Der einflussreiche Akustik-Gitarrist spielte mit den Babyshambles zusammen und war im vergangenen Jahr auf Tour mit Neil Young
Bert Jansch habe für die akustische Gitarre getan, was Jimi Hendrix für die elektrische tat, erklärte Rock-Ikone Neil Young einst in einem Interview mit dem "Guitar Player"-Magazin. Als Gründungsmitglied der Folk-Gruppe Pentangle, im Duo mit seinem Gitarristen-Kollegen John Renbourn aber auch solo gehörte Jansch zu den bestimmenden Musikern der britischen Folk-Szene der 60er und 70er Jahre und beeinflusste mit seinem virtuosen Gitarrenspiel Jimmy Page ebenso wie Paul Simon. Sein jüngstes, unter Beteiligung von Bewunderern wie Beth Orton und Devendra Banhart eingespieltes Album, "The Black Swan", hatte Jansch 2006 veröffentlicht. Mittwochfrüh ist Jansch, der noch im vergangenen Jahr von Neil Young für eine gemeinsame Tour als Support Act verpflichtet worden war, in einem Spital in London einer Krebserkankung erlegen.
Jansch, 1943 im schottischen Glasgow geboren, veröffentlichte sein erstes, selbst betiteltes Album 1965. Er trat darauf nicht nur als formidabler Akustik-Gitarrist, sondern auch als Sänger und Songwriter in Erscheinung. Der auf dem Debüt enthaltene Song "Needle of Death" über den Heroin-Tod eines Freundes sollte sich rasch zu einem der bekanntesten Songs von Jansch entwickeln. Ein Jahr später veröffentlichte Jansch unter dem Titel "Bert and John" eine erste Zusammenarbeit mit dem Gitarristen John Renbourn, mit dem er 1967 die für ihr Folk-Jazz-Amalgam gerühmte Gruppe Pentangle gründete.
Nachdem er sein langjähriges Alkoholproblem den Griff bekommen hatte, wurde Jansch ab den 90er Jahren eine Karriere-Renaissance zuteil. So arbeitete Jansch unter anderem mit Bernard Butler (Suede), Johnny Marr (The Smiths) oder Pete Doherty und den Babyshambles zusammen, auf deren Album "Shotter's Nation" er mitspielte. Im vergangenen Jahr fungierte er nicht nur als Gast auf Neil Youngs Akustik-Tour, sondern trat auch bei Eric Claptons "Crossroads"-Festival auf. Großen Raum räumte der Musik von Jansch Regisseur Noah Baumbach in seinem Film "The Squid and the Whale" (2005) ein. Eine Filmdokumentation über das Leben des Musikers aus dem Jahr 2000 trägt den Titel "Dreamweaver". (red, derStandard.at, 5. Oktober 2011)
Schweden mit Rekordsieg, Anke Engelke richtet schöne Grüße aus. Und dann ist da noch die Sache mit der Meinungs- und Pressefreiheit. In einem sehr gastfreundlichen und schönen Land.
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großartiger mann - wenn man ihm was vorwerfen kann, dann nur, dass seine geschichten sauschwer zum nachspielen waren - aber ohne jansch hätte es viele fingerpicker nicht gegeben. traurig jedenfalls.
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