Subventionen

Rechnungshof kritisiert ÖVP-Prestigeprojekt Transparenzdatenbank

5. Oktober 2011, 14:12

Prüfern fehlt Kosten-Nutzen-Abwägung - Förderungen sollen erst nach Auszahlung ausgewiesen werden

Wien - Der Rechnungshof zweifelt daran, ob die geplante Transparenzdatenbank ihren Zweck der Vermeidung von Doppelförderungen erfüllen wird können. In der Begutachtungsstellungnahme der Prüfer wird vor allem kritisiert, dass die Förderungen erst dann ausgewiesen werden, wenn sie bereits geflossen sind. Deshalb könnten "die für ein effizientes und effektives Förderungswesen erforderlichen Zielsetzungen einer Förderungsdatenbank nicht erreicht werden".

Kosten nicht ausgewiesen

Ferner kritisiert wird, dass die Kosten für das Projekt nicht ausgewiesen werden. Zudem werde nicht dargestellt, ob eine Kosten-Nutzen-Abwägung des Vorhabens erfolgt sei.

Kritik an Ausnahmen

Zudem bemängelt der RH, dass gemäß Entwurf indirekte Förderungen in Form von Einnahmenverzichten aus der Definition des Leistungsbegriffs ausgenommen und daher weder mitzuteilen noch in der Transparenzdatenbank zu verarbeiten sind. Dasselbe gelte auch für Ersparnisse aus begünstigten Haftungsentgelten und verbilligten Fremdkapitalzinsen sowie für Sachleistungen.

Zugang nur mit Bürgerkarte

Auch dass der Zugang zur Datenbank nur über die Bürgerkarte möglich sein soll, gefällt dem Rechnungshof nicht. Verwiesen wird auf die eingeschränkte Nutzung der Karte durch die Bürger, empfohlen werden zumindest für den Übergang alternative Möglichkeiten des Zugangs - etwa mittels Link von Finanz-Online aus. Für Personen ohne Computer sollte der Zugang ebenfalls erleichtert werden, würden doch sonst ältere Bürger und solche mit Migrationshintergrund häufig mit Problemen konfrontiert sein.

Schließlich wird noch kritisch angemerkt, dass gemäß dem Entwurf von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) erst 2017 alle Daten eingespeist sein müssen. Erfasst werden soll bereits ab heuer, abgefragt werden aber erst 2017 - eine für den RH nicht nachvollziehbare Regelung. (APA)

Kommentar posten
20 Postings
drwestbahn
03
6.10.2011, 12:40
Könnten wir BITTE erst mal mit einer Transparenzdatenbank für Parteien anfangen?

Darin aufgelistet werden sollten:
- alle Förderungen
- Spenden
- sonstige Einnahmen und Finanzierungen

So wie das halt beim Normalbürger auch durchgeführt wird.

Sonata
04
6.10.2011, 12:32
Wo ist eigentlich die Transparenzdatenbank über die Bauernförderung hingekommen?

Die dürfte kein Prestigeprojekt der Schwarzen sein und die Roten Erfüllungsgehilfen nicken wie immer brav zu allem was gegen den Normalverbraucher gerichtet ist.

Krones
00
6.10.2011, 16:06
die ist eingestellt worden...

und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich!

Werner Masslos
03
6.10.2011, 11:54
Also

ich bin ganz klar FÜR die Transparenzdatenbank.

Allerdings möchte ich, daß auch dieses Projekt selbst transparent abläuft. Alle Kosten, Geldempfänger, Aufwände, alles.

ok ... ich ich glabue, das kann ich mir abschminken...

Cesarus55
00
6.10.2011, 18:37
am besten wäre deshalb die totale Transparenz

sprich Zugang für jeden über das Internet!

Werner Masslos
00
7.10.2011, 13:13
ahja ...

.. um genau was zu tun?

bin_entsetzt
01
6.10.2011, 11:44
Hoffentlich ist damit dieses Vorhaben gestorben

dass ausser unnötigen Kosten und Aufwand rein gar nichts gebracht hätte, von einer besseren Überwachung der Bürger mal abgesehen.

verleih nix
00
6.10.2011, 09:58
das baukastensystem der övp

die fremdenpolitik kommt von der fpö, witschaftspolitik vom bzö und die neiddebatte borgen wir uns bei der spö...

selbst nachdenken geht ja leider nicht, die funktionäre sind ja mit 'provisions-' und 'beratungsgeschäften' voll ausgelastet

Dilbert
01
6.10.2011, 08:33

Mit der ÖVP ist kein Staat zu machen.

Curd Hombre
02
6.10.2011, 09:14
Nur ein Ständestaat mit der ÖVP als...

...alleinig wählbare Partei!

Kanzler Schüssel auf Lebenszeit
Polizeiminister Strasser auf Lebenszeit
und Erwin Pröll als Papst ( und oberster Gott von NÖ)!

Pepi Doppelgoderlsepll als Kaiser von Gottes (siehe oben) Gnaden!

Auch lustig
62
6.10.2011, 08:28
süß... die Kampfposter sind schon unterwegs...

Begriffe sind definiert: Bürgerüberwachung statt Transparenz.

Ist ja lustig, vor allem weil es so plump gemacht wird.

Schweisser
04
5.10.2011, 20:57
Die Bürgerüberwachungspartei ("ÖVP") geht den meisten schon sowas von auf den Zeiger.

Sind die wirklich total abgesoffen?

Mit so einem Programm (1.)Schlecker und2.) Bürgerüberwachung) wollen die punkten?

Bei wem bitte?

Meier Höchstpersönlich
05
5.10.2011, 20:27
Die scheiß Bürgerüberwachung wird Demokratie und Rechtsstaat noch Kopf und Kragen kosten.

Zum Glück hat sich die Stimmung hier gewendet.
Während eine Partei früher noch mit Bürgerüberwachung werben konnte, wird den meisten, schlecht, wenn sie davon hören,
insb. den Jungen .

Außerdem wird immer mehr publik, welche Unsummen an Budget die Bürgerüberwachung verschlingt, ohne irgendeine produktive Leistung zu liefern. Studien belegen, dass sie schlichtweg nixnutz ist.

Die einzigen, denen sie nutzt, sind die Beamten der Überwachungsunterwelt. Sie dürfen sich wichtig fühlen, agieren im Dunkeln und brauchen nichts Wirkliches leisten. Deshalb schüren sie auch eifrig Ängste, um ihre Pfründe zu erhalten.

Wir werden sie trotzdem aus ihren Kellern scheuchen, denn: Wir wollen diesen Stasi-Mist nicht!" Die sollen was Richtiges arbeiten!

Michael B
08
5.10.2011, 19:23
Die ÖVP kann sicher schon ab 2012 auf die Daten zugreifen.

Denn dafür wurde die Sache ja eigentlich konzipiert: Um bei "passender" Gelegenheit rasch die Neidgesellschaft mit entsprechenden Daten über missliebige Staatsbürger versorgen zu können, ohne diese Daten erst mühsam erschnüffeln zu müssen.
Seit klar ist, dass auch Förderungen für Industrie und Bauern erfasst werden müssen, ist das Projekt für die ÖVP lang nicht mehr so dringend....

Briefmarkenkleber
00
5.10.2011, 17:44
Ich habe dieses Fot von mir nicht freigegeben.

naja2010
00
5.10.2011, 16:48
was hat dieses Rö Bild mit dem Thema zu tun?

Bildredaktion, aufwachen....

suboptimal
 
110
5.10.2011, 17:48
Durchleuchtung

von viel Blödsinn?

Sichtbarmachen, dass unsere eifrigen Datensammler so tun, als ob ihre Sammelwut
a) nichts kosten würde
b) vermutlich sogar sehr viel teurer sein wird als die Einsparung von ein paar Doppelbezügen, die durchrutschen
c) und dabei auch über die DATENSICHERHEIT kein Wort verloren wird

naja2010
00
6.10.2011, 09:27
hier ist aber der durchleuchtete krank, und nicht der Durchleuchter,

also, irgendwie Themaverfehlung;-)

Curd Hombre
16
5.10.2011, 16:17
Hat das nicht Doppelgoderlpepi...

...höchst persönlich bestellt?

Soll er es bitte auch zahlen, oder der Erwinonkel oder die ÖVP!

lieschen müller4
021
5.10.2011, 14:55

Erinnert an Qualtinger:I was zwor net wo i hiwü oba dafia bin i schnölla durt....
Was erfindet man nicht alles um von den Tatsachen abzulenken,die da sind:Korruption im großen Stil,Subventionierung der Großlandwirtschaft,Hüter der Beamtenprivilegien,Blockade jeder Schulreform,ungeklärte Zahlungen von Industriellenvereinigung,Wirtschaftskammer und Raiffeisen usw.,usw....

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