Afghanistan

Deutscher Offizier soll illegalen Beschuss befohlen haben

5. Oktober 2011, 16:06

"Fakt": Kommandant verstieß gegen Einsatzregeln

Leipzig - Das deutsche Verteidigungsministerium hat einen Fernsehbericht über ein angeblich illegales Bombardement in Afghanistan zurückgewiesen. Entsprechende Vorwürfe eines Soldaten seien "umfassend" untersucht worden und hätten sich nicht bestätigt, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin.

 

Das ARD-Magazin "Fakt" hatte am Dienstag berichtet, ein deutscher Offizier habe in Afghanistan den Befehl zu einem Luftangriff auf eine feindliche Funkstation gegeben, obwohl die Bedingungen der NATO-Einsatzregeln für einen solchen Angriff nicht erfüllt gewesen seien. Nach Angaben des Ministeriumssprechers waren die Vorwürfe Inhalt einer Eingabe eines Soldaten an den Wehrbeauftragten im Jänner. Die Vorwürfe seien vom Ministerium umfassend untersucht worden, hätten sich aber nicht bestätigt. Dies sei dem Wehrbeauftragten im Mai mitgeteilt worden.

Der deutsche Kommandant der schnellen Eingreiftruppe QRF5 habe am 19. September 2010 in der nordafghanischen Region Baghlan den Befehl zu einem Luftangriff auf eine feindliche Funkstation gegeben, obwohl die Bedingungen der NATO-Einsatzregeln für einen solchen Angriff nicht erfüllt gewesen seien, berichtete "Fakt".

Den Recherchen von "Fakt" zufolge war das Ziel nicht ausreichend identifiziert, es lagen keine Informationen über die Präsenz von Zivilisten vor, und es bestand kein Kontakt mit dem Feind und keine Bedrohung der eigenen Truppen. Die Erfüllung der NATO-Einsatzregeln ist gemäß dem Bundestagsmandat für die Bundeswehr die Voraussetzung für einen Beschuss. Nach Angaben von "Fakt" wiederholte der Kommandant den Befehl mehrfach, weil die zuständigen Luftleitoffiziere den Angriff verweigerten. Schließlich habe der Offizier die Funkstation durch Mörser beschießen lassen.

Omid Nouripour, der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, warf der deutschen Regierung angesichts des Vorfalls Lügen vor. Sie habe immer wieder gesagt, es gebe in Afghanistan kein gezieltes Töten, sagte Nouripour. Wenn aber ein Kommandant auf eine Funkstation schieße, ohne dass eine Bedrohung vorliege, mute es an, als würde die Regierung an dieser Stelle lügen. Nouripour warf der Regierung zudem vor, einen Rechtsbruch vor dem Parlament zu verschweigen. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, äußerte sich ähnlich gegenüber "Fakt". (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 78
1 2 3
notsostandard
10
6.10.2011, 14:46
Dr Merkel get germany out of the war in Afghanistan......

You do yourself and especially german soldiers a great service.Don't let the usa and co use you .

After all your boys get blamed for simply being german when it helps to make the amis & co look good.

Anaxagoras
00
Mit Ihrem Grundschulenglisch können Sie niemanden imponieren.

Sondern höchstens sich selbst blamieren. Und die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Krieg hat der SPD-Kanzler Schröder zu vertreten

Jürgen Rembremerding
01
7.10.2011, 01:10
"Das ist Deutschland - hier wird deutsch gesprochen"

Guido Westerwelle!

Hat keiner verstanden, Dein Posting!
:-)

bläh! bläh!
12
5.10.2011, 21:37

man soll also die taliban besiegen, darf aber keine funkstation ausschalten, wenn man sie findet.

alles klar...

Nick Tameer
01
6.10.2011, 10:52

Ein schneidiger, zumal deutscher Soldat sollte sich natürlich nicht defätistisch um sogenannte Kollateralschäden grämen, aber wie halten Sie's mit der Disziplin, Beachtung von Befehlen usf.? Muss man ihnen gerade als deutscher Soldat nicht auch dann gehorchen, wenn [ergänzen sie diesen Satz] ...?

nAK
00
5.10.2011, 20:26
" Kommandant verstieß gegen Einsatzregeln" ...

sich nicht erwischen zu lassen ...

Anaxagoras
00
So reden die, die daheim auf der Couch auf ihren dicken Hintern.....

....sitzen und die Weltpoltik à la Österreich besserwisserisch bewerten.

Nick Tameer
00
6.10.2011, 10:45

Dafür wird er einen Anschiss kriegen, was jeder deutsche Offizier fürchtet wie den Tod.

Die Sockenpuppe vom Troll
11
5.10.2011, 18:19
Warum so aufgeregt? Die 140 zerbombten Toten in Kunduz

waren das Resultat einer Lüge, dokumentiert und im Stern nachzulesen. Die Richter in Deutschland wie die bekannt peniblen Untersucher von NATO und USA fanden das alles OK. Kein Problem. Alle Offiziere wurden reingewaschen. Warum sollte jetzt wegen einer mickrigen Funkstation plötzlich ein Bahöh gemacht werden?

simax
11
6.10.2011, 00:50
Lüge ?

Die Taliban entühren Tanklaster, erschiesen die Fahrer und flüchten. Wenn ich dann als Zivilist um Mitternacht Benzin klauen gehe ist das eigenes Risiko. Wie verblödete Deutsche die meinen das Kriegsgebiet für Wanderungen angemessen ist.

shahabblack
12
5.10.2011, 15:36
wie fällt jetzt seine strafe aus?

er trägt die verantwortung für die toten

bin gespannt was den detuschen ein "minderwertiges" afghanisches leben wert ist (sakasmus button wo bist du)

Bauernbua
00
9.10.2011, 09:43

Lassets diesen Kriegstrechtein in Ruhe!

simax
00
5.10.2011, 15:17
Kein gezieltes Töten ?

Damit waren wahrscheinlich reine Kill - Missions gemeint. Die liegt bei einem Mörserbeschuß auch nicht vor.

Mostbluzza
21
5.10.2011, 15:15
wie die deutschen krieg führen

ist bekannt.

man sollte sich von pazifisten ins handwerk pfuschen lassen. kontrolle ist gut und wichtig, vor allem im illegitimen krieg. aber ob man eine würtschtelbude oder radarstation in die luft jagt, hat einen grün-pseudointellektuellen daheim nicht zu interessieren.

also guschi: http://de.wikipedia.org/wiki/Omid_Nouripour

Anaxagoras
00
"Wie die Deutschen den Krieg führen ist Ihnen bekannt".

So reden die, die hinter dem Fernseher sitzen. gescheit daherreden und selbst sich als Drückberger betätigen.

imir
01
5.10.2011, 15:09

Massakriert wird nur streng nach Vorschrift. Alles Andere ist Pfui-Gack.

simax
210
5.10.2011, 14:12
Omid Nouripour ?

ist das nicht dieser Heuchler der sofortige deutsche Staatsbürgerschaft bei der Einreise für alle Migrantinnen fordert weil man Frauen nicht zumuten könne der männlichen Gefahr ausgesetzt zu sein. Sie könnten schließlich geschlagen werden. Liebe Grüne: eine Funkstation schießt nicht. Sie funkt. Darin besteht ihre Angriffshandlung. Indem sie Befehle weitergibt und über die Bewegungen der gegnerischen Truppe informiert. So das man ungestört Sprengfallen bauen und Hinterhalte legen kann. Also - nicht nur peng peng ist feindliche Aktivität und Bedrohung. Mit der grünen Logik müßte jeder KZ Kommandant freigesprochen werden. Er hat selbst ja nicht böses gemacht.

Nick Tameer
01
6.10.2011, 11:00

Wenn die Zivilbevölkerung sich so kleidet, wie die Taliban, ist das schließlich ihr eigenes Risiko. Wir kleiden uns ja auch nicht so. Schluss mit der schlappen, ersichtlich rot-grün angehauchten NATO-Einsatzführung! So lässt sich doch kein Krieg gewinnen! Gestählte Beisel-Strategen aus Ösi-Land an die Front, denen Humanitätsduselei fremd ist! Und bumsti!

RichardRoe
01
5.10.2011, 16:23

Noch lustiger ist, dass die Taliban ganz sicher keine Uniformen tragen, also immer wie Zivilisten aussehen.

Die vertrauen halt darauf, dass die Haager Landkriegsordnung in Afghanistan nicht zur Anwendung gelangt, die da besagt, dass 'Kämpfer', das sind in Zivil (oder Räuberzivil) auftretende Kombattanten auf der Stelle erschossen werden können.

simax
11
6.10.2011, 00:46
Haager Landkriegsordnung

da überfordern sie rot-grün. Selbstverständlich ist das geltendes Recht, aber der deutsche Oberlehrer hat sowas nicht auf dem Schirm. Da gibt es nur die böse Nato und die guten Widerstandskämpfer.

Kowosch
 
01
5.10.2011, 15:12
"weil die zuständigen Luftleitoffiziere den Angriff verweigerten."

Das sind sicherlich die Doppelagenten der Grünen, oder?

Hans Gruber121
25
5.10.2011, 14:04
igendwie lustig

die Grünen regen sich jetzt im Bundestag darüber auf das die Soldaten tun was Soldaten eben tun.

sie haben wohl aber vergessen wer die Bundeswehr dort hinbeordert hat???

die Konservativen sicherlich nicht

die Rot/Grüne Kriegsregierung war es mit ihrem geläuterten Kriegsminister Joschka Fischer....

eine Heuchelei sondergleichen.....

Balduin
13
5.10.2011, 14:14
Ich darf daran erinnern,

dass es sich hier um einen NATO-Bündnisfall gehandelt hat und nicht um einen freiwilligen Einsatz.

RichardRoe
11
5.10.2011, 16:19

Irrtum. Der 'Bündnisfall' bedeutet nicht, dass alle NATO-Staaten mitmachen müssen! Jeder Staat hat das Recht, sich da rauszuhalten. Erst recht dann, wenn es sich nicht um einen direkten Angriff auf ein Mitgliedsland handelt. Die USA haben aus einem Attentat, keinem Angriff, durch 16 Saudis und drei Emirate-Bürger auf das WTC den 'Bündnisfall' konstruiert und - zuerst mal Afghanistan angegriffen. Dass das als Schockreaktion der USA geschluckt wurde, war damals verständlich, aber es musste keiner seine Kavallerie schicken.

Mostbluzza
02
5.10.2011, 15:12
jojo genau die demokratie wird am hindukusch

verteidigt.

heute weiss man ja, wie genau diese linke baggage die deutschen in den krieg gelockt hat. angefangen vom balkankrieg bis afghanistan.
und kommens mir nicht mit dem 9/11 als grund für den irak und afghanistan krieg, sonst ...bekomm ich gleich einen schreikrampf.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 78
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.