Stillen - sprich darüber!

4. Oktober 2011, 15:08

Die Kommunikation über das Stillen ist Thema der diesjährigen Weltstillwoche - Stillen soll als natürliche Ernährung für Säuglinge gefördert, unterstützt und geschützt werden

Die Weltstillwoche 2011 wird in Österreich von 1. bis 7., in Deutschland von 4. bis 9. Oktober begangen und steht unter dem Motto "Stillen - sprich darüber". Damit wird auf die Bedeutung der Kommunikation hingewiesen, die wesentlich dazu beitragen soll, dass das Stillen als natürliche Ernährung für Säuglinge gefördert, unterstützt und geschützt wird.

Vorteile

Nach aktuellen Studien haben - optimalerweise bis zum sechsten Lebensmonat - gestillte Kinder ein geringeres Risiko, an Atemwegserkrankungen, Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und im Verdauungssystem, an Adipositas, Diabetes und Krebs zu erkranken. Muttermilch bietet Schutz vor Allergien oder lässt diese zumindest weniger heftig ausfallen. Langfristige positive Auswirkungen wurden weiters auf die Zahngesundheit, die Sprachentwicklung und nicht zuletzt auf die Intelligenz festgestellt.

Obwohl der Großteil der Mütter in Österreich mit dem Stillen beginnt, werden nicht einmal die Hälfte aller Kinder bis zum sechsten Monat ausschließlich gestillt. Ob und wie lange eine Frau ihr Baby stillt, hänge vor allem davon ab, wie viel Information, Anleitung und Unterstützung sie von ihrer Umgebung bekomme, hält der Verband der Still- und Laktationsberaterinnen Österreichs auf seiner Webseite fest.

Stillinformationen weitergeben

Da in den ersten zwei Monaten nach der Geburt der stärkste Abfall der Stillraten von ca. 95 auf 70 Prozent zu beobachten ist, soll die Stillwoche dazu anregen, die Kommunikationsfähigkeit von Experten zum Thema Stillen weiter zu entwickeln und auszubauen. Insbesondere durch vernetztes Arbeiten und gezielte Beratungsprogramme in Krankenhäusern, Praxen und in der Öffentlichkeit sollen kreative Ansätze in der Kommunikation gefördert werden. (red, derStandard.at)


Die Weltstillwoche ist eine von der World Alliance for Breastfeeding Action (WABA) organisierte Aktionswoche und gilt als die größte gemeinsame Kampagne aller das Stillen fördernden Organisationen, zu denen auch UNICEF und die WHO gehören. Sie wird jährlich in über 120 Ländern begangen. In Deutschland findet sie stets in der 40. Kalenderwoche statt. Jedes Jahr steht sie unter einem anderen Motto, das in deutschsprachigen Staaten in abgewandelten Formulierungen übernommen wird. Das diesjährige globale Motto lautet "Talk to me!".

Verband der Still- und Laktationsberaterinnen Österreichs: www.stillen.at

Die Nationale Stillkommission Deutschland bietet auf ihrer Internetseite Informationen rund um das Stillen für Mütter und Väter Eltern sowie für Fachpersonal an und stellt Informationsblätter in sechs verschiedenen Sprachen zum Stillen bereit.


Zum Thema:

Sechsmonatige Stillempfehlung in Frage gestellt

Stillkinder neigen eher zu Eisenmangel

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4
ich wurde leider nie gestillt....

....vielleicht bin ich genau deshalb so ein A....

Still-Faschismus

ich finde dieses öffentliche Hindrängen zum Stillen unpassend zumal dadurch der Druck auf jene Mütter steigt die aus diversen Gründen nicht stillen können! Wenn man sich zu diesem Thema in Elternplattformen informiert kommt einem sogar vor, dass es einen regelrechten Still-Faschismus zwischen den Müttern gibt wo Mobbing von Nicht-Stillenden schon zum guten Ton gehört.
http://www.babylog.at/2010/stor... enmarchen/

das problem sind die spitäler

20-25% der mütter, die nach der entbindung im krankenhaus bleiben, haben mehr oder weniger große stillprobleme. bei einer ambulanten entbindung in etwa 1%

ein grund zum nachdenken?

Das traurige ist, daß nur ein ganz geringer Prozentsatz an Müttern tatsächlich nicht in der Lage ist zu stillen.

Den meisten bringt man es nicht, oder falsch bei.

Im Spital ist kaum Zeit und dann muß man außerdem an eine gute Krankenschwester kommen.

Muss ja nicht gestillt werden. Es gibt ja auch Flascherln. Dann schlafen die Kinder sogar durch und kommen nicht alle 30min zu saugen.

meine frau hats gut geschafft, unserer tochter das abzugewöhnen, ohne sie abzustillen. das kam erst danach. man kann sehr wohl auch grenzen setzen beim stillen. wenns einem gesagt und erklärt wird, wie. mglw ist ja *das* das problem?

wenn eine mutter nicht stillen mag dann bitteschön. das problem ist oft kein "nicht-wollen", sondern dass müttern suggeriert wird sie können ihr kind nicht richtig ernähren, haben zu wenig milch und deswegen weint es so viel, schläft so schlecht....
das fläschchen als lösung aller unangenehmen phasen mit einem säugling. wenns so einfach wäre - ist es aber nicht.

warum soll fertignahrung besser sein als die natürliche nahrung? warum soll sie sättigender sein, besser schlafen lassen, weniger zum weinen anregen als muttermilch?

lasst uns doch einfach stillen und uns sicher sein, dass wir das auch können. etwas weniger polemik würde dem thema gut tun.

nix gegen das Stillen an sich.

.....aber mit dem schon ins Animalische abdriftenden Anblick eines vollbusigen Muttertieres (s. auch Foto im Leitartikel) muss ich nicht unbedingt auch schon auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn zwangsbeglückt werden.

Lustig ist nur, dass sich die allgemeingültige Wahrheit und die diesbezüglichen Empfehlungen alle paar Jahre/Jahrzehnte geändert haben und selbstverständlich wieder ändern werden. ;-)

Stillhysterie wo man hinsieht.

Wo ist denn bitte die Studie die belegt, dass Stillen zu den Wundermittel gegen etwaiige Erkrankungen führt ?

Was ist mit den Müttern, die jahrelang Alkohol, Zigaretten,....zu sich genommen haben und nach der Schwangerschaft stillen ? Diese Milch soll gesund sein *lol*
Da füttere ich lieber Hipp & Co

Nebenbei kann auch der Vater nächtens das Flascherl geben und die Frau entlasten.

aber geh´

stillen ist spitze. hat die natur so eingerichtet, das passt schon. tun sie es nicht schlechtreden. und glücklicherweise ist unser überleben auch dann gesichert, wenn es nicht geht oder betreffende frau das nicht möchte (muß man ja nicht).
nichtsdestotrotz ist es etwas weit über die nahrungsaufnahme/-abgabe wunderbares für die, die es gerne tun. ich habe es geliebt.

ja wenn es dir so gefällt deine brüste in der öffentlichkeit zu präsentieren, dann geh doch in so ein nudistencamp oder an den fkk strand ;-)
nicht jeder hat da lust drauf!

was um alles in der welt haben sie denn für ein problem?

na wunderbar wenn es jemandem gefällt und er in der Rolle aufgeht, dass passt schon.
Mich nervt nur diese "Du mußt" Haltung, die den Müttern heutzutage suggeriert wird, da wir viel zu viel Streß aufgebaut. Paßt es mit dem Stillen wird gestillt - genauso ok muss es auch sein nicht zu stillen, egal welcher Grund dahinter ist.

die Existenz von Hipp, alnatura, ja natürlich, beba ... f.ührt ein "du mußt" ja schon ad absurdum.

Daran sieht man "keiner muß".

bissl informieren (denken?)bitte, bevor man blödsinn postet.

was wäre jetzt der Blödsinn ?
bitte um Aufklärung

1."stillhysterie" ist mehr als übertrieben, nur weil grad weltstillwoche ist. aber wahrscheinlich stört Sie auch die Hysterie um Muttertag, vatertag, nikolaus,...
2. studien gibt's zur genüge über die positive Wirkung der muttermilch
3. stillen bzw. muttermilch ist von der Natur aus so vorgesehen somit logisch das "mittel der Wahl"
4. Studien gibt's auch, dass muttermilch nicht "schlechter" ist, wenn Frau vor der Schwangerschaft geraucht usw hat.
5. flacher kann der Vater natürlich auch geben - mit abgepumpter milch im flascherl

1) ist einfach so, dass Stillen gehypted wird
2) wo sind die Vergleichsstudien ? positiv kann bald was sein
3) nicht logisch, wenn das vorleben bedacht wird bzw. das Essverhalten der stillenden Mutter (Stichwort Blähung, Kolik)
4) Quelle ?
5) Abpumpen muss man mögen, da kommt sich eine Mutter bald als Milchkuh vor

Wieso reden Sie da überhaupt mit, nachdem Sie ja offensichtlich keine Frau sind...

weil ich kein ignoranter Vater bin, der alles die Frau erledigen läßt !

naja, dafür halt ignorant gegenüber längst bekannten fakten...

aber offensichtlich ein ein wenig eifersüchtiger;)

Eifersüchtig worauf ?

Dafür wird es in ein paar Wochen

in dieStandard dann wieder einen Artikel darüber geben, wie sehr Stillen als heteronormatives Unterdrückungsmodell abzulehnen ist und die Kinder doch bitte gleich mit der Flasche gefüttert werden sollen um die Mutter, also eigentlich Elter 1, nicht zu unterdrücken.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.