Menschenrechts-Filmpreis für "The Prize"

5. Oktober 2011, 13:08
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Nürnberger Festival prämiert Drama über argentinische Militärdiktatur

Nürnberg - Für "El Premio" / "The Prize", ein filmisches Drama während der Zeit der argentinischen Militärdiktatur, ist die Filmemacherin Paula Markovitch am Dienstagabend mit dem diesjährigen Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden.

In der polnisch-französisch-deutsch-mexikanischen Koproduktion muss sich die siebenjährige Cecilia, die Tochter eines politischen Dissidenten, zusammen mit ihrer Familie vor den Häschern der Diktatur an einem Strand verstecken. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist die nahe Schule, in der sie aber ihre Herkunft verschweigen muss, um ihre Familie zu schützen.  Der Film habe die Jury wegen seiner Einfachheit der Erzählung und seiner meisterhaften emotionalen und visuellen Sprache überzeugt, teilten die Festivalmacher mit. "So konsequent aus der Sicht eines Kindes zu erzählen, ergibt eine ganz neue Sichtweise auf die damalige argentinische Diktatur".

Der Preis einer Jugendjury ging an Maria Speths Dokumentation "9 Leben". In dem Film erzählen sieben Straßenkinder beeindruckend aus ihrem Leben. Das irakische Roadmovie "Son of Babylon" gewann den Publikumspreis des Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte. In dem Film zeichnet Regisseur Mohamed Al-Daradji die Reise eines jungen Kurden und seiner Großmutter in den Süden des Iraks nach. Drei Wochen nach dem Sturz von Saddam Husseins wollen die beiden den seit zwölf Jahren verschwundenen Vater des jungen Kurden finden.  (APA)

  • "The Prize" gewann dieses Jahr bereits den
silbernen Bären der Berlinale.
    foto: festival

    "The Prize" gewann dieses Jahr bereits den silbernen Bären der Berlinale.

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