Vorschlag

AHS-Lehrer fordern Solidaritätsabgabe von Reichen für Bildung

4. Oktober 2011, 15:42

Spitzenverdiener sollen Ausbau der Frühförderung, Qualitätsoffensive an Schulen und bessere Arbeitsbedingungen an Unis finanzieren

Wien - AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin (FCG) fordert anlässlich des Weltlehrertags am  5. Oktober eine Solidaritätsabgabe von Reichen für das Bildungswesen. "Es ist den Spitzenverdienern im Interesse der Zukunft unserer wirtschaftlich starken Heimat und damit durchaus auch in deren eigenem Interesse zumutbar, eine für das Bildungswesen zweckgewidmete Solidaritätsabgabe zu leisten", so der Gewerkschafter in einer Aussendung. Immerhin habe das Bildungswesen maßgeblich zur "exquisiten Sonderstellung" Österreichs beigetragen.

Die Verbesserung des Bildungswesens dürfe nicht an aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten scheitern oder auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden. Durch eine zweckgebundene Solidaritätsabgabe könne "ein hochwertiges, öffentlich finanziertes Bildungssystem aufrechterhalten werden", meinte Quin. Die Mittel würden dringend für Maßnahmen wie den zügigen Ausbau der Frühförderung, eine Qualitätsoffensive bei Schulangeboten über den Pflichtunterricht hinaus bis zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an Universitäten benötigt.

"Huber-Kindergarten" besser als "Wald- und Wiesenvolksbegehren"

Quin hätte auch nichts dagegen, wenn sich Reiche mit ihren Zahlungen selbst ein Denkmal setzen. "Ein Huber-Kindergarten, ein Meier-Kurs oder ein Müller-Hörsaal sind allemal besser als ein Wald- und Wiesenvolksbegehren." (APA)

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pistepirkko
00
5.10.2011, 13:27

das ewige lehrer- vs. nichtlehrerbashing geht mir gehörig auf den senkel. man kann von schlechten erfahrungen mit lehrerInnen nicht auf alle schließen. das problem sehe ich in der qualifikation zur lehrerInnenAUSBILDUNG. wer darüber aufgeklärt wird, was ihn/sie in der schule erwartet, kann die wahl bewusst machen. lehrerInnen haben große verantwortung und können spätere entscheidungen der kinder stark mitprägen. umgekehrt ist nicht einzusehen, dass die ferien der schüler auch die ferien der lehrerInnen sein sollen. 5 wochen urlaub, der rest ist zwar unterrichtsfrei, sollte jedoch für fortbildungen und administration verwandt werden. hier muss für entsprechende arbeitsplatzbedingungen an den schulen gesorgt werden, kein thema!

Ali Mente
00
5.10.2011, 20:59

bei entsprechenden Gehältern - kein Thema!

byron sully
01
5.10.2011, 13:23

mein gott, dieses lehrerbashing hier hört wohl nie auf...

leo lander alias mont tatont
00
5.10.2011, 12:11
die christlichen Bürgerlichen scheinen Spenden als angemessens Mittel zu sehen

Almosen statt Gerechtigkeit.

cyber ferkel
46
5.10.2011, 09:46

Wie wärs mit einem Lehrerbeitrag?

Mein Vorschlag: 38 Stundenwoche, abzusitzen am Arbeitsplatz in der Schule bei 5 Wochen Urlaubsanspruch.

Kiste
00
6.10.2011, 11:10

der Nickname ist gut gewählt

asinus
00
5.10.2011, 21:36

Ihre Ahnungslosigkeit zeigt das Wort "Absitzen", das ist ja das, was allgemein gefordert ist. Wissen Sie, dafür ist mir die Zeit zu schade, ich hab genug für die Schule zu tun, wo ich das mache, geht alle einen feuchten Kehricht an. Und wenn Sie die Schulen und ihre desolaten Lehrerarbeitsplätze sehen würden, dann ist es wirklich nur ein "absitzen".

cyber ferkel
00
7.10.2011, 17:17

Bei einer Lehrverpflichtung von 18 -20 Stunden - oft noch viel weniger - gibt es keine anderes Wort dafür.

_tom_100
01
5.10.2011, 14:34

Absitzen und Aussitzen ist wohl ein Volkssport in Österreich. Wie wärs damit: Suchen Sie sich eine Arbeit, wo Sie nicht nur absitzen müssen, oder kündigen Sie, denn Sie sind offenbar nur eine Verschwendung.

johnLEE
02
5.10.2011, 12:28
Nachschlag

Mehr Sparpotential bietet allemal die Verwaltung, an jenen zu sparen, die den eigentlichen Arbeitszweck erfüllen ist suboptimal.

johnLEE
111
5.10.2011, 12:27
Klischee Reiterei

Bin HTL Lehrer 42 Std die Woche in der Anstalt, 37 werden bezahlt, hab KEINEN ARBEITSPLATZ in der Anstalt der die Bezeichung verdient, krieg Schüler aus städt. Hauptschulen die kaum lesen oder (kopf)rechnen können, bin NICHT pragmatisiert wie die MEhrheit der Lehrerschaft, mach meine Arbeit GERNE. 5 Wochen sind ok, wenn ich 14 Tage davon frei bestimmen kann (wie jeder ASVGler). An alle Neider : Macht doch einen Monat lang den Job dann reißt´s euer (blödes) MAul auf

Kiste
00
6.10.2011, 11:12

ich glaube, dass schon die Merhheit der L nicht mehr pragmatisiert ist.

Marquis de Sade
 
00
5.10.2011, 08:07

Fakt ist, dass auch das Schulsystem gewaltig (!!!) reformiert gehört. Da geht es jetzt nichtmal unbedingt nur um Gehälter und Ferien/Freizeit. Aber selbst das wird ja bereits in der Entwurfsphase blockiert ohne überhaupt Details zu kennen.

Sorry, aber wer mir dann erklären möchte, dass es hier nicht einzig um den Schutz von Privilegien geht, den kann ich nicht ganz ernst nehmen.

Bsp: eine Lehrerin, die pensionsreif ist und nachweislich senil wehrt sich gegen die Pensionierung. Was kann man tun? Nichts, weil pragmatisiert. Jeder Angestellte würde gekündigt.

Bsp2: 26 Kinder melden sich für Italienisch. Direktorin (selbst Franz.) zwingt 50% der Klasse nach ZUSAGE zu ITA per MÜNZENTSCHEID (!!!) die Sprache zu wechseln. Narrenfreiheit!?

Ali Mente
00
5.10.2011, 21:03
ich war der meinung

dass ein pragmatisierter beamter sich genausowenig gegen die versetzung in den ruhestand wehren kann, wie er sich nicht gegen eine reaktivierung wehren kann.

Kiste
00
6.10.2011, 11:15

Zwischen dem geschriebenen Dienstrecht und der Praxis ist eben - wie bei vielen Gesetzen - ein Unterschied.

mountaineer
00
5.10.2011, 12:12

Themaverfehlung, Setzen, 5.

Marquis de Sade
 
00
5.10.2011, 17:27

gut argumentiert

aus Klaus Eckels Kabarett

"sicher ned" mal "nicht mit uns" = "Lehrergewerkschaft"

manchmal haben Kabarettprogramme einen wahren Kern, über den man reflektieren sollte.

D/E
01
6.10.2011, 20:58
Reflektieren Sie!

Und dann überlegen Sie, warum man als Lehrer Gewerkschaftsvertreter wählt.

Ganz sicher, damit sie jeder Verschlechterung freudig zustimmen.

stall
00
5.10.2011, 08:12
das hat nichts mit des system zu tun

sondern mit ressourcenmangel.

Marquis de Sade
 
01
5.10.2011, 10:43

zu erstem Fall gibt es mehrere junge Kollegen, die nicht voll ausgelastet sind und das nicht nur locker kompensieren könnten, sondern auch wollen.

in zweitem Fall geht es darum, dass so eine Person eben ein paar Stunden weniger hätte. Die Ressourcen für eine ganze Italienischklasse sind genauso da wie für eine halbe. Die werte Direktorin hätt's halt gern anders. Und wenn ein Mangel vorher bekannt ist, darf man den Eltern das halt nicht zusagen.

Das Kind bindet sich sonst entweder 5 Jahre mit einer Sprache, die es nicht lernen will bzw die Eltern nicht lernen lassen wollen oder opfert ein Jahr um später in eine Schule mit anderer Sprache umzusteigen, weil es für eine Ummeldung zu spät ist.

Ressourcenmangel ist hier nur eine Ausrede.

stall
14
5.10.2011, 06:45
gut, dass es die lehrer gibt

da können sich die korruptionisten, noch, genüsslich zurücklehnen und sich die ablenkungsmanöver genüsslich anschauen. die nützlichen idioten leisten ganze arbeit.

Hubert Ungeist
 
00
5.10.2011, 05:42
Das passiert aber jetzt schon

SPitzenverdiener zahlen schon jetzt mehr ein.

Man kann natürlich fragen, ob man noch eine zusätzliche Progression braucht - ab 250K Euro Jahreseinkommen zusätzliche x Prozent

Andreas W
02
4.10.2011, 22:19
Vermögen muss geschützt werden!

Solange die Reichen wirklich glauben, dass ihr Reichtum auch nur das Geringste mit Leistung zu tun hätte, wird von diesem ignoranten Ausbeuter- und Betrügerpack kein Cent freiwillig zu bekommen sein, ausreden brauchen sie ihr Geld ja für ihre Spielsachen wie überbezahlte Fußballer, Eishockeydeppen, Formel 1 Proleten, 100 Mio Euro Yachten, Luxusanwesen, etc.

Quintus Beckloeffel
75
4.10.2011, 20:50
Die, die reich an Urlaub sind,

könnten ja auch ein wenig von ihrer Freizeit abgeben. Wo bleibt die Solidarität mit jenen, die 47 Wochen im Jahr arbeiten?

D/E
00
7.10.2011, 17:16
Ich bin voll solidarisch mit ihnen.

Und ich würde gerne ihre Kohle und meinen Urlaub mit ihnen teilen.

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