Ost- und Zentraleuropa

Wem mehr Netto vom Brutto bleibt

5. Oktober 2011, 10:40
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    foto: ap/eckehard schulz

    Wieviel am Ende des Monats tatsächlich übrig bleibt, untersuchte eine Studie

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    grafik: kienbaum

    Nettogehälter bei 20.000 und 100.000 Euro Bruttogehalt.

Eine Studie untersuchte welchen Mitarbeitern das höchste Nettogehalt im Verhältnis zu ihren Bruttobezügen bleibt

Wien - Umgerechnet 17.400 Euro beträgt der Nettolohn eines Arbeitnehmers in Russland, wenn er ein Bruttoeinkommen in Höhe von 20.000 Euro verdient. Im Vergleich zentral- und osteuropäischer Arbeitnehmer beziehen russische Mitarbeiter das höchste Nettogehalt im Verhältnis zu ihren Bruttobezügen. Das ist das Ergebnis der Studie "Beschäftigung in Zentral- und Osteuropa (CEE)", die Kienbaum und ESCP Europe gemeinsam durchgeführt haben.

Bei den besserverdiendenden Arbeitnehmern, die über ein jährliches Bruttogehalt von 100.000 Euro verfügen, zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier werden in Russland und der Ukraine die höchsten Nettogehälter gezahlt. Untersucht wurden Sozialversicherung, Arbeitsbedingungen und Besteuerung in zehn zentral- und osteuropäischen Ländern (CEE), jeweils am Beispiel eines ledigen Arbeitnehmers.

Zweiter Platz Ukraine

Platz zwei in der Liste der höchsten Nettoeinkommen bei 20.000 Euro Bruttogehalt nach Russland belegen die ukrainischen ledigen Arbeitnehmer. Sie beziehen netto jährlich 16.161 Euro. Im Gegensatz dazu erhält ein lediger Arbeitnehmer mit dem gleichen Bruttoeinkommen in Ungarn lediglich 12.436 Euro netto ausgezahlt.

Russland, die Ukraine und Ungarn weisen bei der Untersuchung die größten Abweichungen vom Durchschnitt auf, die weiteren untersuchten Länder, Tschechien, Polen, Slowakei, Rumänien, Slowenien und Kroatien, bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. Hier erhält ein lediger Arbeitnehmer zwischen 13.034 und 14.780 Euro Nettoeinkommen jährlich.

Höchste Lohnsteuer in der Türkei und Kroatien

Ein Vergleich der Lohnsteuer in Zentral- und Osteuropa offenbart große Unterschiede: In der Türkei beträgt die Lohnsteuer bei einem ledigen Arbeitnehmer mit 100.000 Euro Bruttoeinkommen 30.114 Euro, in Kroatien 29.501 Euro. Dagegen zahlen rumänische Arbeitnehmer jährlich lediglich 14.557 Euro Lohnsteuer, russische mit 13.000 Euro noch weniger. Die Lohnsteuer auf 20.000 Euro Bruttoeinkommen wurde ebenfalls untersucht: Die Ungarn zahlen mit 4.064 Euro die höchsten Steuersätze; die Polen mit 1.567 Euro die niedrigsten im zentral- und osteuropäischen Vergleich. (red, derStandard.at, 5.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
1 2
NANANANANANANANA BATMAN
00
8.10.2011, 23:52
wieso wird eigentlich arbeit nicht weniger

und konsum viel mehr besteuert?

Dr. Oaschhelmut Zdenko-Zdenk
10
10.10.2011, 14:33
Weil dies zur Folge hätte, dass es weniger Jobs gäbe, die dafür ein höheres Nettoeinkommen hätten?

Und eine Entwicklung "weniger Leute haben mehr Geld in der Tasche" mehrheitlich nicht als wünschenswert empfunden wird?

Herr Plumm
00
8.10.2011, 13:33
wahnsinn...

und dennoch ist russland quasi schuldenfrei.

verinus
00
6.10.2011, 09:12

zum vergleich:

Österreich ca 47k € bei 100000 bruttoeinkommen.

jeffk
11
6.10.2011, 13:09

nö, ~60

verinus
22
6.10.2011, 13:16

falsch.

sie vergessen die arbeitgeberabgaben- korrekterweise gehören die ebenso zu den steuerabgaben auf bruttogehälter gerechnet- macht 31% rechnung:

100000 = 1.31 * lohnzettelbrutto

Bailando Arriba De Una Mesa
01
9.10.2011, 12:57
Blödsinn

Inder Studie geht es nicht um die Lohnnebenkosten sondern lediglich um die Steuern und Abgaben auf Bruttogehälter, also das, was jeder auf seinem Jahreslohnzettel nachlesen kann.
Brutobezug, minus dies, minus das, minus nochwas = Nettobezug.

Adam Markus
00
6.10.2011, 03:10

Ungarn finde ich hier besonders interessant, wird dort von der höchsten politischer Seite doch immer davon geredet, wie dem "kleinen Mann" geholfen werden kann.

In Wahrheit bleibt den Wenigverdienern aber im Vergleich doch viel weniger als den Großverdienern.

Das ist nicht besonders überraschend, sind rechtsradikale Parteien doch immer Parteien des Großkapitals gewesen, es ist bloß schön dies wieder bestätigt zu sehen.

wiegehtdas
00
5.10.2011, 22:04
So sieht die Steuer aus ohne Berücksichtigung der SV

Brutto 20 000,00 ohne Berücksichtigung von 13.+14. Gehalt mit Sonderbesteuerung ohne SV Abzug = Steuer 3285,00 = Netto 16 715,00

- bei Brutto 100 000,00 ohne Berücksichtigung von 13.+14. Gehalt mit Sonderbesteuerung ohne SV Abzug = Steuer 40 235,00 = Netto 59 765,00

Nur sind diese Zahlen sehr nichtssagend da Steuern immer erst nach Abzug der SV Beiträge berechnet werden.

Weiter darf man nicht vergessen, dass nach der Abgabe der Steuererklärung beinahe jedem Steuerzahler noch eine Rückerstattung ins Haus flattert

Nutze den Tag
13
5.10.2011, 19:39
Total = Brutto + Arbeitgeberbeitrag.

Davon wird abgezogen:
Arbeitgeberbeitrag, Sozialvers,Kammer, Lohnsteuer, Kirchensteuer,
Dann davon nochmal min 20% (MWSt, MÖSt, Stromsteuer,...)
Dann noch Gebühren

In Summe ca. 70% an Abgaben!
Und es reicht noch immer nicht?

wiegehtdas
71
5.10.2011, 21:13
Der Arbeitgeberbeitrag hat mit dem Brutto nichts zu tun

Brutto ist das was ich 14x oben auf dem Lohnzettel stehen hab:

€ 20000 = 14x € 1428,57 Brutto

= Netto für Arbeiter € 15.731,30
= Netto für Angestellte € 15.748,84

Berechnung für: ledig, keine Kirche, Bundesland Wien
abgezogen sind SV + LSt

Da schauts bei uns in Österreich eh ned schlecht aus

verinus
04
6.10.2011, 09:05
falsch.

die arbeitgeber abgaben heissen zwar so, müssen aber vom AN verdient werden um überhaupt einen job zu bekommen. DH das brutto gehalt ist in wirklichkeit 131% des auf dem lohnzettel ausgewiesenen...

Gibril
 
21
6.10.2011, 11:39

Wieder falsch.
Brutto heißt DN Brutto.
Dass sie das DG Brutto "verdienen" müssen stimmt zwar, es ist aber dennoch nicht ihr "Bruttobezug".

verinus
12
6.10.2011, 13:24

sie mögen formal recht haben, die unterscheidung an sich ist aber schon kompletter humbug.

NATÜRLICH muss man als AN den arbeitgeberanteil zum brutto rechnen- alles andere wäre selbstbetrug. mm nach ist diese unterscheidung auch überaus problematisch und einzig dem grund geschuldet, dass momentan viele leute in wirklichkeit gar nicht wissen wie viele steuern sie wirklich zu zahlen haben. da gäbs wohl aufstände...

wiegehtdas
21
6.10.2011, 09:29
2xfalsch

Hier geht es nur um das Brutto des Arbeitnehmers und nur um die Steuern die ihm darauf erhoben werden und nicht um das was der Arbeitgeber dazuzahlt. Die Arbeitgeberbeiträge werden nicht besteuert denn Diese werden vom Arbeitgeber steuerlich abgesetzt!

Nutze den Tag
00
8.10.2011, 09:50

Natürlich werden sie abgesetzt. Aber um absetzen zu können müssen diese Absetzbeträge erst mal verdient werden!
Am Lohnzettel müssten Bruttolohn und AGB stehen, denn all das muss der AN verdienen.

wiegehtdas
00
8.10.2011, 11:05
es gibt eine Gattung von Schreiberlingen die sterben nie aus

sie können nicht lesen, sie verstehen nichts und labern dumm daher weil sie mit Halbwissen meinen die Welt beglücken zu müssen - das sind auch die, die über die Aemter schimpfen weil sie keinen Antrag korrekt ausfüllen können und meinen es erledigt sich alles von alleine und man froh ist wenn sie erscheinen und Ansprüche stellen ohne selber etwas dazu beizutragen.

verinus
01
6.10.2011, 13:18
3xfalsch

will man systeme vergleichen müssen selbstverständlich sämtliche abgaben erfasst werden- da gehört auch die an abgaben dazu- sonst würden die ergebnisse praktisch wertlos werden.

Autofahrer
02
5.10.2011, 19:35
Wenn ich mir Ungarn anschaue

denke ich wach ich oder träum ich.

Entweder habe ich mich verlesen, oder:

100000 Brutto -> 70000 Netto -> 30% Steuern
20000 Brutto -> 12500 Netto -> 37,5% Steuern

Gehts eh?

oblomow II
10
6.10.2011, 10:06
das sind die segnungen

... der flat tax ;-)

verinus
00
6.10.2011, 13:24

da hams die flat tax aber nicht verstanden würd ich denken.

Adolf Ogi
00
6.10.2011, 09:24
Vorsicht

hier wird alles zusammen als "taxes" bezeichnet, also Einkommenssteuern, Krankenversicherung, Pensionsversicherung und Arbeitslosenversicherung in einem Topf. Auch bei uns gibt es eine Höchstbemessungsgrundlage, wodurch Besserverdiener prozentuell weniger SV-Beiträge zahlen (absolut zahlen sie natürlich schon mehr).

Der Österreicher
00
5.10.2011, 17:55

Wir leben halt in einem Sozialstaat. Die Besteuerung ist hoch, dafür All Inclusive. Wenn man dann mal was zahlen soll (Studiengebühren, Parkplatz) geht das grosse Schreien los.

ironing
12
5.10.2011, 20:49

Ja eben weil wir schon so riesige Abgaben haben. Damit finanzieren wir ua auch die lächerlichen 58 Jahre Pensionsantrittsschnitt, den Föderalismus, den Skylink, die ÖBB etc, da kann man sich schon fragen, ob das fair verteilt wird.

myschkin
00
5.10.2011, 20:47

All inklusive? Für Alle?
Dann leben wir nicht im gleichen Land.

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