr hauen will, nicht während der fahrt telefoniert oder einen volllabert und vorallem DEN KÜRZESTEN WEG OHNE ANWEISUNGEN zu fahren.

ich persönlich fahre daher sehr ungern mit dem taxi.

meinrad
11
8.10.2011, 08:54

wirklich schlimm werden die taxler erst, wenn man nicht in ihrem auto sitzt, sondern mit dem radl unterwegs ist. die unangenehmsten begegnungen im straßenverkehr finden meistens mit taxis statt.

Cle Mens
02
10.10.2011, 19:44
Viele Taxler

glauben halt, sie hätten immer Vorrang bzw. ist §9 Abs. 2 StVO unbekannt oder wird ignoriert (leider auch vielen Radfahrern, die "brav" warten, bis sie die Überfahrt überqueren "dürfen").
Da spielt mitunter auch diese Mentalität mit, zu glauben, man wäre etwas besseres, wenn man hinterm volant eines Autos sitzt.

meinrad
01
10.10.2011, 22:17

das wär mir gar ned so extrem aufgefallen. was auffällig ist, ist dass es fast immer taxler sind, die einen knapp und riskant überholen, keinen sicherheitsabstand halten etc

gustav gans42
43
7.10.2011, 16:50

Solange in Wien Taxifahrer (und das seit 2003!) weibliche Fahrgäste unerkannt und ungestraft belästigen und vergewaltigen können, sollte man dieses Gesindel meiden.
Ich bevorzuge Mietwagen, kostet unwesentlich mehr - ist aber seriös und sicher. Für meine Frau kann ich sogar Lady-Driver (weibliche Fahrerinnen) ordern.
Über die halbherzigen Aktionen der offensichtlich nutzlosen Innung lasse ich mich hier nicht weiter aus.

frank rosner
00
11.10.2011, 10:38
pauschale urteile sind immer

unpassend - das hier posting ist noch dazu relativ blöd.
wie groß ist der prozentsatz von den angesprochene taxlern im vergleich zu den "vorkommnissen" die nach einem diskobesuch oder am heimweg von der arbeit der bedaurnswerten dame pasieren. mietwagen bevorzugen sie - arportdriver oder CuK- wem meinen sie - denn dort gibt es erst qualifiziertes personal, der einzige vorteil ist, das der fahrer auszuforschen ist - bzw. die fahrgästin die gelegenheit hat ihn für ein 2tes mal zu ordern (damit ist der fahrdienst und nicht der liebesdienst gemeint). ich würde - sofern ich unternehmer wär - aus sicherheitsgründen zumindest nachts keine lady-driver einsetzen - das finde ich zumindest leicht fahrlässig.

Hier im Standard sind nur perfekte Menschen..
01
10.10.2011, 07:12

jetzt übertreiben sie aber, wir wollen doch sachlich bleiben, oder?

alle taxler sind gesindel? sie müssen ein sehr verbissener zeitgenosse sein..

Chocoholic
05
7.10.2011, 14:36
Wundert mich überhaupt nicht und deckt sich 100% mit den von mir gemachten Erfahrungen.

"Wie wollnS denn fahren" ist der angebliche Einstieg, dem Gast die Wahl des Weges zu lassen, in Wahrheit wird hier abgetestet, ob er sich auskennt oder nicht.
Auf die Frage, welche Möglichkeiten gibts oft als Alternative an den Haaren herbei gezogene Variationen. Einsteigen u nd dabei Englisch sprechen addiert normalerweise einen Weg um die zwei bis drei Euro. Ich bin schon ein paar Mal ausgestiegen, aber ehrlich: man is müd,möcht nach Haus, und daas Letzte was man braucht ist, dem Taxifahrer die Fahrt ansagen zu müssen.

piroschka d.
00
9.10.2011, 10:10

joooo. leider stimmt das voll und ganz. bin auch schon mehrmals ausgestiegen weil die taxler einfach den weg nicht wußten. *seufz*

le_serin
00
11.10.2011, 09:41

als fg kann man sich ja das taxi und den fahrer aussuchen. bei nix sprechen deutsch wird man wohkl herumkutschiert werden. selber schuld

super cat
07
7.10.2011, 11:38

Schwierigkeiten sich auf Englisch zu verständigen...
Von einem Taxler wird das also erwartet, von (ex) EU-Abgeordneten jedoch nicht - das Strasser Lobbying-Video war diesbzgl. ja sehr aussagekräftig.
Wenn nicht einmal die "Bildungsschicht" brauchbares Englisch spricht, dann kann man das nicht von schlecht bezahlten Arbeitern mit geringen Qualifikationen erwarten.

Kra Wuzikabuzi
02
7.10.2011, 09:46
ich kenn da eine abkürzung....

- wie oft hab ich das gehört -

und dann standen wir im 2m breiten gassl hinter dem mistwagen.....(und ich musste mich während der fahrt 3 x rasieren)

alecs garwin
01
7.10.2011, 09:43
das könnte der grund sein

warum rom noch schlechter abschneidet... ;)

http://www.youtube.com/watch?v=p9YI7wUFl0w

alecs garwin
00
7.10.2011, 08:33
was ?

doch noch platz 18 ? sind eh besser als ich gedacht hätt'...

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