Knapp drei Wochen nach Beginn der Proteste an der Wall Street soll heute die größte Aktion gegen die Macht der Banken beginnen, tausende Teilnehmer werden erwartet
Die Demonstrationen in New York gewinnen an Fahrt. Was vor knapp drei Wochen begann, soll sich heute zur größten Aktion gegen die Banken auswachsen. Mit Unterstützung zahlreicher Gewerkschaften will die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") vom New Yorker Rathaus zum nahe gelegenen Zucotti Park ziehen, um gegen die Macht der Banken zu demonstrieren.
Den Angaben der Veranstalter zufolge sollen mehrere tausend Demonstranten an dem Marsch teilnehmen.
Der kleine Park an der Liberty Street ist seit Wochen das inoffizielle Hauptquartier der Besetzer, weil die wegen Terrorgefahr streng bewachte Wall Street selbst keine größeren Demonstrationen zulässt. Bei einem Protestmarsch am Sonntag waren etwa 700 Demonstranten festgenommen worden, als sie über die Fahrbahn der Brooklyn Bridge marschierten. Mittlerweile hat die Bewegung prominente Unterstützung von Schauspielern, Filmemachern und selbst Wirtschaftsgrößen erhalten.
Hunderte Demonstranten campieren im Park in ihrem Zeltlager. Die "Kleinstadt" ist mittlerweile gut organisiert. Die Menschen versorgen sich gegenseitig mit Medizin und Nahrung und haben zuletzt eine eigene Zeitung herausgebracht. (red, derStandard.at, 5.10.2011)