Wiener Luxushotel eröffnet: Nachts beim Museum

  • Gleich neben dem Technischen Museum, dort wo einst das Imax-Kino stand, hat das neue Luxushotel eröffnet.
    foto: apa/christoph hopf/verkehrsbüro group

    Gleich neben dem Technischen Museum, dort wo einst das Imax-Kino stand, hat das neue Luxushotel eröffnet.

Neues Hotel mit Blick auf Schloss Schönbrunn

Wien - Das Wiener Hotelgewerbe verzeichnet derzeit eine steigende Nachfrage nach Unterkünften im Hochpreissegment. Es vergeht kaum ein Monat ohne Neueröffnung eines Luxushotels.

Jüngstes Beispiel dieses Trends ist das rund 45 Millionen Euro teure Hotel Park Royal Palace Vienna, das am Dienstag erstmals seine Pforten für Gäste öffnete. Erbaut in direkter Nähe zum Schloss Schönbrunn - an der Stelle des früheren Imax-Kinos -, erreicht das auf Veranstaltungen spezialisierte Hotel eine Kapazität von 466 Betten. Nebst obligatorischem Spa- und Fitnessbereich beherbergt das Hotel zusätzlich zehn so genannte Serviced Apartments, deren Mieter alle hauseigenen Dienstleistungen, inklusive Butlerservice, auch über einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen können.

Mit Nächtigungen ab 140 Euro, und einem Quadratmeterpreis von 20 Euro für die Mietung eines der 130 Quadratmeter großen Apartments ist das Hotel auch preislich im gehobenen Segment angesiedelt. Besonderen Wert wurde auf gute Nachbarschaft gelegt, wobei durch eine Kooperation nicht nur symbolisch eine Brücke zum Technischen Museum geschlagen wurde. Durch einen überdachten Übergang gelangen Hotelgäste bei Veranstaltungen direkt in die Mehrzweckhalle des Museums.

Gemeinsame Parkgarage

Aber auch Museumsbesucher, die mit dem Auto unterwegs sind, können sich über diese Kooperation freuen, da ihnen die Parkplatzsuche durch eine vergünstige Nutzung der hoteleigenen Tiefgarage erleichtert wird.

Auch die architektonische Gestaltung nimmt Bezug auf die umliegenden Gebäude. Inspiriert von der imperialen Vergangenheit des nahegelegenen Schlosses wählte das Team der Moser Architekten Ziviltechniker Goldfarbe als dominierenden Anstrich für die Hotelfassade und auch für die Innenräume. (vma/DER STANDARD-Printausgabe, 5.10.2011)

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"es vergeht kaum ein Monat ohne Eröffnung eines Luxushotels"

ja wie viele brauchen wir denn noch?
(oder bahnt sich da schon die nächste "Blase" an???)

Gott schütze uns

vor Kriegen, Pest und Architekten!

volle Zustimmung

Was wurde aus...

Da standen einst die Lokomotiven.

Hihi

Ja die Loks und die Ständer a Tender die gibt nimmermehr nur noch ......

Richtig. Da standen sie einst und jetzt ists damit vorbei.

Aber warum nennen sie die Straßenprostituierten "Lokomotiven"? Sooo dick waren die ja nicht.

In der miesen Gegend

(Schönbrunnnähe hin oder her) ein Luxushotel buchen? Würde ich als Tourist sicher nicht machen.
Rundherum ist ja nix? Keine Restaurants, keine sonstigen Lokale, nur Verkehrslärm.

Tja, das weiß der Wiener, aber nicht der edle Tourist ...

Essen sollen die Gäste konzeptmäßig eh gefälligst im Hotelrestaurant, da stört ein Angebot in der Umgebung nur.

auch die U4 ist weit weg!

(nur der 58er/52er bummelt dort Richtung Westbahnhof!)

Damen aus Ghana bis Nigeria!

und Strassenstrich

genau dort ist doch immer eine g'standen??

Hmmm, Lokale...?

Die Museumskantine gäbs da, eine grindige Pizzeria bei der Remise, ein paar Schritte weiter ein o815- Chineser, ca. 1 km entfernt der sanierte Imbissstand zum lustigen Radfahrer, ein paar Kebabhütten in der Linzerstraße. Reicht doch, oder?
;-)

wie sagte H. rühmann so schön:

hübsch hässlich hamse´s hier.... ;)

Wenn hier die architektonische Gestaltung Bezug nimmt auf die umliegenden Gebäude...

... dann ist die Erde eine Scheibe!
Wäre ich Hotelgast im Hochpreis-Segment, würde ich sicherlich nicht an dieser nächtlichen Rennbahn mit Tagesblick auf sich stauende Autobusse wohnen/schlafen wollen.

Und erst der Ausblick ab 20:00 Uhr!

Lauter Frauen in Badeanzügen und Aerobicgwand auf der Straße. Wo da wohl die ganzen Fitnesscenter sind...

Neuer Wiener Brutalismus.

lokomotiven,

in den 80ern standen da lokomotiven, das passte zum museum, (die stehen jetzt in gänserndorf herum - sehr zentral)
dann wurde diese hirnhissige tiefgarage gebaut mit teerpappe ebenerdig abgedeckt auf 5000 m2, (wessen idee das war würde ich gerne wissen, wahscheinlich derselbe "künster", der auch das technische museum so genial verhaut hat)
um das alles nach ein paar jahren mitsamt dem imax wieder einzustampfen und dieses ding hinzustellen, direkt an die straße,
zumindest eine baumreihe an der straße würde den klotz etwas zurücknehmen,
:so kann man sich nur wundern, was die BIG denn so alles zusammenbaut mit dem geld aller,
ein skandal auf raten ......

Ein weiterer Grund den 58er bis zum Ring zu verlängern!

Jetzt gibt es entlang der Strecke das demnächst wiedereröffnende Parkhotel Schönbrunn, das jetzt eröffnete Royal Park, das Stanys, das Tourotel, 3 Hostels... Und alle Gäste müssen am Gürtel mühsam in den Untergrund verfrachtet werden wenn sie in die Stadt (Hofburg usw.) wollen. In der inneren Mariahilferstraße gibts gar keine die Straße *erschließende* Öffis. Für die "echten" Anrainer wäre die durchgehende Führung des 58ers in die Stadt natürlich auch eine echte Erleichterung.

Das ist tatsächlich eine gute Idee - "geht aba nät"!

und den 58er

gleich mit dem 71er zusammenlegen!
das wäre eine interessante Querverbindung.

Es gibt ja auch noch die U4, gell?

Wenn Sie gerne 1 km weit gehen, gibts tatsächlich die U4

Laut Plan auf der wien.gv.at Site sind es vom Hotel bis zur U4-Station 975 Meter weit. Zur Straßenbahnstation sind 99 Meter. Zur U-Bahn gehen Sie also knapp 10 Mal so weit.

"Besonderen Wert wurde auf gute Nachbarschaft gelegt"

Jep. Der Straßenstrich floriert dort. Und wegen der halbgaren Gesetze der Wr. Regierung, die ab 1. 11. in Kraft treten, wird das noch eine Weile so sein.

Na, da kann Mann gleich nochmal 140 EUR investieren...

Wer bekommt die dauermietbaren Appartements zum Sonderpreis?

Sicher schon reserviert für ein paar Ja-Sager der Panungs- und Bautätigkeit.

Von den Luxushotelgästen bleiben onehin nur die japanischen und chinesischen Schönbrunntouristen übrig, und wie bereits in Hiezing üblich bricht der Verkehr zusammen weil Busse mit laufenden Motoren stundenlang die einzige Richtungsfahrspur blockieren.

Das IMAX hätt übrigens eine gute Auslastung gehabt und wurde absichtlich gemordet.

Ausserdem, als Denkmalschützer oder auch nur zuständig für so etwas wie ein Ortsbild würde ich mich ankotzen, in den Hintern schämen oder vom Dach springen. Am besten Gleichzeitig.

Dieser Bau ist ein herrlich häßliches Beispiel für Inkompetenz, Freunderlwirtschaft, Raffgier und Gewinnsucht.

Schönbrunnergelb bleicht, Schande bleibt

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