Sollen die Alten zu Gunsten der Unis länger arbeiten?

Umfrage | 4. Oktober 2011, 14:01

Soll das faktische Pensionsantrittsalter angehoben und das dadurch gewonnene Geld den Unis zur Verfügung gestellt werden?

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Posting 1 bis 25 von 133
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etic
00
18.10.2011, 22:06
Anders

Die Finanzierung der Universitäten ist eine öffentliche Aufgabe. Auf das Wachstum der Studierendenzahlen muss mit zusätzlicher Aufbringung öffentlicher Mittel reagiert werden. Die Situation ist durchaus vergleichbar mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im 18.Jh und der starken Ausweitung des Besuchs höherer Schulen im 20. Jh. Auch diese Entwicklungen führten zu einer starken Erhöhung öffentlicher Ausgaben. Wenn sich eine Gesellschaft, des Wertes hoher Bildung für möglichst viele bewusst ist und wenn sie so reich wie unsere ist (307 Mrd.€ NttoGeldvermögen allein der privaten Haushalte), dann kann sie die Unis über höhere Steuern auch finanzieren.

theWatcher14
00
10.10.2011, 18:01
Nein so nicht.

Länger arbeiten - ja gerne, um das Pensionssystem am Laufen zu halten.
Die Unis bitte aus anderen Töpfen finanzieren, z.B. endlich diese unsäglichen Eurofighter zurück geben, den Gratiskindergarten (soziale Staffelungen) streichen, die Hacklerregelung JETZT aufheben....etc...

frauauswien
00
10.10.2011, 14:30

wenn sie einen länger arbeiten LASSEN, bin ich absolut dafür.

angelvoices
00
10.10.2011, 13:49
diese Frage kann man so nicht beantworten

wer 40 Jahre gearbeitet hat, hat den Ruhestand verdient... bei 25 Jahren und darunter, kann man diskutieren

ralikka
01
10.10.2011, 01:00
Schwachsinn

Das ist nur ne billige Masche um die Pensionsalter-Erhöhung besser zu verkaufen - bitte nein danke. Da werden die selbstgemachten Uni-Probleme gleich wunderschön in ein politisches Wunschthema (=mehr Geld) umgebaut.

K1981
01
6.10.2011, 19:31
Ablenkung von den eigentlichen Themen

- Bildungsreform (nicht nur Universitäten sind betroffen)

- Abschaffung der Pensionsprivilegien (beamte, Politiker)

- Verwaltungs/strukturreform und Abschaffung der Beamten/Politikerprivilegien

- Steuerreform (ist ja eine Zumutung was man an steuern abliefern muss)

franz tabei
00
5.10.2011, 11:06
frech oder dumm?

politiker und beamte, müssen von berufswegen etwas von geld und wirtschaft verstehen. es ist unerhört, wieviel lügen da der bevölkerung zugemutet werden...

denke
11
5.10.2011, 06:24

Frauenpensionsalter angleichen

Micha Do
 
10
5.10.2011, 06:40

Zum Beispiel - ja klar.
Leider ein ungeliebtes "Eisen".

Argumente:
1) verlieren Frauen sowieso viel durch i a längere Unterbrechungszeiten,
2) Wenn sie dann früher in Pension gehen,haben sie weniger Beitragsjahre, ergo weniger Pension,
3) ist die Lebenserwartung deutlich höher als von Männern
4) Durch die geringere Lebensarbeitszeit zahlen sie natürlich auch weniger ein,der Fehlbetrag muß aber irgendwo herkommen

Für diese historisch zu verstehende Konstellation können aber auch die Frauen nichts.
Eine komplette Neustruktur wird nötig sein.

BBC
01
9.10.2011, 20:01
Eine Pensionsanpassung für kinderlose Frauen ist schon denkbar.

K1981
00
6.10.2011, 19:22

Angleichung Männer/FrauenPensionsalter wenn Frauen gleich viel verdienen und gescheite kinderbetreuungsmodelle gibt, denn derzeit sind vielfach Frauen einfach gezwungen daheim zu bleiben mangels betreuungsmöglichkeiten. und nicht jeder kann sich ein Kindermädchen leisten.

Micha Do
 
00
7.10.2011, 08:09
Teil 1.@ K1981, Verzeihen Sie,ich meine,Sie begehen einen sehr gängigen Denkfehler, wobei ich mal annehme, dass in Österreich nicht menschenrechtswidrig das Geschlecht "automatisch"zu geringerem Gehalt führt, bei gleicher Qualifikation, ...

...gleicher Lebensarbeitszeit,gleicher Tätigkeit,gleicher Dauer der Firmenzugehörigkeit,etc...
zB in meiner Branche verdient eine Frau die die o a Kriterien zB im Vergleich mit mir erfüllt,auf den cent das Gleiche wie ich und das ist richtig so.
Was Sie richtig anmerken sind die eigentlichen Gründe für geringere Gehälter:wie ich oben auch schon gemeint habe,die nicht angerechneten Unterbrechungszeiten(durchaus oft"gezwungenermaßen",das ist aber zT historisch gewachsene Gesellschaftsstruktur,die in den Köpfen der Menschen ist.)Die häufig geringere Qualifikation,allerdings ist das im Begriff sich zu ändern.Bei uns gibts mittlerweile 60%Frauen und das ist hochqualifiziert.Die Dynamik ändert jetzt auch langsam die Struktur der "Chefetage"->2..

Micha Do
 
00
7.10.2011, 08:09
Teil2. @K1981

...weiters die noch insgesamt häufiger geringergradige Ausbildung der Frauen im Vergleich zu Männern(hat auch zu tun mit"die heiratet ja eh..."->v.a.auf dem Land,aber auch gesellschaftsschichtspezifisch).Dadurch landen mehr Frauen an der Supermarktkassa und anderen anderen schlecht bezahlten Bereichen als Männer.Dazu häufiger in "prekären Arbeitsverhältnissen". Die dzt schlechten Betreuungshilfen sind auch ein Grund für Unterbrechungen->womit sich der Kreis wieder schließt(NB wenn es diese gibt sind sie oft so teuer, dass es sich "nicht auszahlt.")
Tatsache bleibt,die verschiedenen Gründe der Verkürzung der Lebensarbeitszeit führen zu geringeren Gehältern,"Beiträgen"=>geringeren Pensionen etc.Die Hemmnisse sind also stuktureller Natur ->3.

Micha Do
 
00
7.10.2011, 08:09
Teil 3. @K1981

...hätte ich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen,wäre mein Gehalt auch geringer als das einer Frau die diese Zwänge nicht hat.zT haben Männer ja auch das Problem prekärer Arbeitsverhältnisse=>geringer Gehälter=>geringer Beiträge=>geringer Pensionen=>etc.
Zugegeben nicht so oft dieses Problem wegen Kindern.
Wo muß man also ansetzen:Bei der Qualifikation,bei der Kinderbetreuung(bin ich ganz bei Ihnen),in den Köpfen der Menschen(i.e."Personalchefs"->weil die Fähigkeit Kinder zu bekommen und die "drohende" Pause klar oft ein Grund ist für Bevorzugung der Männer-aber für "Biologie"kann keiner was)

Trotz,besser WEGEN alledem ist die Finanzierung des Systems wackelig. Daher ist das "ausgleichend" frühere Pensionsalter der Frauen falsch ->4.

Micha Do
 
00
7.10.2011, 08:08
Teil 4. @K1981

...ebenso die real zu niedrige Lebensarbeitszeit der Männer ebenso wie der Frauen,weil auch die wesentlich höhere Lebenserwartung kombiniert mit der Verschiebung der Alterspyramide durch Geburtenmangel das von poster franz tabei weiter unten erwähnte Solidarprinzip immer weniger funktionieren lässt.Simple Rechenaufgabe,aber das hab ich oben schon geschrieben.
Dass dabei die Wirtschaft auch nicht mitspielt ist leider Tatsache.
NB:Einwanderung kann da auch nur helfen wenn die Einwanderer Qualifikationen aufweisen die gut bezahlte Jobs ermöglichen."Arbeitstiere" für ebenso geringdotierte Jobs nutzen da wenig.Unpopulär aber leider wahr.Dass man aber Einwanderern mit guter Qualifikation die Anerkennung nicht so schwer machen soll,ebenso.
MfG

K1981
00
7.10.2011, 16:31
Ö suggeriert heimchen-am-herd-modell im 21 Jhd

Hallo,ich sehe viele dinge ähnlich. Die Katze beißt sich da leider in den Schwanz.
Viele dinge sind hausgemacht. solange in ö jeder Frau suggeriert wird, dass wenn sie Kinder hat&arbeiten geht, sie eine RABENMUTTER ist&man jeder arbeitswilligen Frau steine in den weg legt in dem man kein gscheites kinderbetreuungsmodell auf die beine zu stellen, werden halt immer weniger gut ausgebildete Frauen für nachwuchs sorgen&wenn sie es tun werden sie oft zum Heimchen am Herd verdonnert mangels Kinderbetreuung, damit fehlt dann den Frauen das geld&am ende leidet darunter auch das steueraufaufkommen...
Aus eE weiß ich gehaltsgleichheit die Ausnahme sind & man sich selbst auf die beine stellen muß. Das sollte aber selbstverständlich sein.

franz tabei
00
5.10.2011, 11:11
solidarprinzip

offensichtlich verstehen da einige das pensionssystem nicht: man kriegt nicht, was man einzahlt, sondern man zahlt für die derzeitigen pensionisten ein und erwirbt damit anspruch darauf, daß später jüngere generationen für eineN einzahlen.

im übrigen ist es ein ausgesprochenes armutszeugnis für eine gesellschaft, wenn sie so mit schwangeren umgeht, wie hierzulande: zuerst wird man reingetrieben (zb kirche), dann "im regen stehen gelassen". aber wir haben ja schon hexenverbrennung und kz's hinter uns und sind möglicherweise gerade auf dem weg der besserung....

Micha Do
 
00
5.10.2011, 11:55

Sie haben schon Recht mit Ihrer Definition.Das nützt nur gar nix, weil ein System wie das noch viel weniger funktioniert als ein "echtes" Versicherungssystem. Wir HABEN halt schon seit Jahren ein sich verschärfendes Ungleichgewicht zwischen Lebensarbeitszeit und Pensionszeit, zwischen Pensionisten und dem "arbeitenden Teil" der Gesellschaft, zwischen Tätigkeiten die so viel "abwerfen"dass man a)davon gut leben kann b)daher auch die Steuern und Sozialabgaben jeder Art genügen um die öffentlichen Aufgaben sinnvoll zu bedienen und zunehmend Minimaljobs die a)kaum Reserven zulassen b) daher entsprechend unserem System auch kaum Geld in die öffentlichen Strukturen fliessen lassen.Langfristig produziert man damit Notlagen.

Micha Do
 
00
5.10.2011, 06:14
Grundsätzlich werden wir um ein deutlich höheres Pensionsantrittsalter nicht herumkommen.

Ich rechne letztlich mit 67 oder so. Allein um die Angelegenheit halbwegs finanzierbar zu halten.
Die Erhöhung des FAKTISCHEN Antrittsalters wird aus denselben Gründen nötig werden. Funktioniert allerdings nur, wenn die Wirtschaft und die Gesellschaft einigermaßen mitspielen.Da gibts Interessenskonflikte.
Die Idee einer Zweckbindung der "freiwerdenden"Gelder für die Universitäten finde ich reizvoll im positiven Sinn, dem kann ich was abgewinnen. Mein Einwand ist "realpolitischer" Natur: Es wird nix überbleiben bzw "freiwerden" zur Unterstützung. Allein die Finanzierung der Pensionen wird das Verlangen.
Ironisch gesehen halte ich das für ein mattes Zuckerl zur Anpassung des Antrittsalters. Wetten?

K1981
00
7.10.2011, 16:35

Weil halt immer mehr kohle verschleudert wird und die Politiker anscheinend größenwahnsinnig sind.

solange irgendwo noch kohle zu holen ist, wird man es tun...und mit steuern herumspielen um mehr einnahmen zu lukrieren.
Der ofen wird früher oder später platzen...

Christoph Karl Steininger
00
5.10.2011, 03:13
Allein die Fragestellung ist abwegig!

Müssen wir jeden Vorschlag vom 7. Zwerg/In von rechts für bare Münze nehmen?
Natürlich müssen wir länger arbeiten aber es muß auch zugelassen werden.
Es hilft ja nichts nur das Pensionsantrittsalter hinaufzusetzen. Die Leute müssen auch in Beschäftigung gehalten werden. Ansonsten ist das nur Spiegelfechterei wenn sie in der Zwischenzeit stempeln gehn!

Honigschleuder
10
5.10.2011, 03:04
Renten kürzen

Alte sollen kein Geld horten für ihre Enkel.

Zweitgeist
01
5.10.2011, 01:53

natürlich muss das faktische Pensionsantrittsalter angehoben werden, wenn das soziale system finanzierbar bleiben soll. allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass jede zweckbindung nichts anderes als eine teilentmündigung der verantwortlichen politiker darstellt, was de fakto vielleicht tatsächlich notwendig wäre, jedoch nicht unbedingt zweck der sache ist.

.MS.
02
5.10.2011, 01:08
"Sie haben sich ihren vorzeitigen(!) Pensionsantritt verdient."

Was soll diese Tendenziöse Fragestellung?
Ich bin total dagegen, dass jemand vorzeitig in Pension geht. Menschen die ihren Beruf altersbedingt nicht mehr ausüben können sollen in Pension gehen. Das ist bei viel zu vielen lange vor dem gesetzlichen Pensionsalter. Natürlich gibt es auch sehr viel Missbrauch der Möglichkeiten früher zu gehen. Aber auch das hat vorallem damit zu tun, dass das Arbeiten im Alter von der Politik nicht aktiv attraktiv gemacht wird.
Und wenn Wege dazu gefunden werden, ist das keine Hilfe gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Lexx
00
5.10.2011, 03:24
Völlig richtig,

die Fragestellung, bzw. die Formulierung gefällt mir auch nicht.
Und im Wissen dass die grosse Pensionistenwelle der Babyboom-Generation bevor steht auch noch Frühpensionen zu förden und forcieren anstatt Möglichkeiten zur Arbeit bei Älteren zu schaffen ist Wahnsinn. Als würde man mit voller Absicht sein Auto in den Abgrund lenken...

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