Profitipps für Läufer

Gesund durch den Herbst laufen

4. Oktober 2011, 16:05

Tipps für Laufanfänger und Wiedereinsteiger verrät Laufexperte Waldemar Cierpinski

Laufen an der frischen Luft hält fit, spendet Körper und Geist neue Energie und ist fast immer und überall möglich - im Herbst und Winter, zuhause im Park um die Ecke, auf Geschäftsreisen oder im Urlaub. Der Laufexperte Waldemar Cierpinski, zweifacher Olympiasieger und Trainer des deutschen Team Marathon, hat für den Gesundheitsinformationsdienst humannews Tipps für Laufanfänger und Wiedereinsteiger ausgearbeitet.

1. Die Wahl des richtigen Laufschuhs

Bevor die erste Laufeinheit beginnt, steht die Wahl des richtigen Laufschuhs auf dem Trainingsprogramm. Hierbei sind neben der genauen Passform auch gute Führungseigenschaften und eine ausreichende Dämpfung wichtig. Waldemar Cierpinski empfiehlt, sich beim Schuhkauf im Fachgeschäft eingehend beraten zu lassen. Hier wird der individuelle Fußbau genau analysiert und der richtige Schuh für jeden Anspruch, Laufuntergrund und Läufer ermittelt.

2. Laufziele richtig setzen

Um den "inneren Schweinehund" dauerhaft zu überwinden und Freude am Laufen zu haben, gilt es die eigenen Laufziele realistisch einzuschätzen. Anfänger sollten langsam mit dem Training beginnen und dem Körper einige Wochen Zeit geben, sich an die neue Beanspruchung zu gewöhnen. Feste Lauf-Termine helfen gleich zu Beginn eine Routine im Wochenrhythmus aufzubauen. Tipp für Anfänger: Mit zwei bis drei Laufeinheiten pro Woche à maximal zwanzig Minuten starten.

3. Gehpausen einlegen

Laufanfänger machen häufig den Fehler, dem Körper schon nach wenigen Trainingseinheiten zu viel abzuverlangen. Waldemar Cierpinski rät, anfangs Laufen und Gehen abzuwechseln. Regelmäßige Gehpausen helfen, schnell wieder in Schwung zu kommen und den Körper nicht zu überfordern. Richtwert: In kurzen Einheiten von drei Minuten zwischen Laufen und Walking abwechseln, bis eine halbe Stunde Laufen am Stück möglich ist.

4. Die richtige Atmung

Eine Faustregel beim Laufen lautet: Immer nur so schnell laufen, dass noch eine entspannte Unterhaltung mit dem Laufpartner möglich ist. Gerade für Anfänger mit langsamem Tempo eignet sich die Einatmung durch die Nase besonders gut. Auch in der kalten Jahreszeit bietet die Atmung durch die Nase einen Vorteil, da die eingeatmete Luft erwärmt wird, bevor sie die Lunge erreicht. Steigert sich mit zunehmendem Trainingsstand auch das Lauftempo, empfiehlt es sich durch den Mund zu atmen, da der Körper so mehr Sauerstoff aufnehmen kann.

5. Ausgleichssportarten: Muskeln kräftigen

Das Laufen trainiert in erster Linie die vorwärtstreibende Muskulatur. Um auch die Bauch- und Rückenmuskulatur sowie Abduktoren zu stärken, lohnt sich zusätzliches Muskeltraining, zum Beispiel im Fitnessstudio. Auch Ausgleichsportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Gymnastik helfen Läufern Übertraining einzelner Muskelgruppen zu vermeiden.

6. Nach dem Laufen: Dehnübungen

Um das Lauftraining abzurunden und einen maximalen Trainingseffekt zu erzielen, heißt es auch Zeit für das anschließende Dehnen einzuplanen: Denn richtiges Dehnen hält die Muskulatur geschmeidig, beschleunigt die Regeneration und beugt Verletzungen vor.

7. Regenerationsphasen einplanen

Angemessene Ruhephasen sind genauso wichtig wie das Training selbst. Eine untrainierte Person benötigt mindestens 24 Stunden Ruhepause, denn nur so wird ein optimaler Trainingseffekt erzielt und der Körper kann sich bestmöglich erholen und sich an die neuen Belastungsreize anpassen.

8. Richtig essen und trinken

Eine ausgewogene Sportler-Ernährung sollte viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und hochwertige Fette, z.B. Olivenöl oder Fisch, beinhalten. Mindestens genauso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr - mindestens zwei bis 2,5 Liter pro Tag - am besten Wasser oder aufgespritzte Natursäfte. (red, derStandard.at)

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10 Postings
König Juan Carlos
02
5.10.2011, 08:39
Hat man nicht herausgefunden, dass den Schuhen zuviel Wichtigkeit beigemessen, und zuviel gedämpft wird?

Schmalzfiedler
00
4.10.2011, 20:50
Laufen oder Nordic Walking?

hier die Antwort : http://www.youtube.com/watch?v=Aml4-hJxNBs

erich1963
10
4.10.2011, 20:47
Ich möcht nicht Haarspalterei betreiben, aber...

...es gibt meines Wissens keine einzige Studie, die irgendeinen Vorteil von Stretching nach dem Sport belegt.
Und noch was: Die meisten Läufer haben einen fleischlosen, rachitischen Fuß, weil sie dem Schuh alle Arbeit überlassen. Dem kann vorgebeugt werden, indem man hin und wieder barfuß auf Rasen trabt.

linuxforeverlinux
00
5.10.2011, 08:36

doch es gibt eine studie, die belegt, dass stretching hilft, aber die erfolge kann man erst nach 7 jahren ablesen!
die studie ist in etwa 12 jahre alt, wie es mit neueren studien aussieht, keine ahnung!

Naphtali
01
5.10.2011, 10:43

Ich bin "Gelegenheitsstretcher"

d.h. nach kürzeren Distanzen (10 k) stretche ich nicht,

ab 15 k, 20 k schon.

Wenn ich bei den längeren Distanzen nämlich nicht stretche, macht sich das bei mir am Tag danach eher unangenehm bemerkbar. Wenn ich stretche, bin ich beschwerdefrei. Das zumindest ist das Ergebnis "jahrelanger Untersuchungen am eigenen Körper".

Der Unkurze
00
5.10.2011, 09:15

ja wobei man ja heute davon abgekommen ist direkt nach (hartem) Training zu dehnen sondern auf eigene Dehneinheiten setzt.

Mir wurde zwar einmal erklärt wieso, aber ich bin nicht tief genug in der Materie um die Erklärung auch nur halbwegs schlüssig wiederzugeben :(

linuxforeverlinux
00
5.10.2011, 09:32

ok, das weiss ich wieder nicht!
bei mir hat dehnen vor dem laufen zumindest geholfen die knieschmerzen zu reduzieren bzw sie komplett abzustellen.
aufgrund eines Ilio-tibiales Bandsyndroms konnte ich nicht einmal mehr 100 meter am stück laufen, jetzt gehen sich wieder ultralangdistanzen aus!

SLG
00
5.10.2011, 15:46

Stimmt, das Problem hatte ich auch.

Weiters war nur durch Dehnen der Druck des Musculus piriformis auf den Nerv zu lösen und die durch Verkürzung der vorderen Oberschenkelmuskulatur ausgelösten Rückenschmerzen unter Kontrolle zu bringen.

Der Unkurze
00
5.10.2011, 13:48

da ich das in einem anderen forum gehört habe kann ich ja mal schauen ob ichs nochmal finde bzw entsprechende links, falls es interessiert

(ich dehne auch viel zu wenig, will eigentlich beweglicher werden aber nehme mir einfach nicht die nötige zeit dazu)

linuxforeverlinux
00
5.10.2011, 15:14

also ich dehne nur vor dem laufen, danach nicht mehr!
früher ging es ohne dehnen sofort zum sport, ergebnis war dann eines tages die unglaublich schrecklichen knieschmerzen, hervorgerufen durch das 'bandl'!
nach dem training dehnen tue ich nicht, hat auch noch keine probleme nach sich gezogen!

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